Autor: Carsten Agthe

-Vermessungsingenieur -Weltenbummler -involviert in: Ornah-Mental, Nostalgia, Vanille & The Woodpeckers, Palin-Drone, Stella Maris, Das Zeichen (RIP), Schl@g, Karmacosmic...

11.0
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(55:36, Vinyl, Digital; Vitruve Records, 01.03.2024) Der Bandname deutet schon einmal an, in welche Richtung es bei den Schweizern und deren Debüt-Album geht. Denn vor allem in postrockenden Refugien sind sich die hier tätigen Institutionen nicht verlegen um phantasievolle und in diesem Sinn auch richtungsweisende Namen. Fall Of Leviathan nun nehmen sich dem Post Rock in seiner Urform an, nämlich von Projekten wie Godspeed You! Black Emperor, Mogwai, This Will Destroy You oder Explosions In The Sky kreierten Blaupausen und versehen ihn mit einer eigenen Duftnote. Ellenlange Aufbauten sorgen hier für die angestrebten Spannungsbögen und lassen die Klangkörper dann auch…

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12.5
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(91:15, CD, Vinyl, Digital; Spoon Records/Mute, 23.02.2024) Die Improvisation ist des Künstlers Spielwiese zum Ausloten der eigenen Fertigkeiten. Die Band Can verpackte wie keine andere zuvor ihre Improvisationen in treibende Ekstasen zwischen Jazz und Rock und waren in ihrer Endemik vielleicht deshalb auch eine herausragende Komponente des Krautrock. “Can Live In Paris 1973” setzt die Serie historischer Livemitschnitte der Band fort, die mit “Can Live In Stuttgart 1977”, “Can Live In Brighton 1975” und “Can Live In Cuxhaven 1976” schon einen beachtlichen Vorlauf hat. Zum ersten Mal hier mit dabei Damo Suzuki, der aber schon bald darauf die Band verlassen…

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8.0
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(40:46, CD, Vinyl, Digital, Heavy Psych Sounds, 23.02.2024) Schwerfällig schleppt sich der Disastroid durch sein viertes Album. So schwerfällig, dass diese Last, die man eigentlich gar nicht trägt, sofort auf den Hörer übergeht. Billy Anderson, der sonst Sachen für Neurosis, die Melvins oder Sleep in die richtige Form bringt, produzierte, was so einiges erklärt. Die “Garden Creatures” sind denn auch kleine, possierliche Tierchen, die es dennoch faustdick hinter den Ohren haben. Mächtig schaben die klirrenden Gitarrenriffs das Fleisch von den Knochen, was auch mächtig Schmerzen verursacht. Und eben das färbt auch auf den Gesang von Sänger/Gitarrist Enver Koneya ab. Tracks…

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10.5
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(41:08, CD, Vinyl, Digital, Krakenduft Records/Broken Silence, 23.02.2024) Das ist doch einmal ein origineller Bandname, der so flüssig über die Lippen geht, wie die Musik selbst in die Gehörgänge flutscht. Die Dresdner machen eigenen Angaben nach so etwas wie Darksurf, Pathos, Heartbreak und Melancholy, also einen dafür gemachten Sound, es sich einmal in dunkelbunt poppigen Gefilden bequem zu machen. Nicht unbedingt traurig, wohl aber dezent nachdenklich machen Whowhooz ihren Erstling zum wohlfeilen Leidensweg lässig-angenehmer Tristesse. Dabei gibt es das Dresdner Konglomerat auf dunklen Gewässern surfender Sportsfreunde schon einige Zeit, nämlich ganze zehn Jahre. Womit dieses Debüt dann auch mehr als…

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(43:52, CD, Vinyl, Digital; Pelagic Records/Cargo, 23.2.2024) Die Überflieger des Post Rock mit ihrem zweiten Album. Mächtig gewaltig wie schon das Debüt “A Burial At Sea” schält sich “Close To Home” aus seiner eigenen Opulenz, die mit allem glänzt, was uns den Post Rock so dringlich angenehm macht. Begrabt mich dort, wo die See am tiefsten ist, um letztendlich Ruhe zu finden. Ja, A Burial At Sea sind Drama pur und wissen auch, wovon sie musizieren, leben die beiden aus Irland stammenden Hauptprotagonisten Patrick Blaney und Dara Tohill doch zur Zeit in Liverpool und somit am Rand der Irischen See.…

