Close Menu
    Instagram YouTube
    YouTube Instagram
    Betreutes Proggen
    • Home
    • Live on Tour
    • Konzertberichte
    • Reviews
      • Review Archiv
    • Merch
    • Interviews
    • News
    • Blog
    • Vorschau
      • Vorschau Reviews
      • Vorschau Konzertberichte
      • Vorschau Interviews
    • Links
      • Bands
      • Labels
      • Venues
      • Veranstalter & Agenturen
      • Betreutes Booking
    • Betreutes Proggen
      • Über Betreutes Proggen
      • Notensystem der Bewertungen
      • Newsletter
      • Suche
      • Das Team
      • Mitmachen bei BetreutesProggen.de?
      • Kontakt
      • Deine Werbung/Your ad @ BP
      • Proudly Powered By WP
    Betreutes Proggen
    Du bist hier:Home»Reviews»Mawiza - Iñ Mongeletew (EP)

    Mawiza - Iñ Mongeletew (EP)

    0
    By flohfish on 6. November 2026 Reviews
    Mawiza - Iñ Mongeletew (Season Of Mist; 06.11.2026)
    Credit: Txalkan

    Indigenous Groove Metal • Tribal • Acoustic
    (21:56; Digital; Season Of Mist; 06.11.2026)
    Verschiedene Sprachen haben einen ganz eigenen Klang. Deshalb freue ich mich immer, wenn ein Album einmal nicht auf Englisch, Deutsch, Französisch oder Spanisch eingesungen wurde. Wenn Opeth beispielsweise auf Schwedisch singen, bekommt ihre Musik in meinen Ohren gleich ein anderes Kolorit. Noch spannender wird es bei Sprachen, die unseren Ohren vollkommen fremd sind: OU (Mandarin), Envy (Japanisch), The Hu (Mongolisch) oder Quinquis (Bretonisch) zeigen, wie sehr die eigene Muttersprache den Charakter einer Musik prägen kann – ganz unabhängig davon, was sich instrumental so abspielt.

    Mit Mawiza kommt nun eine chilenische Formation hinzu, die auf Mapuzungun singt, der Sprache des indigenen Volkes der Mapuche. Nach dem 2025 erschienenen "Ül" legt das Quartett mit "Iñ Mongeletew" eine akustische EP nach. Drei Stücke des Vorgängers wurden dafür neu interpretiert, hinzu kommen zwei bislang unveröffentlichte Songs. Groove Metal ist das hier zwar nicht mehr, verdammt groovy ist die EP aber trotzdem. Wer eine weichgespülte Folklore-Ausgabe erwartet, darf seine Vorstellung gleich wieder einpacken. Mawiza verzichten auf verzerrte Gitarren und die gewohnte Wucht ihrer Perkussion, nicht aber auf musikalische Eigenständigkeit und kulturelle Verwurzelung.

    Wüsste man nicht, welchem Volk Mawiza angehören, ließe sich ihre Musik kulturell kaum eindeutig verorten. Parallelen zu Heilung oder The Hu sind durchaus vorhanden, auch wenn die musikalischen Wurzeln aus einem ganz anderen Umfeld stammen. ’Wingkawnoam’ hätte ich beispielsweise eher irgendwo in Sibirien verortet, während der Gesang in ’Wüzapiwken’ zumindest eine Ahnung davon vermittelt, dass man es mit Musik vom amerikanischen Doppelkontinent zu tun hat. Aber was weiß ich schon, ich bin schließlich kein Ethnologe.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Mehr Informationen

    Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

    Dass Musiker mit einer Vorliebe für Tribal- und Folklore-Elemente unabhängig von ihrem kulturellen Hintergrund zusammenfinden, zeigt auch die Verbindung zu Sepultura. Im Oktober 2026 standen Mawiza beim letzten Konzert der Brasilianer in Santiago auf der Bühne und spielten deren ’Kaiowas’ vom 1993er Album "Chaos A.D.". Auch auf "Ül" gab es prominente Unterstützung: Joe Duplantier von Gojira steuerte Gesang zum abschließenden ’Ti Inan Paw-Pawkan’ bei. Auf der akustischen EP müssen wir auf ihn verzichten. Dafür erweitern Mira Ceti von Heilung und Anne Olsen von Danefae gemeinsam mit Fabi Liqen das Stück ’Mür’ um zusätzliche Stimmen.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Mehr Informationen

    Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

    Traditionelle Instrumente wie Pifilca und Kultrún sorgen dafür, dass das Ganze nicht wie nachträglich aufgesetzte Folklore-Dekoration wirkt.

