Autor: Carsten Agthe

-Vermessungsingenieur -Weltenbummler -involviert in: Ornah-Mental, Nostalgia, Vanille & The Woodpeckers, Palin-Drone, Stella Maris, Das Zeichen (RIP), Schl@g, Karmacosmic...

Auf der Suche nach Erleuchtung Für ein Debüt greift „Unfold The God Man“ mächtig gewaltig in die Trickkiste aus Progressive’n Postrock, Metal und Crossover. Und hat dabei sogar noch richtig 'was zu bieten. Nämlich eine Story über das Leben, das Universum und den ganzen Rest. Beziehungsweise über Religion, Spiritualität und Philosophie. Dementsprechend gewaltig, episch und pathetisch gerieten die Songs, die vom reichlich Tool-anvisierenden Opener 'All I Saw As A Huge Monkey‘ bis hin zum sechzehnminütigen Schlusspunkt ‚Nothing Is Consciousless‘ reichlich genrespezifischen Interpretationsmöglichkeiten offen lassen. Doch die klärt erledigt die belgische Band, jedenfalls im Ansatz, an dieser Stelle dankenswerterweise für uns.…

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10.0
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(40:05, CD-R, Digital, Sound In Silence, 2020) Auch hier ist wieder der Name Programm. Auch mit seinem siebenten Album, dem ersten für ‚Sound In Silence‘, ist Oleksiy Sakevych gut für relaxte Stimmungsmache. Völlig unaufgeregt gleitet die Endless Melancholy dabei auf Wogen grenzenloser Entspannung und wo Kollegen für die jeweilige Idee sicherlich eine seitenfüllende Angelegenheit gemacht hätten, hält sich der Kiewer an relativ übersichtliche Soundscapes, die dann auch noch viel Raum nach oben haben. Immerhin bringt es ein Track wie 'Immersion' auf sechseinhalb Minuten, was gerade ausreichend ist, weit nach draußen zu segeln, derweil an den Rückweg erst mal nicht gedacht…

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9.0
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(44:01, CD-R, Digital, Sound In Silence, 2020) Ryan Bissett hat die Ruhe weg. Aber sowas von. Auf seinem fünften Album unter dem Moniker Halftribe beweist er, dass das Leben ein sanfter, ruhiger Fluss sein kann und einfach so dahinplätschert. Manchmal. Das heißt, bei Bissett eigentlich immer. Jedenfalls für die Dauer eines Albums. Auch "Archipelago" ist wieder gefüllt mit Stillleben, mit ganzen elf an der Zahl, welche das mit dem ‚still‘ dann aber mehr als nur wortwörtlich nehmen. "Archipelago" besteht vor allem aus dezent schimmernden Ambientflächen und hin und wieder aus einem Farbtupfer in Form einer verhuschten Pianonote, die dann schon…

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11.0
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(44:27, CD, Vinyl, Digital, Profound Lore Records, 2020) Es ist wieder einmal Zeit für Sonnenbrillen, Lederkutten und ganz viel Nebelkerzen. Fotocrime lassen die lässigen Mid-Eighties wieder auferstehen und wandeln auch mit ihrem zweiten Album in den gar nicht einmal zu großen Fußspuren der Sisters, der Lorrys, der Fields und der Chains. Inklusive eines Dr. Avalanche, der hier zum Teil für die straigth zelebrierten Maschinenbeats verantwortlich zeichnet. R. (Ryan Patterson, d. Schlussred.), der Macher hinter all dem, inszeniert seinen Gothic-Rock mit entsprechend Pathos, dunklem Timbre uns monochromer Ausstattung. So setzt Fotocrime dann auch nicht auf Farbe, die vorherrschenden Töne beschränken sich…

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13.0
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(46:24, CD, Vinyl, Digital, Art As Catharsis / Bird’s Robe Records, 2020) Einmal quer durch das Farbspektrum und wieder zurück. Für das Album "3+3.1", das aus einer Kombination der beiden EPs "3" (2017) und "3.1" (2019) besteht, beschränkten sich die Australier ganz unspektakulär auf das CMYK-Farbmodell und betitelten ihre Tracks auch folgerichtig nur mit 'Cyan', 'Magenta', 'Yellow', 'Imperfect Black', 'Absolute Black', 'Translucence' sowie 'Clarity'. Doch kommt es auf das richtige Mischungsverhältnis an. Und eben dieses bietet Möglichkeiten, die ins Unendliche gehen. Weil "3+3.1" voller Einfälle, musikalischer Vielfalt, voll des abrupten Hakenschlagens und voll mit beeindruckendem Wendungsreichtum ist, was die einzelnen…

