Autor: Carsten Agthe

-Vermessungsingenieur -Weltenbummler -involviert in: Ornah-Mental, Nostalgia, Vanille & The Woodpeckers, Palin-Drone, Stella Maris, Das Zeichen (RIP), Schl@g, Karmacosmic...

7.0
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(42:21, Vinyl, Digital, BeCoq Records, 2019) Ssssssspektttttttakkkkkkulärrr? Wwwwwwegwwwwweisenddd? Sicher, aber und auf jeden Fall mächtig innnnteeeressssssannnt. Es war das Timezone-Festival, als sich der Percussionist Giovanni Todisco, Synthesist Giuseppe Candiano alias Trrmà und der amerikanische Komponist/Pianist Charlemagne Palestine über den Weg liefen, das gegenseitige Schaffen für gut befanden und es so ebenfalls für gut befanden, eine Kollaboration in die Wege zu leiten. Diese passierte dann auch gleich hier, im italienischen Bari. Die hieraus resultierenden „sssseegmmeentss frrooom baaari“ beinhalten dann derer zwei, nämlich jeweils über zwanzigminütige freigeformte Tracks, die ihre Kraft und Suspense aus dem Augenblick ziehen. Langsam aber sicher kommen die…

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9.0
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(56:01, Digital, Eigenvertrieb, 2019) „It was made inside a hospital during a one year treatment against cancer…“. Womit das aktuelle Album des brasilianischen Elektronikers André Perim zu einer wahrhaften Herzensangelegenheit wurde. Und dieser Umstand mag dann auch eventuell die melancholische Düsternis erklären, welche die Basis der „Side Effects“ bildet. So startet der Elektroniker dann auch dementsprechend nachdenklich mit ‚Digital Drugs‘, derweil dieser Art Drogen schon fast ausreichend sind, den Hörer in einen dämmerähnlichen Zustand zu versetzen. Derweil die hoch modulierten Synthesizerklänge in ‚Egodrome‘ - mit seinen siebzehn Minuten einer der beiden Hauptracks - ‚Echoes‘-Ambivalenzen zulassen, gerät das ebenfalls in seiner…

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11.0
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(41:25, CD, Vinyl, Digital, Tonzonen Records/Bertus, 2019) „If ‚The Court Of The Crimson King‘ was never produced, if France Gall had no reason to sing, what have been the muse?“ Das sind wirklich essentielle Fragen, die uns ‚The Baptist Preacher‘ anfangs hier stellt. Fragen, die wir uns so noch nie gestellt haben. Man möchte zwar nicht wissen, in welchem Gehirn man hier festsitzt, eben dieses wabert aber Lavalampengleich vor einer bunten Energie, die alles in sich bündelt, was einst, und hier ist die Zeit vor 40 bis 50 Jahren gemeint, irgendwie hip war. Die Orgel dräut auf krautrockigen Pfaden (der…

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7.0
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(40:07, CD, Vinyl, Digital, Atypeek Music/La Face Cachée, 2019) Ein Doppelnelson kann beim Gegner reichlich unangenehme Auswirkungen zur Folge haben, die bis hin zu Verletzungen der Halswirbel führen können. Also, am besten einen großen Bogen um Double Nelson machen? Nicht unbedingt. Obwohl die Band/das Duo, das mittlerweile schon seit 1986 zusammen ist und (so etwas wie) Musik macht, schon reichlich grenzwertig ist. Anhand der bisherigen Lebensdauer kann man davon ausgehen, dass Double Nelson schon jede Menge auf dem Kerbholz haben müssten. Haben sie auch. So ist „Erreur 89450“ das neunte Album der Institution, die sich schon mal als Trio zeigte,…

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10.0
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(19:37, CD, Digital, Atypeek Diffusion/Le Cri du Charbon, 2019) Wie muss man drauf sein, um so einen Sound zu fahren, wie es Shelter aktuell auf ihrer EP tun? Sicher reichlich schräg. Der mit Speed-Attacken beseelte Mathrock der Lyoner verdankt seinen Jazz-Aspekt einer durch diverse Filter und Effektgeräte gefeuerten Trompete, die an den Grenzbereichen des noch Aushaltbaren herumschmirgelt. Veröffentlicht schon in 2017, wird der 4-Track-Shortplayer nun via Atypeek rereleased, womit „Spetsnaz“ nun als physisches Relikt über den oder die geneigten Hörer kommt. Hier bekommt der Begriff ‚Brutal Prog‘, der vor kurzem irgendwo herumgeisterte, eine gänzlich neue Bedeutung. Dass es die Gitarren,…

