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    Betreutes Proggen
    Du bist hier:Home»Reviews»Lake - Four

    Lake - Four

    6
    By Marc Colling on 29. Juni 2026 Reviews

    LAKE - FourWestcoast-Rock • Poprock
    (42:32; CD, Digital, Vinyl; LAKE/OPEN - The Orchard; 05.06.2026)
    Genau fünfzig Jahre nach ihrem Debüt kommt mit "Four" ein neues Album der Band aus dem Norden Deutschlands in die Läden. Genau genommen ist es das zehnte, aber außer auf den ersten drei hatte die Band anschließend nicht mehr viel mit der Anfangsformation zu tun. Doch jetzt sind wieder vier Originalmitglieder zusammen. Was bewegt also Mittsiebziger dazu, sich noch einmal den Stress einer Aufnahme anzutun? Dazu auch noch einen Spitzendrummer aus den USA in Person von Kenny Aronoff zu engagieren?

    Die Antwort ist einfach: wer wie ich den Sound von LAKE bereits in den 70ern genossen hat, der wird begeistert sein. Die Originalmitglieder hatten wieder echt Bock. Es hört sich an wie damals, als wäre die Zeit stehen geblieben. Alle anderen, die LAKE damals nicht kennenlernten, dürfen sich gerne anschließen und auch wenn die Musik kein Prog ist, so ist sie doch für Deutschlands Musikszene wichtig. Die Jüngeren unter uns wissen es vielleicht nicht, aber LAKE waren vor fünfzig Jahren eine sehr erfolgreiche Band mit einem Westcoast-Sound, den man in Deutschland nicht für möglich hielt. Also in gewissem Sinne doch progressiv....... Dazu waren sie noch mit einer großen Tournee erfolgreich in den Staaten unterwegs. Tracks wie 'Hey Sam' oder 'The Road Is Long' sind auch in der heutigen Zeit relevant und nötig, um sich mal wieder handgemachter Musik hinzugeben. Oder 'This Can't Go On'. Klasse gemacht mit viel Drive und typischem Gute Laune- und Sonne-Feeling. Unerwähnt sollte auch der Einstieg ins Album mit 'Boy On A Mission' nicht bleiben. Da ist man als Hörer sofort hellhörig und aufmerksam. So einfach kann geile Mucke klingen.

    James Hopkins-Harrison, der Originalleadsänger, verstarb leider schon 1991 und wird auf diesem Album von zwei Gastsängern ersetzt, die beide einen sehr guten Job machen. Dass die restlichen Musiker allesamt Könner an ihren Instrumenten sind, hört man immer noch. Ob die Gitarre mit Alex Conti, die Tasten mit Detlev Petersen und Geoffrey Peacey oder der Basser Martin Tiefensee, sie sind allesamt voller Spielfreude. Und genau diese Lockerheit geht ja leider vielen Künstlern heutzutage ab. Vielleicht liegt es an ihrem Alter, vielleicht aber sind sie sich ihres eigenen Könnens einfach nur bewusst und müssen niemandem mehr etwas beweisen. Lange kein Album mehr gehört, das mir soviel Spaß bereitet hat. Auch ohne Prog. Dafür mit viel Gefühl und, ich gebe es ja zu, einem gewissen Nostalgieblick. Oder Hör....
    Bewertung: 11/15 Punkten


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    Rob Reynolds – Lead and Background Vocals
    Ian Cussick – Lead and Background Vocals
    Alex Conti – Guitars and Background Vocals
    Martin Tiefensee – Bass
    Geoffrey Peacey – Organ, Clavinet, Keyboards and Background Vocals
    Detlef Petersen – Piano, Wurlitzer, Akkordeon, Keyboards and Background Vocals

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    Abbildungen mit freundlicher Genehmigung von LAKE/Frank Pagen

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    Alex Conti CD Detlef Petersen Deutschland Digital Geoffrey Peacey Ian Cussick Lake Martin Tiefensee Rob Reynolds Rock Vinyl Westcoast
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    Marc Colling

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    6 Kommentare

    1. Hamburger on 5. Juli 2026 15:40

      Dass Ian Cussick in diesem Review zum Gastsänger degradiert wird, ist schon traurig. Ein bisschen Recherche hätte zu Tage gebracht, dass er der Vorgänger von J. H. Harrison ist und somit der Original Sänger der Band. Harrison war freilich der Sänger, der entscheidend zum Durchbruch der Band beigetragen hat. Ian Cussick hat sich als Solo Interpret jedoch auch einen Namen gemacht. Häufig mit Musikern aus dem Lake Umfeld. Er ist im Übrigen schon seit einigen Jahren wieder in der Band. Stimmlich ist wohl altersbedingt etwas eingeschränkt weswegen man wohl einen zweiten Sänger engagiert hat.

      Reply
      • Marc Colling on 5. Juli 2026 16:03

        Auf welchem Album hat Ian Cussick denn gesungen? Ob ursprünglicher Sänger oder nicht, beim ersten Album war er nicht mehr dabei.

        Reply
        • Hamburger on 5. Juli 2026 16:28

          Vor dem Debüt bei CBS gab es 1973-1975 drei Singles auf Polydor auf denen Ian Cussick gesungen hat. Die Songs hatte jeweils Peterson geschrieben. Wie bereits erwähnt, mit Hopkins-Harrison hat sie den Durchbruch, aber das war eben nicht der Anfang. Und Ian Cussick ist ja auch kein Nobody und sicher nicht nur Gastsänger bei Lake.

          Reply
    2. Marc Colling on 5. Juli 2026 16:41

      Das mit den Singles stimmt, kann man problemlos im Netz nachprüfen. Wir rezensieren hier aber komplette Album oder hier und da noch EP’s.

      Reply
    3. Georg on 23. Juli 2026 13:58

      Ja, Marc, das höre ich genauso wie du. Vielleicht eher begrenzt auf die ersten beiden Alben, der Kapelle.
      Alle darauf folgenden Alben hatten bei mir nur noch einen “Sammelstatus”.
      “Vier” ist für mich ein heiteres, beschwingtes Album, welches auch bei mir nostalgische Gefühle an diese erfolgreiche Anfangszeit der Kapelle, insbesondere in den Staaten, erinnern lässt.

      Reply
      • Marc Colling on 20. August 2026 8:33

        Genau getroffen. Nach vielen Rotationen bin ich voll einverstanden mit deiner Einschätzung. Heiter und beschwingt. Nostalgie spielt sicher auch mit, aber so verkehrt ist das ja nicht 😉

        Reply
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