    Auch inhaltlich bleibt die EP eng mit der Kultur der Mapuche verbunden. Gemeinschaft, Ahnen, Naturverbundenheit und Dekolonisierung ziehen sich durch die Stücke. Besonders ’Mamüll Reke’ verbindet eine ruhige, beinahe rauchige Lagerfeueratmosphäre mit dem Gedanken an Widerstand und den Erhalt überlieferten Wissens. Zum Abschluss schlägt ’Ti Inan Paw-Pawkan’ wieder einen düstereren Ton an und richtet den Blick auf Umweltzerstörung und den Verlust natürlicher Lebensräume. Mapuzungun ist zudem eine bedrohte Sprache, deren Weitergabe an jüngere Generationen zunehmend schwieriger wird. Dass Mawiza konsequent darin singen, ist deshalb weit mehr als ein ungewöhnliches Stilmittel. Sprache, Instrumentierung und kulturelle Identität bilden hier eine überzeugende Einheit.

    Allerdings hat die konsequente akustische Ausrichtung auch ihre Schattenseiten. Die Abkehr von internationalen Metal-Klängen führt zwar näher an die Kultur der Mapuche heran, nimmt der Musik aber zugleich eine entscheidende Ebene, an die Hörer westlicher Musik anknüpfen können. Gerade die verzerrten Gitarren, die wuchtigen Grooves und die Nähe zu Bands wie Gojira oder Sepultura bildeten auf "Ül" eine musikalische Brücke, die hier bewusst wegfällt. Wer die Metalversionen der Stücke bereits kennt, dürfte sich mit den akustischen Neuinterpretationen allerdings leichter tun. Deshalb empfehle ich jedem, der eher auf Gojira und Sepultura als auf Heilung steht, zunächst "Ül" anzuhören und sich anschließend auf die andere Klangwelt von "Iñ Mongeletew" einzulassen. Die akustische Variante macht den kulturellen Hintergrund zwar greifbarer, aber nicht zwangsläufig den Zugang zur Musik einfacher. Eine spannende Ergänzung zum Vorgänger ist die EP allemal, dessen musikalische Vielseitigkeit und unmittelbare Durchschlagskraft erreicht sie für mich jedoch nicht.
    Bewertung: 10/15 Punkten


    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Bandcamp. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

    Weitere Informationen

    Mawiza - Iñ Mongeletew (Season Of Mist; 06.11.2026)

    Besetzung:
    • Awka - Gesang, Rhythmusgitarre
    • Karü - Leadgitarre, Hintergrundgesang
    • Zewü - Bass, Hintergrundgesang
    • Txalkan - Schlagzeug, Perkussion

    Gastmusiker:
    • Fabi Hidalgo - Gastgesang auf 'Mür'
    • Anne Olsen - Gastgesang auf 'Mür'
    • Mira Ceti - Gastgesang auf 'Mür'

    Surftipps:
    • Homepage
    • Linktree
    • Bandcamp
    • YouTube
    • Wikipedia
    • Rezensionen, Liveberichte & Interviews

    Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Season Of Mist zur Verfügung gestellt.

    image_pdfArtikel als PDF herunterladenimage_printArtikel drucken
    Acoustic Anne Olsen Awka Chile Digital EP Fabi Hidalgo Groove Metal Indigenous Groove Metal Indigenous Metal Karü Mapuche Mapuche Nation Mapudungun Mapuzugun Mawiza Mira Ceti Santiago de Chile Season Of Mist Tribal Txalkan Wallmapu Zewü akustisch
    Share. Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr Email
    flohfish
    • Facebook
    • Instagram

    1978 in Traben-Trarbach geboren und seit 2014 in Köln ansässig bin ich noch immer ein echter Globetrotter. Ziehe ich gerade einmal nicht trampend und couchsurfend mit meiner Frau Inga durch die Welt, so arbeite ich als Sozialpädagoge in der Inklusionsbegleitung sowie in der Einzelfall- und Familienhilfe. Nebenberuflich bin ich als Stadtführer für Free Walk Cologne tätig. Außerdem nähen Inga und ich hin und wieder noch immer unsere Travelling Monkeys, handgefertigte Stoffaffen. Musikalisch in den 90ern sozialisiert, wuchs ich mit Grunge (Pearl Jam, Nirvana), Prog (Marillion, Dream Theater), Punk (Bad Religion, NoFX), Gothic Metal (Paradise Lost, My Dying Bride) und Crossover (Rage Against the Machine, Faith No More) auf. Für mich sind die letzten zehn Jahre musikalisch so ziemlich die spannensten, die ich bisher erlebt habe, da in dieser Zeit viele jener verschiedenen Stile musikalisch zusammengführt worden sind.

