
Hard Rock
(45:34; CD, Vinyl, Digital; Dark Essence Records/Plastic Head; 17.04.2026)
„Here Be Draken“! Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das Trio aus Oslo lässt sich leicht zwischen Motörhead, Heep (das Riffing!) und Entombed verorten, sorgt, wenn es darauf ankommt, mit eigenen Duftmarken, aber auch für relative Eigenständigkeit. Genauer gesagt, sorgt fluffige bis ambitionierte Hardcore-, Stoner- und Psychedelic-Schübe für die nötige Abwechslung und katapultieren das dritte Album der Norweger in den von Acts wie Hällas initiierten Adventure Rock. Weil – Abenteuer gibt es hier im Minutentakt, wenn man denn auf gepflegte Heavyness steht.
Der Opener ‚The Great Deceiver‘ kommt bulldozer-gleich und bereitet auf die Dinge vor, die da noch kommen sollen. Wie etwa das leicht angeproggte Schwergewicht ‚Jólablót‘, bei welchem einem dann klar wird, dass der Bulldozer eigentlich ein Mastodon auf Einzelstampede ist. Die ‚Saturday Night Head Removal Extravaganza‘ gibt sich als das Draken-eigene ‚Ace Of Spades‘, ‚Endtyme‘ als Stoner-Rocker mit psychedelischer, fast schon übervorsichtig entspannter Note. Danach wächst garantiert kein Gras mehr. Obwohl, ganz richtig ist das nicht … Und da ist dann noch der Epilog, der auf den sympathischen Titel ‚Shit Show‘ hört. Was sicher nicht auf die Sache an sich gemünzt ist.
Bewertung: 10/15 Punkten
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Abbildungen: Draken/Bandcamp

