Autor: Carsten Agthe

-Vermessungsingenieur -Weltenbummler -involviert in: Ornah-Mental, Nostalgia, Vanille & The Woodpeckers, Palin-Drone, Stella Maris, Das Zeichen (RIP), Schl@g, Karmacosmic...

7.0
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(39:35, Vinyl, CD, Digital, Neurot Recordings/Cargo, 2019) Da haben die Deafkids ja bei Neurosis einen mächtigen Stein im Brett, war das brasilianische Trio doch bei der letzten Tour des postmetallischen Großkalibers zugegen und wird mit „Metaprogramação“ nun auch sein drittes Album auf dem Neurosis-eigenen Label Neurot Recordings veröffentlichen dürfen. Was insofern Sinn macht, da die Deafkids doch mit der gleichen Kompromisslosigkeit agieren wie ihre Förderer. Nur sind die Südamerikaner nicht in metallischen Gefilden, sondern in den trostlosen Brachen postindustrieller Landschaften unterwegs, in welchen noch der Lärm und der stoische Maschinenbeat vergangener Tage zu vernehmen ist. Sicher, „Metaprogramação“ ist wahrlich harter…

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11.0
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(70:25, Vinyl, CD, Digital, Denovali Records/Cargo, 2019) „Als Automatismus (plural: Automatismen) bezeichnet man in der Verhaltensbiologie alle Aktivitäten, die ohne erkennbare willentliche oder äußere Steuerung und Kontrolle vollzogen werden. Dies unterscheidet sie von Reflexen und Instinktverhalten, die zumindest durch äußere Faktoren beeinflusst werden können“ (Wikipedia). Mit dieser Intention als Grundlage könnte man das aktuelle Release des aus Sardinien stammenden Musikers Eugenio Caria aka Saffronkeira schon als Konzeptalbum sehen. Der Künstler betrachtet in diesem Zusammenhang vom Menschen geschaffene Kunst, die eher unbewusst entstanden ist. Soviel zum Konzept, das, auf „Automatism“ bezogen, eben auch ein Konzept bleibt. Weitaus entspannter und weniger harsch…

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10.0
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(34:20, Vinyl, CD, Digital, Kapitän Platte/Cargo, 2019) From Another Mother haben keine Lust auf vorhersehbare Geradlinigkeiten. Die Songs von „ATATOA“, dem zweiten Longplayer der Kroaten, entpuppen sich als sprunghafte, dynamische Kleinode in mit Math Rock-Einsprengseln versehenem Indie Rock, welche auf jeden Fall das Überraschungsmoment auf ihrer Seite haben. Weil sich FAM auch auf in die Gehörgänge bohrende Hooklines verstehen, die den Songs hin und wieder einen nicht unangenehmen Hit-Appeal bescheren. Unter dieser Vorgabe macht sich „ATATOA“, aufgedröselt in seine Bestandteile, zum Hort singletauglicher Alternative Rocker, weil das Trio sich vor allem wendungsreichen Dreiminütern verschrieben hat, die zwischen offensichtlichem Spaß (‚May‘),…

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8.5
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(42:44, Vinyl, CD, Digital, Pelagic Records/Cargo, 2019) Wer hier bezüglich der Vocals ein Déjà-vu erlebt, ist auf der richtigen Fährte. Weil der neue Herod-Sänger Mike Pilat im Post-Metal nun einmal kein Unbekannter ist, war jener doch gesangstechnisch einst bei The Ocean unterwegs. Da sich dieser nebenbei zur Aufgabe gesetzt hat, Gitarre zu spielen, wird die Dichte dieses unverzichtbaren Relikts des Rocks hiermit gleich einmal auf ganze drei Instrumente gesteigert. Was in dieser Konstellation deswegen ein wenig ungewöhnlich ist, da Herod immerhin ohne Bass unterwegs sind. https://www.youtube.com/watch?v=p3La0CoA7D0 Dass Carcass-Gitarrist Bill Steer auf ‚Fork Tongue‘ als Gast zu hören ist, soll hier…