    Related Posts

    11.0

    Sunday, June - Cinema

    6. November 2026
    14.0

    Morgan Ågren - Sorry I'm Late, I Saw a Dog

    6. November 2026
    11.0

    Cult Of Luna - In The Shadow of Your Shadow

    5. November 2026
    Leave A Reply Cancel Reply

    Hinweis: Mit dem Absenden deines Kommentars werden Benutzername, E-Mail-Adresse sowie zur Vermeidung von Missbrauch für 7 Tage die dazugehörige IP-Adresse, die deinem Internetanschluss aktuell zugewiesen ist, in unserer Datenbank gespeichert. E-Mail-Adresse und die IP-Adresse werden selbstverständlich nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Du hast die Option, Kommentare für diesen Beitrag per E-Mail zu abonnieren - in diesem Fall erhältst du eine E-Mail, in der du das Abonnement bestätigen kannst. Mehr Informationen finden sich in unserer Datenschutzerklärung.

    Werbung
    Kult41 - Konzerte: selbstgebaut, selbstbestimmt, selbstverwaltet
    Oliver Wakeman and his Band - From a Page
Presented by BetreutesProggen.de
    ProgRock-Tribute-Festival
    Home of Ancient, Modern and Future Progressive Rock Music
    Avicenna hilft. Helfen Sie Avicenna.
    ProgMotion @ Club Zentral
    MangoWave Magazine
    Bild_Klaus
    OliverWakemanBand-ShockCity-FAPTour-poster-full
    Flyer_ProgTributeFestival
    progalley_werbebanner
    avicenna-ad-banner
    SicherheitsBerater-NL
    Werbebanner_betreutesproggen
    proken_betreutesproggen
    MangoWave
    DeineWerbungHier
    Newsletter
    Ihr wollt nichts mehr verpassen? Dann tragt euch doch in unseren Newsletter ein!

    Mehr zu unserem Newsletter erfahrt ihr hier!

    Neueste Beiträge
    • Mawiza - Iñ Mongeletew (EP)
    • #NowPlaying
    • Sunday, June - Cinema
    • Es gibt live, Baby (KW 45/26)
    • Morgan Ågren - Sorry I'm Late, I Saw a Dog
    • Cult Of Luna - In The Shadow of Your Shadow
    • ProgNews
    • Age Of Life - Emergence – Part 1
    • Valley - Sky Burial (EP)
    • Devin Townsend - The Moth – The War – Live In Groningen
    • The Tangent - Was
    • Bosco Sacro - Inhabit
    • Asia - Indigo
    • Kosmoberkh - Troglobiten In Absonderlicht
    • Gates Of Kiev - Gates Of Kiev
    Neueste Kommentare
    • Achim Hoppius zu Virgil Donati - Ruination
    • Henri zu Marillion, Unbelievable Truth, 23.10.26, Eindhoven (NL), Muziekgebouw, Hertog Jan Zaal
    • Jens Maurer zu The Dear Hunter, Pale Amber, 02.10.26, Stuttgart, Club Zentral
    • Klaas zu Marillion, Unbelievable Truth, 23.10.26, Eindhoven (NL), Muziekgebouw, Hertog Jan Zaal
    • Georg zu Alex Henry Foster - The Fragile Beauty (Of New Morning Hopes)
    Meistgelesene Beiträge
    • Steven Wilson - Requiem For A Village 754 Aufrufe
    • Asia - Indigo 250 Aufrufe
    • Cult Of Luna - In The Shadow of Your Shadow 248 Aufrufe
    • Morgan Ågren - Sorry I'm Late, I Saw a Dog 105 Aufrufe
    • Sunday, June - Cinema 80 Aufrufe
    • Devin Townsend - The Moth – The War – Live In Groningen 77 Aufrufe
    • The Tangent - Was 64 Aufrufe
    • Age Of Life - Emergence – Part 1 49 Aufrufe
    • Gates Of Kiev - Gates Of Kiev 49 Aufrufe
    • Es gibt live, Baby (KW 45/26) 43 Aufrufe
    Wo ist der Progressive Newsletter hin?
    Progressive Newsletter wurde im Februar 2015 mit BetreutesProggen.de vereinigt. Die alte PNL-Seite findet ihr aber weiterhin als Archiv hier:
    Progressive Newsletter
    Archiv
    Review-Archiv (Audio- u. Video-Medien) von BetreutesProggen.de und unserem Vorläufer Progressive Newsletter (Est. 1995)
    Betreutes Proggen
    Über uns
    Kontakt
    Impressum
    Datenschutzerklärung
    Sitemap
    Soziale Netzwerke
    Facebook
    YouTube
    Instagram
    Benutzer (nicht angemeldet)

    Einloggen

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.