Autor: Juergen Meurer

Auf den Hund gekommener Proggie, aufgewachsen mit Yes, Genesis, Gentle Giant, King Crimson, VdGG usw. Anschließend bemerkt, dass es - huch - ja noch sooo viele andere Bands in dieser Richtung gibt, quer über den Globus verteilt. Dann kam das Interesse für Italo-Prog, Skandinavier, Japaner, Franzosen usw. Über Tangerine Dream, Klaus Schulze, Vangelis, Kitaro usw. entwickelte sich dann auch stetig das Interesse an Elektronischer Musik und Ambient.

8.0
Reviews

(23:59, EP, The Big Oil Recording Company/Soulfood, 2017) Beim dänischen Label The Big Oil Recording Company erschien im August die Mini-CD der Formation Inc. No World, die aus dem in Los Angeles ansässigen Brüderpaar Andrew (Lead Gesang, Gitarre) und Daniel Aged (Bass, Produktion, Gesang) besteht. Mit Progressive Rock hat ihre Musik weitgehend nichts zu tun. Vielmehr sind sie im Bereich R&B unterwegs. Die zum Teil recht chillig angelegten Songs schmeicheln sich mit angenehmen Gesang und gut passenden sanften Gitarrenparts ein. Dabei sind sie recht gemütlich unterwegs. Hinzu kommt, dass bisweilen eine gewisse Monotonie zum Grundkonzept zu gehören scheint. Die Gesangsmelodien…

Weiterlesen
10.0
Reviews

(53:47, CD, Eigenproduktion, 2017) Auch wenn der erste Impuls des Schweden-Prog Fans so was wie “Scardust We Are” assoziiert, liegt man dann doch eher mit der Einschätzung richtig, die einem der Anblick des Covers nahelegt: hier geht es in der Tat um ein Metal-Album. Kein Prog à la Flower Kings, sondern symphonischer Metal, vorgestellt von einem aus Israel stammenden Quintett. Nach dem 2013 erschienenen Mini-Album „Somnia“ folgt nun ihr erstes Vollzeitalbum, das in folgender Besetzung eingespielt wurde: Noa Gruman - lead vocals Yoav Weinberg - drums Yadin Moyal - guitars Yanai Avnet - bass Alex Nicola - Keyboards. Als Gastsänger…

Weiterlesen
11.5
Reviews

(72:58, 75:11, 2CD, Jaggy D/Soulfood, 2017) Wer den Auftritt des sympathischen Schotten beim diesjährigen Night Of The Prog-Festival verfolgt hat, weiß, was von diesem Live-Doppelalbum zu erwarten ist, denn Ray Wilson bot auf der Loreley einen Querschnitt aus Genesis-Songs und eigenem Material. Ähnlich wie dort ist auch hier eine nicht nur numerisch starke Band zu hören, mit leichten Abweichungen zum Loreley-Auftritt allerdings. Im Einzelnen: Ray Wilson - lead vocals / electric guitar / acoustic guitar Steve Wilson - electric guitar / acoustic 6 & 12 string guitars / backing vocals Lawrie MacMillan - bass guitar / backing vocals Mario Koszel…

Weiterlesen
9.5
Reviews

(132:40, DVD, Unicorn Digital/Just for Kicks, 2017) Die Band von Unicorn-Labelchef Michel St-Père hat einen Mitschnitt ihres letztjährigen Auftritts beim "Prog Dreams V"-Festival im De Boerderij Cultuur Podium in Zoetermeer auf DVD herausgebracht. Die zwölf Songs wurden von folgender Band vorgetragen: Michel St-Père - guitars Sylvain Moineau - guitars / backing vocals Francois Fournier - bass / Taurus bass pedals / backing vocals Jean-Sébastien Goyette - drums / backing vocals Jean Pageau - lead vocals / flute / keyboards Benoît Dupuis - keyboards Mit einer – allerdings nicht unerheblichen - Ausnahme also die gleiche Formation, die bereits 2013 in der…

Weiterlesen

“20 Jahre nach Calling All Stations“ oder „Re-Boot nach dem Genesis-Ende“ Der ehemalige Genesis-Sänger Ray Wilson ist aktuell wieder auf Tour, mit einem neuen Live-Doppelalbum im Gepäck, aus dem Ausschnitte auch beim diesjährigen Night Of The Prog Festival auf der Loreley vorgestellt wurden. Es gilt, das 20jährige Jubiläum des letzten Genesis-Studioalbums „Calling All Stations“ zu feiern, auf dem Wilson bekanntlich als Nachfolger von Phil Collins agierte. Genug Gesprächsstoff also, und Ray Wilson stellte sich bereitwillig den Fragen und erwies sich als ausgesprochen angenehmer Gesprächspartner. Zunächst die unausweichlichen Fragen zu Genesis, beginnend damit, wie es eigentlich dazu kam. Als Phil Collins…