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12.0
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(42:27, Vinyl, CD, Digital, Agonia Records/Soulfood, 2019) The Moth Gatherer auf dem Weg zum Licht - ein Licht, bei dem man aber mitnichten Gefahr läuft zu verglühen. Weil es doch dermaßen eisig leuchtet, dass es Raureif wirft. Nach dem Weggang seines Buddys Alex Stjernfeldt muss sich nun Gitarrist Victor Wegeborn alleinig um die Vocals kümmern, derweil Dan Hemgren der neue Mann am Bass ist. Der Titel des dritten Albums der Stockholmer ist dann auch Programm – „Esoteric Oppression“, inszenieren The Moth Gatherer hier doch Mantras in Post-Metal, denen ob ihres transzendenten Flows doch schon ein wenig die anvisierte aggressive Basis…

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8.5
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(51:44, CD, Digital, Pelagic Records/Cargo, 2019) Wie nicht anders zu erwarten, bleiben auch hier die Schuster bei ihren Leisten. Es lag ja auf der Hand, dass die Mitglieder solch sympathisch sludgender Zeitgenossen wie Tombstones und Hymn auch hier ihre unheilige Bestimmung fortführen, die uns nun im Fall von Sâver in die tiefsten Abgründe des Doom’n Sludge zieht. „They Came With Sunlight“ ist dann mit Sicherheit ein Titel, der komplett auf die falsche Fährte führt. Aber, wo kein Licht, da auch kein Schatten. Womit man sich mit dem Debüt der drei Finsterbolde Ole Christian Helstad, Ole Ulvik Rokseth und Markus Støle…

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11.0
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(48:32, Vinyl, CD, Digital, Blues For The Red Sun/Stickman Records/Soulfood, 2019) Das ist ein Kreuz mit den ins Uferlose tendierenden Bandnamen: Nehmen bei Festival-Ankündigungen enorm viel Platz ein und prägen sich manchmal nur schwer ein. Aber, wenn es wahr ist?! TDATAB tragen ihre Intentionen schon einmal großspurig im Namen, welcher einem dann auch noch lässig über die Lippen kommt. Und kommen soundtechnisch dann eben so, wie man es sich vorstellen würde. Und das nun auch mit dem dritten Album, das die Osloer der Einfachheit willen „Tre“, drei, betiteln. Mit sechs Songs in knapp fünfzig Minuten warten The Devil And The…

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11.0
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(44:06, Vinyl, Digital, Art As Catharsis/Small Pond, 2019) Mit Gewalt, das heißt schon irgendwie reichlich brachial, gehen Town Portal ihr drittes Album an. „Of Violence“ ist dann auch das erste Album der Dänen, welches via Art As Catharsis nun auch in Australien Fuß fassen könnte. Mit seinen harschen, noisigen Soundexkursionen scheinen Town Portal fast schon prädestiniert für das Label from Down Under, Soundexkursionen, die nun auch schon in dritter Instanz die Ruhe vor dem Sturm zelebrieren, bei der es wie zu erwarten aber nicht bleibt. Denn der Sturm kommt auf jeden Fall, ein Sturm, der ob seiner auf- und abschwellenden…

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12.0
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(14:58, CD, Digital, Art As Catharsis/Bird’s Robe, 2019) „3.1“ scheint nicht nur die konsequente Fortsetzung von „3“, die EP ist es in der Tat auch. Wurde doch auf der Vorabveröffentlichung mit ‚Cyan‘, ‚Magenta‘, ‚Yellow‘ und ‚Imperfect Black‘ das CMYK-Farbmodell im Ansatz abgearbeitet, so folgt, jedenfalls partiell, nun die Weiterleitung auf dem Fuß. Mit ‚Absolute Black‘ startet das Projekt um Multiinstrumentalist Simeon Bartholomew nun tiefschwarz und in ein stilistisches Tohuwabohu aus Math-, Prog-, Noise- und Post-Rock. Mithin sind bis zu zwölf Musiker damit beschäftigt, die musikalischen Vorstellungen ihres Leaders in die Tat umzusetzen. Nur nimmt das vermeintliche Tohuwabohu Strukturen an, kristallisiert…

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9.5
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(40:28, Vinyl, CD, Digital, Tonzonen Records/H‘Art, 2019) Jedwede Herkunft könnte man No Man’s Valley bescheinigen, nur dass die Band aus den Niederlanden kommt, das muss man so erst einmal sacken lassen. Denn No Man’s Valley steht in erster Instanz für grenzenlose Weite in Sound und Habitus, und zweitens eben für grenzenlose Weite in Sound und Habitus. In Siebenmeilenstiefeln durcheilt der Fünfer die doch beachtliche Strecke zwischen dem amerikanischen Joshua Tree Nationalpark und dem australischen Outback, wobei man lässigst hemdsärmeligen Swamp Rock mit transzendenten Psych in Einklang bringt. Was auf „Outside The Dream“ bezogen bedeutet, dass einerseits die Bourbon-Flaschen kreisen, andererseits…