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9.5
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(74:54, Vinyl, Digital, Wolves & Vibrancy Records, 2020) Abriss auf ganzer Linie. Nach ihren Arvo Pärt-Adaptionen besinnen sich Walk Through Fire wieder auf das Wesentliche, das darin besteht, den maximal möglichen Slow Down zu erreichen. Auf "Vår Avgrund" läuft das auf eine Drosselung bis zum scheinbaren Stillstand hinaus. Auf dem dritten Album der schwedischen Sludge-Institution steht man nicht nur thematisch am Abgrund. Und nach dem ambienten Opener 'Avgrund' ist man sogar noch einen Schritt weiter. Die metallisch harschen Soundeskapaden wurden dabei gestreckt und bis ins Unendliche gedehnt, was die Amplituden der Ereignishorizonte gleichrichtet, so dass kaum noch nachweisbare Ausschläge messbar…

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11.0
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(42:18, CD, Vinyl, Digital, Tonzonen Records/Soulfood, 2020) Einmal mehr bürgt der Name für Qualität. Und zwar liefern Smokemaster aus dem Großstadtmoloch Köln ein psychoaktives Stöffche in Form ihres Debütalbums. Trotz aller Übersichtlichkeiten, sechs Tracks auf gut 40 Minuten, birgt es so manche Überraschungen, da jeder Track eine weitere musikalische Nuance der Smokemaster veräußert. Für die erste augenscheinliche Stimmungsmache sorgen erst einmal die wohl durchdachten Titel wie ‚Solar Flares‘, ‚Ear Of The Universe‘, ‚Sunrise In The Canyon‘ oder ‚Astronaut Of Love‘ – Hauptsache nicht hier, Hauptsache, ganz weit weg. Gerade im zehnminütigen ‚Ear Of The Universe‘ mäandern sich Smokemaster, wiewohl der…

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11.0
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(76:42, Digital, AmygdaLand Music, 2020) 'Evening Star'? Und das in gleich dreifacher Ausführung? Man kann sich bei den beiden ausführenden Musikern schon irgendwie einen Reim darauf machen, dass die Parallelen zum gleichnamigen 75er Ambientklassiker vom kongenialen Duo Fripp / Eno nicht gerade zufällig sind. Womit wir mittendrin sind, im "Crazy Continuum", welches sich aber nicht gerade crazy, sondern eher bedächtig und sphärisch gibt. Leander Reininghaus war ehedem selbst Eleve beim King Crimson-Mastermind, Dirk Schlömer kennt man als Gitarristen der letzten Ton Steine Scherben-Inkarnation, vor allem aber als Macher hinter den Projekten Das Zeichen, Schl@g sowie und essentiell Ornah-Mental. Hier nun…

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11.0
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(41:37, Vinyl, Download, Kapitän Platte/ Cargo Records, 2020) Wie man sich schon denken konnte, fahren Meanwhile Project Ltd auch auf ihrem zweiten Album die größtmögliche Grandezza. Dass es lange Zeit relativ ruhig war um Marcell Birreck und Marcus Adam – geschenkt. Natürlich muss das Duo auch auf „Marseille“ auf reichlich Unterstützung zurückgreifen, unter anderem sind Musiker vom Subway Jazz Orchestra hier mit dabei, zur Erzielung maximaler arrangementtechnischer Effekte. Dabei bedienen Meanwhile Project Ltd eine Palette, die energisch Chanson, Folk, Swamp Blues, Americana, Vaudeville, Post Pop und Indie Rock aus den jeweiligen Tuben quetschte, wobei es natürlich gewollt ist, dass sich…

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12.0
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(34:10, Vinyl/CD-bundle, Digital, Exile On Mainstream/Soulfood, 2020) Nein, kein Anzeichen mehr dafür, dass Kristian Harting einstmals, das heißt Anfang der Neunziger Jahre, mit einer Band wie Avoid ganz böse Musik gemacht hat. Aber vielleicht ist es der Milde des Alters geschuldet (obwohl er eigentlich gar nicht einmal so alt ist), dass der Musiker nun völlig anders orientiert scheint. Zeichnete Harting für seine letzten beiden Longplayer „Float“ sowie „Summer Of Crush“ noch gänzlich allein verantwortlich, so holte er sich für „The Fumes“ wirklich namhaften Beistand mit an Bord. Um vielleicht die ergreifendsten und herzerwärmendsten Songs zu spielen, seit es balladesken Großmut…

