Cinematic Heavy Post Rock
(22:03; Digital; Eigenveröffentlichung; 15.05.2026)
Mit "Awe" konnte mich der Georgier Sergei Guselnikov in 2024 schnell auf seine Seite ziehen, kam die Mischung aus cinematisch aufgeladenen Bildern in Kombination zu härteren Riffs und Sprachsamples schwer auf den Punkt.
"Fracture" macht genau da weiter, zwei kurze Intermezzi und drei längere Stücke sind Inhalt der Veröffentlichung. Filmisches Piano-Spiel, massive Riffs im Titelsong schaffen hervorragende Spannungsbögen, spielen die Kontraste im Post Rock des Einmann-Projektes gut erlebbar in den Fokus.
'Pattern' nimmt sich in über sieben Minuten Zeit und findet wie eine aufgehende Blume Resonanz im Sonnenlicht. Leise/Laut, ein subtiler Beginn, der dann mit viel Power und Zuversicht Wände einreißt.
Immer wieder schön, wie der Musiker Licht flutet, die Dynamik in die genretypische Wall of Sound hoch schichtet und Kopfkino schenkt. Etwas Größenwahn kommt dann auch noch auf die Torte oben drauf, drückt das Crescendo immer wieder in Kippmomente, was dem Pathos, der cineastischen Melancholie wundervoll in die Arme spielt.
Im abschließenden 'L'esperánce' kommts dann sogar noch etwas kolossaler, größer..wieso nicht? Wenn man Pathos, pastorale Tragik, lichtflutenden Postrock mit all dem Schönen und Guten liebt, wissen diese knapp 20 Minuten des Georgiers ein vollmundiges Zwischendurchhäppchen zu generieren, bei dem es für Genre-Enthusiasten eine klare Empfehlung erneut auszusprechen gilt.
Bewertung: 12/15 Punkten
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Abbildungen: So Far As I Know


