French TV – Ambassadors Of Good Health And Clean Living (Number Eleven)

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French TV - Ambassadors Of Good Health And Clean Living (2016)(50:04, CD, Pretentious Dinosaur Records, 2016)
Mit ziemlicher Verspätung ist dieses Werk bei uns eingetrudelt – gleich im Doppelpack zusammen mit Nummer Zwölf. Und gerne sei nicht nur Aktualität gefragt, sondern auch das Vorgängeralbum an dieser Stelle vorgestellt, denn diese Scheibe hat es definitiv verdient!

Nummer Elf darf wörtlich genommen werden, denn es handelt sich in der Tat um das elfte Album der Amerikaner. Ihr gleichnamiges Debütalbum stammt aus dem Jahr 1984, die Besetzung hat sich im Laufe der Jahre immer wieder verändert, vom ursprünglichen Line-Up ist lediglich noch Mike Sary (Bass, Loops, Samples) dabei.

Sämtliche sechs Songs sind Gemeinschaftskompositionen, an denen neben Sary noch Gitarrist Katsumi Yoneda, Drummer Mark L. Perry und die beiden Keyboarder beteiligt sind. Dabei bedient Takao Kawasaki die Tasten auf vier Titeln, Kollege Ryuji Yonekura auf den restlichen beiden.

Das Album ist rein instrumental gehalten, schlechte Gesänge zerstören hier also schon mal nicht das Gesamtbild. Schon die Songtitel spiegeln das wider, was der Musik auch durchweg anzuhören ist: Spaß! Ihre Musik ist komplex, verspielt, an der Grenze zum Anstrengenden, aber: sie macht nicht nur den Musikern Spaß, sondern sie hat genügend Potenzial, auch dem Hörer sehr viel Freude zu bereiten.

Ihre Mischung aus RIO/Retro/Fusion kommt glasklar und ausgesprochen frisch aus den Boxen. Schon der Opener ‚We’re Putting On Our Bulldog Faces (And Hoping Something Good Happens)‘ zeigt mustergültig, wo es lang geht. Da wird zwar ordentlich gefrickelt, aber sie verlieren dabei den Faktor Melodie nicht komplett aus den Augen. Tasten und Gitarre agieren hervorragend zusammen und auch Drummer Perry erweist sich als recht einfallsreich.

Ein weiterer Anspieltipp ist ‚Rocka-Saggy-Baby-Bubba-Shaggy-Baba-Boo‘. Was hätte man sich unter diesem Titel wohl für eine Art Musik vorgestellt? Nun, diesen Song vermutlich eher nicht. Sehr schön, wie hier beispielsweise Orgel und Gitarre interagieren. Das ist zwar stellenweise harter Tobak, aber diese Klangvielfalt beeindruckt. YoYo, also Yoneda und Yonekura, spielten übrigens schon in der japanischen Formation TEE zusammen.

Fazit: French TV machen Spaß und erhalten lockere elf Punkte für Album Nummer Elf!
Bewertung: 11/15 Punkten (JM 11, KR 11)

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Festivalbericht: French TV beim Prog 66 Meeting (2012)
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French TV – Ambassadors Of Good Health And Clean Living (N…

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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