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6.5
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(20:30, CD, Vinyl, Digital, Cassette, Atypeek Music, 2020) Wenn du glaubst, es geht nicht schlimmer, der Wahnsinn packt einen trotzdem immer. Pornohelmut ist die Inkarnation des Tieres der Muppets im extremschrägen Milieu. Eigentlich hört der Helmut im ‚richtigen‘ Leben auf den Namen Neil Barrett, war vorher bei Institutionen wie BLK OPS und The Dead See zugange und macht seit 2001 unter eben diesem Aka Hardcore. Hierbei findet alles das Verwendung, was irgendwie in die Folterkammern der jüngeren Musikgeschichte Einzug fand – extrem bis auf Anschlag übersteuerte Synth und Gitarren, knochentrockene Schlagzeugpatterns (das Tier!) und Gesänge, die wirken wie direkt aus…

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8.5
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(29:28, CD, Vinyl, Digital, Atypeek Music, 2020) Die spinnen, die Franzosen. PoiL und Ni macht PinioL. Und Ça sowie SubmarineFM gleich Çub. Ist nicht leicht, denn wenn man vom musikalischem Anspruch, welche alle diese Projekte schon einmal für sich beanspruchen, herangeht, ist alles so etwas wie höhere Mathematik. Nun haben sich auch hier zwei Vertreter der schon einmal bewiesenen kompositorischen Chaostheorie gesucht und gefunden und lassen, wie man sich auch schon denken konnte, mit ihrem zweiten gemeinsamen Oeuvre „Ouais“ wieder nichts anbrennen. Aus dieser heilig/unheiligen Zweifaltigkeit resultierte 2017 erst einmal schon das Album „Musique Actuelle“, auf dem in höchst spektakulärer…

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9.0
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(64:22, CD, Vinyl, Sireena Records/Broken Silence, 2020) Nautilus haben es noch immer mit den Elementen. Nach Feuer („Solar Moon“), Erde („Underground Vision“) und Luft („Rising Balloon“, „Along The Windy Road“) erkunden Nautilus mit „The Mystery Of Waterfalls“ die Refugien des Wassers. Und zum ersten Mal ist auf der Nautilus auch ein Kapitän Nemo mit an Bord, was durchaus Sinn macht. Inspiriert von Jules Vernes Roman „20.000 Meilen unter dem Meer“ befinden sich Jürgen Dürrbeck und Martin Ludwig zwölf Jahre nach ihrem letzten Album wieder auf ganz großer Fahrt. Mit dabei – Sänger Meiko Richert und Gitarrist Werner Strätz – eine…

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12.5
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(41:56, CD, Vinyl, Digital, Prophecy Productions/Soulfood, 2020) Was für ein Machwerk! Auf zwei seitenfüllende Brocken verdichtete Aureole-/Tchornobog-Macher Markov Soroka seine musikalischen Allmachtfantasien hinsichtlich eines übermächtigen Doom Metals. Auf „Subaqueous“ nun setzte er mit seinem dritten und vielleicht atmosphärischsten Projekt das auf dem Debüt „Unsleep“ begonnene Konzept über einen Protagonisten fort, welcher sich selbst ertränkt und dessen Körper und Seele nun für alle Ewigkeiten in den Tiefen der Ozeane treiben. Also nicht unbedingt eine hoffnungsvolle Story, mit der uns Soroka an dieser Stelle beglückt, was auch nicht Sinn der Sache war. „Subaqueous“ nun zieht uns nur noch tiefer hinunter in einen…

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9.0
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(39:53, CD, Digital, Some Other Planet Records, 2020) ‚Blablabla‘ heißt schon einmal ein Song dieses Debüts, womit wir erst einmal zu wissen glauben, was Aurélien Bernard, der in Berlin lebende französische Musiker und Macher, hinter dem ganzen hier zu hörenden Zinnober vom Leben, dem Universum und dem ganzen Rest so hält. Alles ist ein großes Blablabla, ein Missverständnis, mit dem auch Bernard tagein tagaus zu kämpfen hat. So resultiert der Name seines musikalischen Akas aus eben einem Missverständnis. Aber ohne den Kopf in den Sand zu stecken und zu verzagen, machte unser Protagonist das Beste daraus und hatte obendrein schon…