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11.0
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(42:33, CD, Vinyl, Digital, Tonzonen Records/Bertus, 2019) Irgendwie kommen hierbei Assoziationen zu einer Band wie Sunn O))) auf, die allerdings komplett in die Irre führen, weil echolons))) - spätestens seit die Triple-Klammer das Bandkonterfei ziert - mehr als eine Schippe Echos in ihren Sound packten und mit ihrer EP „Mount Neverest“ fast in die Nähe von Biffy Clyro und Mars Volta gerückten waren. Nun also das zweite Album, mit welchem man sich eine eigene Nische zimmert, die bezüglich des hier Dargebotenen überdimensioniert bemessen wurde. Hier trifft alles zusammen, was zusammen gehört – progressive Ausuferungen, lässiger, anschmiegsamer Postrock, krawalliger Alternative Pop…

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9.0
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(43:21, CD, Vinyl, Digital, 4AD/Rough Trade, 2019) Dass einem die sieben Jahre zwischen dem letzten offiziellen Efterklang-Album „Pyramida“ und dem neuen Werk „Altid Sammen“ gar nicht einmal so lang erschienen sind, mag wohl daran liegen, dass zwischendurch das Live-Zeugnis „The Pyramida Concert“ sowie die bandeigene Oper „Leaves: The Colour Of Falling“ erschienen und die Mitglieder mit Liima ein Sideproject an den Start hievten, welches nun auch schon zwei Veröffentlichungen vor-weisen kann. Nach dieser mehr oder weniger intensiven Auszeit stehen die Weichen nun auf Zäsur und Neuanfang. Denn es hat sich doch ein wenig geändert bei Casper Clausen, Mads Brauer und…

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10.5
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(47:20, CD, Vinyl, Digital, Prophecy Productions/Soulfood, 2019) Dieses Debüt macht sich nach einer gefeierten Tour mit den kultigen Amenra mehr als notwendig. E-L-R beeindrucken auch auf "Mænad" mit hypnotischem Metalriffing, welches einen schon in erster Instanz in seinen Bann zieht, wöhrend man sich nach und nach in einem Netz aus schamanischen Vocals, Voodoo-Rhythmen und selbstvergessenem Abdriften in dunkelbunte Refugien verheddert. E-L-R, das sind Gitarristin S.M., Bassistin I.R. sowie Schlagzeuger M.K., und obwohl die Schweizer den extravaganten sphärisch erhebenden Doom nicht neu erfunden haben, machen die dabei doch eine überaus gute Figur. Scheinbar endlos schleifen sich transzendente metallische Breitseiten durch Raum…

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8.0
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(36:51, CD, Digital, Atypeek Music / Bruillance, 2019) Die Info ist so gut, die muss jetzt erst einmal zum Besten gegeben werden: „Dead Hippies is five guitars (Fender Jazzmaster) on stage, live they offer to reconcile body and mind, dance and pure feedback; a bit like Foreign Beggars flirting with Mogwai or Sonic Youth being remixed by The Bloody Beetroots.“ Was in ungefähr beschreibt, was bei den Dead Hippies alles so abgeht beziehungsweise zu erwarten ist. Die Hippies sind tot, es leben die Hippies. Auf "Resister" kollabiert die Institution aus Nantes mit einem Tohuwabohu aus Noise, Elektro, Gaga und Punkrock.…

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11.5
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(22:19, Digital, Eigenvertrieb, 2019) Rosetta überraschen uns immer wieder mit sympathischen Kleinformaten, welche es dann auf der bandeigenen Bandcamp-Seite dann auch zum ‘name your price’-Tarif gibt. Nach dem gar gewaltigen Album "Utopioid", welches vor zwei Jahren erschien, ‚beglückte‘ uns das Postrock‘n Metal Collective from Philadelphia Anfang diesen Jahres mit der überaus sympathischen "Sower Of Wind"-EP (die es nebenbei in verschiedenen Farbvariation als Vinyledition beim ebenso sympathischen Label Pelagic Records gibt), so folgt in noch nicht einmal Jahresfrist mit "Terra Sola" ein weiteres Kleinod, das auf gerade einmal zwanzig Minuten eine Menge zu bieten hat. Das gewaltige Titelstück, das mehr als…