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12.0
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(50:40, Vinyl, CD, Digital, Dur et Doux/Inouie, 2019) So viel Phobien, nämlich ganze elf, wie sich ni auf’s Revers geheftet haben, kann man sich wirklich nicht ausdenken. Von der Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Geräuschen (‚Phonophobie‘), über die Angst vor Gemüse (‚Lachanophobie‘), die Angst vor Versagen (‚Kakorraphiphobie‘) bis hin zur Angst vor der Unendlichkeit (‚Apéirophobie‘), nichts ist für das französische Projekt zu abstrakt, um nicht irgendwie in den eigenen musikalischen Konsens gepresst zu werden. Unter dem Konzept „Pantophobie“ (was so zur Phobie Nummer zwölf, nämlich der Angst vor ALLEN Dingen, gerät) zusammengefasst teilen uns ni ihre Ängste und Sorgen in Form von…

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9.5
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(37:16, Vinyl, CD, Digital, Heavy Psych Sounds/Cargo Records, 2019) The Sonic Dawn leben hörbar in einer Zeitblase. Und haben diese mit Sicherheit auch noch nie verlassen. Dementsprechend trägt der Opener zum aktuellen Album den vielversprechenden Titel 'Forever 1969'. Das Jahr, das sich nun zum 50. Mal jährt, gibt sich immer noch als Leuchtfeuer in der Historie populärer Musik. Woodstock, "In The Court Of The Crimson King", "Led Zeppelin", "Tommy", "Abbey Road" – was für ein Jahr. Und das Gute an der Sache ist, dass uns The Sonic Dawn einladen, an ihrer Zeitreise teilzunehmen. Einer Zeitreise, die eben nicht nur versucht,…

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10.0
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(55:47, Vinyl, CD, Digital, Meta Records/RareNoise, 2019) Dave Liebman (*1946), Adam Rudolph (*1955) und Hamid Drake (*1955) haben sich dem Einklang des Taoismus verschrieben und versuchen, mit ihrem gemeinsamen Album ihr „Chi“ zu finden. Und auch wirklich sprühen die hier enthaltenen Tracks vor ungezügelter Lebensenergie – Energie, die sich in Form irrwitziger und mehr als nur freier Improvisationen niederschlägt, wobei dem Begriff ‚Improvisation‘ hierbei schon eine gänzlich neue Bedeutung beigemessen werden müsste. Weil Liebman (saxophones, piano), Rudolph (percussion) und Drake (drums) hier wirklich alle Zügel schleifen lassen und den Dingen ihren Lauf lassen, der sich als Zickzack-Kurs durch hin und…

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9.5
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(37:48, Digital, Elusive Sound, 2019) Darf es etwas dezentes Ohrenbluten sein? Bitte schön … Das sich auf beeindruckend und spannungsreich inszenierten Post-Rock spezialisierende Label Elusive Sound (Blak, Silent Whales Become A° Dream, Glasir u.v.m.) macht nun auf heftig und taucht ein in die harsch-brutale Headbanger-Blackgaze-Welt, ohne jedoch gewisse für dieses Genre so wichtige Atmosphären außen vorzulassen. Dass diese ins abgrundtief Schwarze tendieren, mag auf der Hand liegen. Nein, die Band aus Sankt Petersburg hat es sich wahrlich nicht auf die Agenda gesetzt, irgendwelche Gefangenen zu machen. In vier ausufernden Tracks lassen Somn ihren Aggressionen freien Lauf, die in eisigen Gitarrenbreitseiten…

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11.0
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(53:59, Vinyl, CD, Digital, Fuzzorama/Soulfood, 2019) Was wie eine ernstzunehmende Halskrankheit anmutet, ist eigentlich nur die schwedische Abart von Godzilla. Und wie eben jener in Tokio stapft unsere europäische Abart durch heimische Gefilde und macht hierbei alles platt, was bei drei nicht auf dem Baum ist. Dabei bleibt der Dreier selbst auf seinem aktuellen Album konsequent auf dem Boden der Realitäten, sprich: der Erde (means: „Eorþe“), was aber nicht unbedingt bedeutet, dass man nicht meilenweit außerhalb gängiger Realitäten umherflaniert. Die Story hinter der Story stammt vom Science-Fiction-Schreiberling Nils Håkansson, ist in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts angesiedelt und wird…