Weiterlesen
11.0
Reviews

(79:43, CD, Spheric Music, 2017) Bei Akikaze (japanisch für „Herbstwind“) handelt es sich keineswegs um einen Bruder von Kitaro, sondern um den niederländischen Elektronikmusiker Pepijn Courant, der Kennern der Szene bekannt sein dürfte. Courant hat bereits einige Veröffentlichungen auf dem Buckel, die bei unterschiedlichen Elektronik-Labels erschienen sind, unter anderem bei Quantum Records oder Syngate Records. Seine Art Sequenzer einzusetzen machte ihn zu einem typischen Kandidaten für Lambert Ringlages Label Spheric Music. Typischerweise sind die Alben, die dort bisher veröffentlicht wurden, recht Sequencer-betont. Und so ist es bei Courants Album Nummer elf zur ersten Zusammenarbeit der beiden Elektronikmusiker gekommen, der hoffentlich…

Weiterlesen
10.5
Reviews

(79:53, 71:01, Doppel-CD, MIG , 2017) Klaus Schulze feierte im August Geburtstag, einen runden. Und so hat das aktuelle Werk „Eternal“ auch den Untertitel „The 70th Birthday Edition“. Ein Geschenk für die Fans also – ein fettes dazu, denn es handelt sich um ein Doppelalbum. Nun möchte man ein vor diesem Hintergrund entstandenes Werk wohlwollend betrachten und hofft, dass es die übliche Qualität aufweist. Wäre ja blöd, ausgerechnet diesem Album eine schlechte Note zu verpassen. Doch die Sorge erweist sich als unbegründet. Das Material aus CD1 war bisher unveröffentlicht (was allerdings nur eingeschränkt gilt, siehe weiter unten), CD2 besteht aus…

Weiterlesen
10.5
Reviews

(51:58, CD, Eigenproduktion/Just for Kicks, 2017) Hinter dem Projektnamen Michael’s Statement steckt der deutsche Multiinstrumentalist Michael Vuckovic, der manchem Leser möglicherweise durch sein Mitwirken als Schlagzeuger bei der Band The Night Patrol bekannt ist. Fünf Jahre nach dem Debütalbum „Beauty Of Sadness“ gibt er nun sein zweites Statement ab. Dabei beweist er seine Vielseitigkeit nicht nur als Komponist, sondern auch durch das Bedienen unterschiedlichster Instrumente. Abgesehen von zwei Titeln heißt es: „All instruments performed by Michael“. Das sind dann nicht nur Schlagzeug und Perkussion, sondern auch Klavier, Orgel, Synthesizer, Mellotron und Gitarren. Hervorzuheben ist hierbei das Mellotron, der ausgesprochen vielfältige Einsatz dürfte…

Weiterlesen
9.5
Reviews

(55:24, CD, Perpetual Tree Music (Eigenproduktion)/Just for Kicks, 2017) Mit “Sand” liegt drei Jahre nach dem starken Debütalbum „Skye“ nun das zweite Album des kanadischen Trios um Mastermind Ken Baird vor, der nicht nur als Kopf von Monarch Trail agiert, er hat auch bereits eine Vielzahl von Soloalben im Backkatalog. Aber dem „Skye“- Album war es zu verdanken, dass sein Name in der Prog-Gemeinde nachhaltiger ins Gespräch kam. Stabilität und Konstanz sind Begriffe, die offensichtlich auf Monarch Trail zutreffen. Nicht nur, dass die Triobesetzung unverändert blieb, mit Ken Baird - keyboards / vocals / guitar Dino Verginella - bass Chris Lamont…

Weiterlesen
12.0
Reviews

(61:31, CD, Musea, 2017) Die spanische Formation Kotebel startete 1999 als Projekt des Keyboarders Carlos Plaza Vegas, der ein Jahr später mit „Structures“ sein erstes Soloalbum unter diesem Namen veröffentlichte. Nach zwei weiteren Veröffentlichungen, bei denen er unter anderem von César Garcia Forero unterstützt wurde, kamen die ersten Anfragen für Auftritte, was letztendlich dazu führte, dass Vegas ein festes Line-up zusammenstellte und mit Kotebel als Bandprojekt in Erscheinung trat. Mittlerweile haben sich Kotebel in ihrer Heimat als Top-Progact etabliert und schon auf diversen Festivals mit kompetentem und einfallsreichen Spiel überzeugt. So unter anderem auch auf einem Prog Résiste-Festival in Soignies, wo sie den…

