MMTH – Paternoster

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MMTH - Paternoster (2017)(58:49, Download, Bandcamp, 2017)
Es könnte alles so einfach sein. CUTE steht für Collapse Under The Empire, GY!BE für Godspeed You! Black Emperor, TWDY für This Will Destroy You, EITS für Explosions In The Sky… Und MMTH? Nein, nicht etwa für Morning Muffins Takes Hot oder Manfred Mann’s Totally Hitappeal sondern simpel und einfach für Mammoth. Aber so simpel und einfach macht es uns die Band aus Aurich dann doch nicht.

Gut, anfangs plätschert es behaglich hin, im an den Anfang gestellten Titeltrack, aber eben das ist nur die Ruhe vor dem Sturm, der – wie man eigentlich schon ahnt – wenig später mit voller Wucht auf den Hörer einbricht. Souverän und stoisch schaukeln sich die instrumentalen Tracks zu ihrem eigenen kontrollierten Kollaps auf, nur um hin und wieder einen in anheimelnde Melodien getränkten Sonnenstrahl hindurchzulassen. Ganz viel Drama passiert bei ‚Träumen Wale vom Fliegen‘ – berechtigte Frage, das sich in seinen zehn Minuten vom Unheil verkündenden Glockenschlag in semimetallische Eskapaden hineinsteigert.

Nachfolgendes ‚(It Takes Two To) Tango‘ wartet wirklich mit ein paar Metal-Avancen auf ehe sich MMTH in ‚Tidal Waves‘ in wirkliche Höhen wuchtet. Diese Qualität wird gehalten, nämlich in den beiden Stücken ‚A Thousand Years‘ und ‚Pogba Is The New Zidane?‘ – gleichfalls eine gute Frage! Ende der Platte. Ende? Nein, ganz wie bei einem echten Paternoster gibt es auch hier einen ewigen Kreislauf.
Bewertung: 12/15 Punkten (CA 12, KR 11)

Mammoth (Bandpic)

Walversteher: MMTH Foto: Künstler

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Über den Autor

Carsten Agthe

-Vermessungsingenieur
-Weltenbummler
-involviert in: Ornah-Mental, Nostalgia, Vanille & The Woodpeckers, Palin-Drone, Stella Maris, Das Zeichen (RIP), Schl@g, Karmacosmic…

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MMTH – Paternoster

von Carsten Agthe Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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