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12.5
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(60:27, Vinyl, CD, Digital, Pelagic Records/Cargo Records, 2019) Jetzt darf also wieder aufgeschichtet werden. Sound für Sound, bis letztendlich Gebilde entstehen, die verdammte Ähnlichkeiten mit Kathedralen haben. Im Fall von Mono - Klangkathedralen. Wenn es denn eine Institution gibt, welche diesen größenwahnsinnigen Baustil klangtechnischer Ekstase bis zu kaum zu überbietender Perfektion gebracht hat, dann Mono. Jene Institution, die quasi das Fundament des Post-Rock in Südostasien begründet hat, kommt im zwanzigsten Jahr ihrer nicht zu überhörenden Existenz mit ihrem zehnten Fulltimer, der genau dort ansetzt, wo das „Requiem For Hell“ vor nunmehr zweieinhalb Jahren aufhörte. Ja, eine Steigerung ist noch möglich.…

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8.5
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(26:59, Digital, Ogorekords, 2019) Diese Band ist Tot. So jedenfalls der selbst gewählte Leitsatz der Combo aus Ostfriesland, die quasi ein Sideproject des beeindruckend produktionsfreudigen КОМВУИАТ ЯОВОТЯОИ ist. Eine Tatsache, die erst einmal komplett auf die falsche Fährte lockt. Weil Tot eben nichts mit dem improvisationsfreudigen Kraut n'Psychedelic Rock des Volkseigenen Betriebes gemein haben: dies hier ist der Soundtrack für den "Untergang", erschaffen im Schlamm aus Garage, Noise und Punkrock. Die sieben Tracks dieser EP tragen bezeichnenderweise Titel wie 'Der Untergang', 'Lied einer Jugendrevolte', 'Knüppel und Granaten', 'Terror', 'Nuclear War', 'Das Schlachthaus' sowie 'Was sich nicht gehört', was vom thematischen…

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10.0
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(29:54, Digital, Eigenvertrieb, 2018) "This music was recorded for the subliminally shady areas in your headspace. Listen closely for maximum effect, headphones advised." Ob das nun als Anweisung oder als Drohung zu verstehen ist, bleibt wohl jedem selbst überlassen. Aber immerhin gibt es die dritte Zeug-EP als ‚pay what you want‘-Option auf bandcamp (wobei man für das Debüt "Demo" schon einmal 100 Euronen bereitstellen müsste, was hoffentlich nur als gelungener Scherz zu werten ist) und das ist sicher schon einmal Grund genug dafür, sich "Low" einmal in aller Ruhe zu Gemüte zu führen. Nach den beiden wirklich ein wenig kurz…

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(40:27, CD, Vinyl, Digital, Stickman Records/Soulfood, 2019) Die Fanband der Redaktion der letzten Zeit sind mit Sicherheit die drei umtriebigen Norweger von Motorpsycho. Gerade einmal etwas mehr als ein Jahr ist es her, dass man mit "The Tower" einen wahren Monolithen von einem Album erschuf – solche zehn Tracks auf 85 Minuten müssen erst einmal gehört, verdaut und sacken gelassen werden. Im Vergleich dazu gehen es Motorpsycho nun ein wenig ruhiger an - in Bezug auf den Umfang, nicht auf das Resultat. "The Crucible" kommt mit für die Band recht übersichtlichen 40 Minuten, aber drei gar nicht einmal so übersichtlichen…

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11.0
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(36:11, CD, Vinyl, Digital, Omnichord Records, 2019) Der erste Atemzug nach einem Koma kann erlösend, aber auch überaus schmerzhaft sein. Das mit dem 'back to life' ist, je nach dem Standpunkt, dann auch sicher eine ambivalente Sache. Welche vom Standpunkt der Portugiesen aus sicher positiv gemeint ist. Sicher? Auf jeden Fall! Langsam und zaghaft schälen sich die ersten Klänge aus den Tiefen soundmotivierten Wohlbefindens und klären gleich einmal über den Titel des dritten First Breath After Coma-Werkes auf - "NU", was, aus dem Portugiesischen übersetzt, 'nackt' bedeutet. Und gleichsam nackt, von allem störenden Ballast befreit, geben sich dann auch die…

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