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12.0
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(52:33, Vinyl, Digital, Dunk! Records, 2019) Das Genre des Post-Rock meint es in der letzten Zeit mit Gewaltigkeiten überaus gut mit uns. Nun kommt mit Ranges eine weitere dieser Art. Verzückte uns das Quartett aus Montana vor zwei Jahren schon einmal mit ihrem Vollzeitepos "The Ascensionist", so gibt es nun mit "Babel" eine satte Effektsteigerung. Hier vertonte man den Turmbau von Babel als mächtig gewaltige Postrock-Materialschlacht mit allem, was das Herz der Anhänger dieser soundtechnisch meist instrumental gehaltenen Musikspezies begehrt. Und so machen sich Ranges daran, Schicht für Schicht an Sound übereinanderzustapeln. Wobei der Bau recht zügig von sich geht,…

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10.5
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(44:41, Vinyl, Digital, The Sign Records, 2019) Vom Kitschcover einmal abgesehen, das für den hier in Szene gesetzten Sound sicher ein wenig zu lieblich und bunt geriet, ziehen Vokonis eigentlich mächtig vom Leder. Obwohl man sich der Bio zufolge auch von Pink Floyd beeinflusst sieht, sind die Schweden doch eher auf der dunklen Seite der Macht zu suchen. Auf ihrem dritten Album wurden die Gitarren einmal mehr bis ins Bodenlose tiefer gestimmt, was den Sound knietief im Modder von melodiösem Sludge’n Doom waten lässt. So kann es schon mal passieren, dass man sich dabei ertappt, Parallelen in Richtung bestätigter Hardrockhelden…

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12.0
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(35:18, CD, Vinyl, Digital, Erased Tapes / Indigo, 2019) Gut ist, wenn sich ein Auftragswerk zum eigenen Leben entwickelt. Genial, wenn es dann auch noch eine Größe erreicht, die von faszinierender Erhabenheit ist. Der Komponist Kieran Brunt, welcher immerhin schon mit Terry Riley zusammenarbeite, wurde vom Londoner Barbican Centre mit der Idee konfrontiert, eigens für das Possibly Colliding Festival von Nils Frahm einen Chor zusammenzustellen. Mit elf Sängerinnen und Sängern, allesamt Freunde und Bekannte des Musikers, gründete Brunt schließlich Shards, mit denen er seine vor allem auf menschlichen Stimmen basierenden Klangforschungen weiter ausbaute, ja, auf die Spitze trieb. Das Projekt…

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8.0
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(39:14, CD, Vinyl, Digital, Steamhammer / SPV, 2019) Merkwürdige Konstellation mittlerweile. Einer der Schmid-Brüder, nämlich Christopher, verließ die Band, aber nicht ohne sich noch eine Option offen zu lassen. Mithin schreibt er noch die Texte für die Gothik-Veteranen, derweil Julian Larre jetzt den Vocal-Part übernahm. Nun, da Gitarrist Oliver Nikolas Schmid der einzige Verbliebene der Urbesetzung ist, wäre der Weg auf zu neuen Ufern geebnet. Wäre! Aber, warum einen sich einmal als erfolgreich erweisenden Sound, welcher die Band den Weg durch die halbe Welt ebnete, ad acta legen? Und trotz aller Vorhersehbarkeit kann man "Bleeding The Stars" nicht vorwerfen, ohne…

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9.0
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(49:21, CD, Vinyl, Digital, Prophecy Productions/Soulfood, 2019) Paris ist um einen Traum reicher. Einen Traum in Musik. Weil sich Pencey Sloe anmutig auf vor allem traumwandlerischen Pfaden bewegen. Obwohl man sich den Bandnamen von J.D. Salinger auslieh, könnte das Sloe gleichsam für Slow stehen. Das Trio um Sängerin Diane Pellotieri schmeichelt sich auf seinem Debüt mit einer sympathisch weithin hallenden Mischung aus Dreampop und Shoegaze in des Hörers Ohr und obwohl die Gitarren von Valentin Beaucourt schon einmal schneidend die Szenerie beleben und Schlagzeuger Clemént Aulnois eher Rock- als Pop-affin zu Werke geht wirkt, „Don’t Believe, Watch Out“ wie aus…