Weiterlesen
4.0
Reviews

(18:06, CD, Eigenproduktion, 2017) Diese Platte wird mit „Anglo-French Prog Supergroup release their second EP“ beworben. Wer steckt wohl dahinter? Etwa die auf den ersten Blick etwas überraschend erscheinende Kombination, von der wir hier erfahren haben? Nein, ein französischer und ein britischer Musiker namens Thierry Sportouche und Tim Hunter. Wie - nicht bekannt, keine Supergroup? Dann vielleicht der Hinweis darauf, dass Sportouche Mitglied französischer Bands wie Silver Lining oder Anoxie war. Deren Bekanntheitsgrad ist überschaubar. Und Tim Hunter? Ein unbeschriebenes Blatt für den Rezensenten. Mit ihrer zweiten EP bringen Silver Hunter es auf gerade mal zehn Minuten eigenes Material, zwei andere Songs sind gecovert. Das hier Gebotene lässt den Rezensenten…

Weiterlesen
9.0
Reviews

(65:48, CD, Bandcamp, 2017) Harald Gramberg ist nach eigenen Angaben schon seit den 70ern aktiv, doch hat er sich erst seit 2013 ernsthaft mit eigenen Kompositionen an diversen Synthesizern beschäftigt. Seitdem ist erstaunlich viel Musik von ihm bei den Netlabeln Aumega Project und Nebular Silence erschienen. Jetzt liegt die CD-Version von „Gravitation“ vor, die in der Aufmachung gleich an eine Veröffentlichung des Syngate-Labels denken lässt. Dorthin würde sie auch durchaus passen. Das Album besteht aus fünf Tracks, drei davon jenseits der 14-Minuten-Marke. In der elektronischen Musik ist dies sicherlich nichts Ungewöhnliches. Gramberg gibt den Stücken Zeit, sich zu entwickeln, so beispielsweise gleich im Opener, dem über 16-minütigen Titelsong.…

Weiterlesen
10.5
Reviews

(43:02, CD, Eigenproduktion/AMS/BTF, 2017) Der italienische Musiker Dante Roberto stellt sich mit einem 43-minütigen Debütalbum vor, das es in sich hat. Das ist kein bescheidenes, zaghaftes erstes Lebenszeichen, sondern ein wuchtiges, anspruchsvolles, abwechslungsreiches Werk, das von kompetenten Musikern eingespielt wurde. Selbstverständlich spielen die Tasteninstrumente eine wesentliche Rolle, schließlich ist der Protagonist Klavierlehrer und auf diesem Album als Keyboarder sehr präsent. Herr Roberto zeigt gerne, was er so alles drauf hat an den verschiedenen Tasteninstrumenten, doch es kommen auch einige Gastmusiker zum Zuge, sodass das Album insgesamt eher wie eine Aufnahme einer Band als die eines Solisten klingt. Es wird ausgiebig…

Weiterlesen
11.0
Reviews

(46:25, CD, Apollon Records, 2017) Diese Band mit lustigem Namen und einem sehr ko(s)mischen Albumtitel kommt, na klar, aus Norwegen und ist das Projekt des Multiinstrumentalisten Ketil Vestrum Einarsen. Dieser hinterlegte Link ist zwar in norwegischer Sprache, aber wenn Einarsen sich des Deutschen bedient, dann können wir das umgekehrt natürlich genauso. Und es lässt sich doch einigermaßen leicht ablesen, was dort gemeint ist. Vor allem aber bietet die Seite einen schönen Überblick darüber, woran Einarsen in der ersten Dekade dieses Jahrtausends bereits beteiligt war. Es ist eine beeindruckende Liste, auf der diverse bekannte Namen wie White Willow, Wobbler, The Opium Cartel, oder…

Weiterlesen
11.0
Reviews

(79:17, Download, Ambidextrous Digital, 2007/2017) Der Künstler ist bereits Anfang des Jahres hier vorgestellt worden. Auf den Albumtitel bezogen scheint Fiesel den Hörer beim Opener ‚Islands In The Deep' gleich in einen recht düsteren, unheimlichen Wald entführen zu wollen, denn die elektronische Musik kommt recht unheilschwanger aus den Boxen. Im nachfolgenden Titelsong kommen alle anonymen Mellotroniker voll auf ihre Kosten, denn es handelt sich um eine über 16-minütige wahre Mellotronorgie, die sehr viel Atmosphäre ausstrahlt – ein toller Titel, für den allein sich das Antesten dieses Albums schon lohnt. Und so geht es fließend weiter mit atmosphärisch dichten Titeln, auch…