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9.0
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(32:12, CD, Vinyl, Digital, The Sign Records/Cargo, 2020) Das Charlottas Burning Trio (=CB3) wird schon mal als ‚The King Crimson Of Malmö‘ bezeichnet. Was man insofern gelten lassen kann, als sich die schwedische Band um Gitarristin Charlotta Andersson gern einmal in polyrhythmische Ekstasen hineinsteigert. Unter diesen Voraussetzungen geht es mit ‚Zodiac‘ erst einmal in die Vollen, wobei hier schon die dem Trio eigene Heavyness ausgetestet wird. ‚Sonic Blaze‘ zeigt sich als vielköpfige Hydra, die sich nach einem Riff-lastigen Vollgaseinstieg nach und nach in psychedelischen Ausuferungen ergeht. Nach dem ‚Sonic Blaze‘ dann die ‚Acid Haze‘, die mit ihren neun Minuten zum…

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10.0
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(37:42, CD, Vinyl, Digital, Tonzonen Records/Soulfood, 2020) Wer denkt, dass es nach der aus den Alben "Oceanus Procellarum", "Onestone" sowie "Portal" bestehenden Trilogie, in welcher sich das Trio wahlweise in Space Rock, Psychedelic und Postrock erging, auf dem neuen Werk "Fusion" zu einer eben solchen kommt, der hat die Rechnung auf jeden Fall ohne Pyrior gemacht. Denn auf dem Großteil der neun neuen Tracks wird der Härtegrad nicht unerheblich angezogen, weshalb das Album als heavyesker Trip in die Welten des Stoner Rock festgemacht werden kann. Hier werden die rockmusikalischen Kapitel aufgeschlagen, die vor allem die in dieser Beziehung hochheiligen Neunziger…

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(56:27, Digital, Art As Catharsis, 2020) In Sound gepackter Schmerz. Bolt Gun machen ihrem Namen einmal mehr alle Ehre und hieven die zu Musik gewordene Pein und Ausweglosigkeit in eine neue Dimension. Sicher ließ sich ein Werk wie das letzte Album der Band aus dem australischen Fremante - „Man Is Wolf To Man“ (2017, hier Carstens Rezension) - in all seiner greifbaren Tristesse und sich schmerzhaften Windens nicht nochmals wiederholen, geschweige denn übertreffen. Somit vollzog das Quartett um Scream-Weirdo Andrew Trevenen und Schlagzeugerin (!) Talya Valenti nun eine dezente Phasenverschiebung. Noise kollabiert mit Metal, Post Rock und Ambient, wobei „Begotten“…

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10.0
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(35:52, Vinyl, Digital, Sulatron Records/Brokensilence, 2020) A Brazilian in Berlin ... Daraus ließe sich eine spannende Story machen. Aber wie immer sind die spannendsten Storys eben die, welche das Leben selbst schreibt. Davi Rodriguez de Lima zog es doch wirklich vor acht Jahren von Brasilien nach Berlin – wo die Liebe hinfiel. Der in der Undergroundszene seiner Heimat nicht gerade unbekannte Musiker (Ecos Falsos, Orange Disaster) setzte dabei wirklich alles auf eine Karte und veröffentlicht nun, in seiner neuen Heimat längst sesshaft geworden, sein Debütalbum. Was eigentlich nicht anders zu erwarten war. Dabei macht die Veröffentlichung unter eigenem Namen durchaus…

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11.0
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(69:57, CD, Vinyl, Digital, Pelagic Records/Cargo, 2019) Das hat doch schon mal etwas von „Memento“, eine Story mit dem zweiten Teil zu beginnen und diese somit rückwärts zu erzählen. Nach ihrem letzten Album "Alba – Les Ombres Errantes", auf welchem sich Hypno5e akustisch gezähmt zeigten, gibt es mit "A Distant (Dark) Source" wieder die komplette Breitseite an epischem Cinematic-Metal, für welchen die französische Band schon seit über zehn Jahren steht. Ihr bereits fünftes Album gibt sich als siebzigminütiges Epos, das sich als ein gewaltiger Soundkoloss outet. Mit dem Opener 'On The Dry Lake' (natürlich dem zweiten Teil) kommt gleich einmal…

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