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12,0
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(41:05, Vinyl, Digital, Irascible Records, 26.1.2024) Passender Titel zu passender Musik. Beziehungsweise zu passenden Rhythmen. “Schrei mich nicht so an ich bin in Trance Baby” ist Voodoo Core in höchster Vollendung – an Wahnsinn grenzende Schlagzeugpatterns ebnen den Weg in einen Zustand der Trance, bei dem man nicht gestört werden möchte. Und wenn sich so langsam die Nebel verzogen haben, strukturieren sich die Umrisse eines Schlagzeugs heraus… Und die des Tiers von den Muppets (just kidding…). Nein, im Ernst, alles auf dieser Platte ist auf Groove ausgerichtet, Jonas Albrecht, eigentlich auch bei Schweizer Bands wie Tanche und Film 2 anwesend,…

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8.0
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(26:09, CD, Digital, Tempest Of Noise, 16.2.2024) Der Butterfly Bulldozer gibt sich als marodes Spaceship und startet unter diesen Umständen trotzdem zu seinem Jungfernflug. Gerade mit und auch wegen Captain Fuzz, der sich hier als Commander aufschwingt. Zusammen mit seinen Spießgesellen 0B-1, Zarkor, Rocket and Professor Tricks schmuddelt und fuzzed sich das Todeskommando, Millennium Falcon-gleich, weit nach draußen, in andere Universen und fremde Welten, in eine Reihe neuer Abenteuer. „As a series of humano-droids equipped with a fragment of consciousness is being marketed, the beginning of a new civilizational era emerges, plunging humanity into decline. Not equipped with this fragmented…

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12.0
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(41:19, CD, Vinyl, Digital, Heavy Psych Sounds, 16.2.2024) Schwer wiegt dann auch das Konzept des neuen Werkes des Bisons. Wieder einmal muss das Universum herhalten, um das aufzufangen, was von den Heavy Psychies aus Bella Italia konzipiert wurde. Und das mit großem Brimborium und effektivem Nachhall. Die „Echoes From The Universe“ ‚… based on the Norse Norns myth, who weave the threads of universal destiny on a tapestry, in which all existence, in a continuous mix of past, present and future, intersect and influence each other, thereby generating a kaleidoscopic vortex of infinite and unpredictable possibilities. For this reason, we…

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9.0
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(50:18, CD, MC, Digital, Noise Appeal Records/Sony, 09.02.2024) Eigentlich klingen Drive Moya ja wie eine Popband auf Rock. Das heißt, die Melodien und Hooklines sind schon irgendwie massenkompatibel, während die eruptiven Breitseiten, die schon mal ins Harsche/Noisige umschlagen können, sofort separieren. Das Trio aus Wien beschwört auf seinem zweiten Album das Ende herauf, was im musikalischen Sinn noch gar nicht einmal so dystopisch scheint. Denn die Songs machen auf Wohlgefälligkeit a la Placebo oder Filter, wirken also reichlich Nineties-like, was dem Anliegen von Drive Moya auf eine dezente Grungeness entgegenkommt. Balladeskes wie ‘Lonesome Heart‘ (schon der Titel rät zur Vorsicht!)…

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11.0
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(44:19, CD, Vinyl, Digital, Pelagic Records/Cargo, 26.1.2024) Nach Wang Wen ist FAZI nun schon die zweite Band aus China im Pelagic-Roster. Hier zeigt das Berliner Label auch wieder ein sicheres Händchen für Außergewöhnliches. Dabei erschien „Folding Story“, das immerhin schon fünfte Album des Vierers aus der Millionenmetropole Xi’An, 2022. Was natürlich kein Hindernis darstellt, das Werk nun auch für den europäischen Markt zugänglich und die Band selbst über China hinaus bekannt zu machen. Könnte klappen, denn trotz ihrer Herkunft klingt die postrockende Extravaganz von FAZI nun einmal keine Spur endemisch, sondern orientiert sich hörbar an den Größen dieses Genres. Die…

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