Weiterlesen
10.0
Reviews

(56:50, CD, BluNoise/Al!ve, 2017) Mouth ist ein Projekt des Kölners Chris Koller, der für Musik und Texte sämtlicher Songs verantwortlich ist, Gitarre und Keyboards spielt, und auch singt. Ein reines Soloalbum ist "Vortex" aber nicht geworden, denn Koller wird von zwei weiteren Musikern unterstützt. Dies sind Nick Mavridis an Schlagzeug und Tasten sowie Gerald Kirsch am Bass. Die zu Gehör gebrachte knapp einstündige Musik klingt wie ein Relikt aus den frühen 70ern, doch aufgenommen wurden die Songs zwischen 2012 und 2015. Erschienen ist das zweite Werk dieser Formation bei BluNoise – der Erstling „Rhizome“ stammt aus dem Jahr 2009. Schon die ersten Minuten des 16-minütigen…

Weiterlesen
10.3
Reviews

(48:41, CD, Black Widow, 2017) Bandname und Albumtitel legen es nicht unbedingt nahe, und die knapp 50 Minuten Musik lassen diesen Schluss ebenso nicht zwingend zu, aber Phoenix Again zählen zu den vielen hoch talentierten Formationen aus bella Italia, die hier vorgestellt werden. Wer sich für die aufwändigen Colossus-Sampler interessiert (zum Beispiel die "Decameron"-Reihe), wird ihren Namen dort schon mal gelesen haben. Wie in der Auflistung unten abzulesen ist, handelt es sich fast um ein Familienunternehmen. Gegründet wurde die Band bereits Anfang der 80er, doch bis zur Veröffentlichung des ersten Tonträgers verstrichen viele Jahre. „Threefour“ heißt das Debütalbum, das 2010 erschien und dem drei Jahre zuvor…

Weiterlesen
11.0
Reviews

(69:10, CD, Mellowjet Records, 2017) Otarion nennt sich der Elektronikmusiker Rainer Klein, der in schöner Regelmäßigkeit seine Alben beim Mellowjet Records Label von Bernd Scholl alias Moonbooter herausbringt. Nur knapp ein Jahr ist nach dem letzten Werk “Constellations And The Red Threat“ vergangen. Seit dem 2013er-Album „Out Of Eden“ veröffentlicht er in dieser hohen Schlagzahl seine Alben, sein somit also bereits fünftes. Vier weitere Alben wurden zwischen 1997 und 2004 produziert, sodass der Siegener schon so einiges vorzuweisen hat. Wie der Musiker im Booklet schreibt, sind die Kriterien für die Auswahl seiner Stücke klar definiert. Sie sollten kraftvoll und mit…

Weiterlesen
11.3
Reviews

(47:44, CD, Black Widow, 2017) Wer ein Faible für Italoprog hat, muss sich um ausbleibenden Nachschub keine Sorgen machen - ganz im Gegenteil, der Boom geht weiter. Immer wieder schießen brillante Newcomer aus dem Boden, oder aber alte Hasen aus den 70ern werden wieder aktiv, wie gerade erst Acqua Fragile. Panther & C. sind keine Newcomer, aber noch nicht so bekannt wie sie es verdient hätten. Mit ihrem 2015 erschienenen Debüt "L'Epoca Di Un Altro" hatten sie bereits ein Ausrufezeichen gesetzt, und das gerade auf Black Widow Records erschienene zweite Album belegt, dass mit dem Erstling das Pulver noch längst nicht verschossen war. Die Band hat ihren Sound noch etwas verfeinert…

Weiterlesen
11.0
Reviews

(58:48, CD, Eigenproduktion/JustForKicks, 2017) Für den Rezensenten eine bisher völlig unbekannte Größe, entpuppt sich diese Formation um den in London lebenden Musiker Pedro J. Caparrós als exzellenter Newcomer in der Progszene. Die Besetzung im Detail: Andy Mitchell - lead vocals Pedro J. Caparrós (Breed 77) - electric guitar / classical guitar / backing vocals Luca Forlani - bass guitar Mauro Paderni - electric guitar / acoustic guitar / oud / backing vocals Iban Sanz - drums. Als Gäste kommen hinzu: Sergio Ramos Cebrián - drums / percussions David Vaughan - piano Pedro Fuentes Barranco - first tenor solo Guillem Grimalt Gornals…

Weiterlesen