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10.0
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(45:53, CD, Vinyl, Digital, H42 Records/Broken Silence, 2019) Ein Interimsalbum, das dem letzten SOAC-Werk „Continuum“ auf den Fuß folgt. Mit ihrem letzten Release etablierten sich die Schwergewichte aus Kent als ernstzunehmendes Argument auf dem Terrain des Post-Metal, wobei dieser Schritt ein langwieriger war, lagen doch zwischen dem Debütalbum und „Continuum“ ganze elf Jahre. Umso erstaunlicher, dass die Meister des gar nicht einmal so dezenten Riffs gerade einmal ein Jahr später mit ihren „Buried Memories“ wieder auf der Matte stehen. Wobei die Sache aber nicht aus eigener Energie entstanden ist, nahmen sich doch namhafte Zeitgenossen einiger SOAC-Songs an, um sie ihrer…

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11.0
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(43:13, CD, Vinyl, Digital, Lupus Lounge / Soulfood, 2019) Atmos über Atmos. Lupus Lounge nahm sich des Werks von Markov Soroka an und kommt erst einmal gewaltig, neben dem Drown-Monolith "Unsleep", der hier auch auf der Agenda steht, mit dem 2014er Aureole-Debüt "Alunar", das alle Ingredienzen enthält, was uns an dieser Spielart ambienten Metals so am Herzen liegt. Mithin wurde 2016 schon der Nachfolger "Aurora Borealis" veröffentlicht, aber erst einmal step by step. Gut Ding will Weile haben. Und "Alunar" ist wirklich gut. Sehr gut. Die dezent extremen Vocals halten sich in Grenzen, zaghaft und verhuscht trauen diese sich nicht…

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(47:47, CD, Vinyl, Digital, Tonzonen Records/Bertus, 2019) Da wird uns doch gleich gezeigt, dass wir uns auf einem Unendlichkeitstrip befinden. Ähnlich der Nachkommastellen der Zahl „Pi“ manifestieren sich hier Endlosschleifen in Sound aus wabernden Nebelmassen, die farbenfroh reflektieren. In der Besetzung Gitarre/Keys, Bass und Schlagzeug verkörpern auch Nazca Space Fox die heilige Dreifaltigkeit von stoned psychedelischen Exzessen. „Pi was recorded in several live sessions…“ weiß das Info erst einmal zu berichten, was bedeutet, dass auch auf „Pi“ der Augenblick zählt, dass der Wagen dann am Rollen ist, wenn die vor allem aus spontanen Improvisationen bestehende Basis ihren Höhepunkt erreicht und…

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11.0
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(27:54, Digital, Art As Catharsis, 2019) Arrangement-technisch versiertes Breitwandspektakel in der Kurzfassung. Für ihre neue EP legte sich das australische Duo Zeitgeber kurzerhand mit der Biologie an und breitete diese als instrumentales Konzept galant vor uns aus. Die Tracks hören auf die Titel '1010110 (Self)', '1010110 (Other)', '11010 (Self)' sowie '11010 (Other)' - Zahlencodes als Handlungsstrang. 'Die EP ist von der Philosophie von Alan Watts geprägt und untersucht die Vernetzung des Universums und die Beliebigkeit von Grenzen und dualistischen / binären Kategorien.' Womit sich Zeitgeber den eigenen Anspruch gesichert haben. Mittels exotischem Instrumentarium aus Handpan, Didgeridoo, Klarinette, Harmonium, Trompete und…

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9.0
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(45:47, CD, Vinyl, Digital, Unique Records/Rough Trade, 2019) Mit Rumpelfolk, näselnden Vocals und Mundharmonika machen Kenneth Minor schwer auf die Nachlassverwalter von good old Bob. Und das mittlerweile schon in dritter Instanz. Mit „On My Own“ veröffentlicht die Band um Singer/Songwriter Bird Christiani nun schon ihr drittes Album. Aber, während zwischen dem Debüt „In That They Can Not Help It“ (2010) und „Phantom Pain Reliever“ (2017) ganze sieben Jahre lagen, scheint der Pro-duktionsfluss nun ein wenig anzuziehen. Die Folkrocker aus Frankfurt am Main strafen ihrer Herkunft auch hier Lügen und spielen sich durch staubig anmutende Soundlandschaften, bei welchen man sich…

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