Autor: Juergen Meurer

Auf den Hund gekommener Proggie, aufgewachsen mit Yes, Genesis, Gentle Giant, King Crimson, VdGG usw. Anschließend bemerkt, dass es - huch - ja noch sooo viele andere Bands in dieser Richtung gibt, quer über den Globus verteilt. Dann kam das Interesse für Italo-Prog, Skandinavier, Japaner, Franzosen usw. Über Tangerine Dream, Klaus Schulze, Vangelis, Kitaro usw. entwickelte sich dann auch stetig das Interesse an Elektronischer Musik und Ambient.

11.0
Reviews

(46:30, Digital, Vinyl, Tigernet/Throne of Bone Recordings, 2019) Mit “Nadir” ist kürzlich eine ausgesprochen interessante Neuerscheinung bei der Redaktion angekommen. Das Quintett stammt aus Norwegen und meldet sich mit einem sehr atmosphärischen Debütalbum zu Wort, das als Doppelalbum und in digitaler Form auf ihrer Bandcamp-Seite erhältlich ist. Und bevor falsche Eindrücke entstehen, die Platten sind mit 45 RPM abzuspielen. Mit der Ausarbeitung ihres Erstlingswerkes haben sie sich vier Jahre Zeit gelassen, daran beteiligt waren folgende MusikerInnen: Erik Normann Sannes Aanonsen - Electric and acoustic guitar / vocals / double bass / Ebow / melodica / nyckelharpa Sunniva Molvær Ihlhaug -…

Weiterlesen
12.0
Reviews

(75:03, Digital, CD, Mellowjet Records, 2019) Otarion alias Rainer Klein gehört mittlerweile zu den Stammgästen auf dieser Seite. In verlässlicher Regelmäßigkeit produziert er neue Alben, das letzte („Under Surface“) wurde vor rund einem Jahr hier vorgestellt. Schöne Regelmäßigkeit klingt nach hohem Abnutzungsrisiko und der Gefahr, immer wieder gleich zu klingen. Doch dies weiß der Siegener Musiker zu minimieren, denn er entwickelt seine Musik immer weiter. Was in den Anfangstagen noch reine Elektronik Musik war, hat mittlerweile weitere Facetten erhalten. Dies zeigt sich unter anderem darin, dass er nicht mehr nur auf diverse Synthesizer setzt, sondern vermehrt auch zur Gitarre greift.…

Weiterlesen
10.0
Reviews

(78:28, CD, Masque Records, 1999/2019) Tempus Fugit scheint ein gern gewählter Name von Bands zu sein. Schränkt man die Suche auf den Progressive Rock Bereich ein, landet man bei einer Formation aus Brasilien, um die es in diesem Falle dann auch tatsächlich geht. 1992 gegründet, veröffentlichten sie fünf Jahre später ihr Debütalbum “Tales From A Forgotten World”, dem zwei Jahre später “The Dawn After The Storm” nachfolgte. Die Rückmeldung nach längerer Pause bildete 2008 das Album “Chessboard”. Das brasilianische Label Masque Records veröffentlichte vor einigen Jahren bereits das oben genannte Debütalbum in überarbeiteter Form mit zwei Bonus-Titeln. Die gleiche Strategie…

Weiterlesen
10.5
Reviews

(51:01, CD, Vinyl, Mellow Records/Just For Kicks, 2019) Neben den Granden der italienischen Prog-Szene wie P.F.M., Le Orme, Banco usw. gab es bereits in den 70ern unzählige weitere hochklassige Bands, die vom Bekanntheitsgrad zwar eher der zweiten oder gar dritten Reihe zuzuordnen sind, nichtsdestotrotz aber bemerkenswerte Highlights veröffentlichten. Dazu zählt der Autor unter anderem auch die Formation Celeste, die 1976 mit “Principe Di Un Giorno" ein wunderschönes Meisterwerk herausbrachte, seinerzeit auf dem kleinen Label Grog. Es gab noch weitere Veröffentlichungen, die zum größten Teil auf dem Mellow Records Label erschienen, was nicht weiter verwunderlich ist, hat doch Mastermind Ciro Perrino…

Weiterlesen
9.0
Reviews

(43:49, CD/digital, Layered Reality Productions, 2019) Dreamwalkers Inc ist zwar ein neuer Name in der niederländischen Metal Szene, aber es steckt eine bereits bekannte Band dahinter, nämlich TDW. Deren Namensgeber und Bandleader Tom de Wit meinte kürzlich, den Namen der Band ändern zu müssen. Der neue Name sei viel aussagekräftiger und außerdem sei ein Kürzel wie TDW doch sehr ungünstig. Selbstironisch merkt er an, dass ihm diese Erkenntnis nun nach 15 Jahren gekommen sei. So lange ist es schon her, dass sich das Projekt 2004 gründete. Der neue Name ist allerdings nicht gleichbedeutend mit einer neuen musikalischen Ausrichtung. Im Gegenteil,…

Weiterlesen
9.5
Reviews

(76:13, CD, Sempleton Productions/Just For Kicks, 2018) Ein neuer Name in der Szene, und damit man sich diesen besser merken kann, hat die Band sich wohl entschieden, das Album gleich genauso zu nennen: The Cyberiam. Soll das für “Cyber I Am” stehen? Man weiß es nicht. Was man allerdings weiß ist, welche Musiker dahinter stecken, nämlich folgende vier Amerikaner aus Illinois: Tommy Murray - drums / electronic drums Keith Semple - vocals / guitars / additional programming and loops Frank Lucas - keyboards / piano Brian Kovacs - electric & upright basses / vocals. Die Bandgründung liegt gar nicht mal…

Weiterlesen
11.0
Reviews

(53:39, CD, RedPhone Records, 2019) Neben Kant-Kafka-Freud und AppleSmellColour zählten On The Raw zu den interessantesten Newcomern der spanischen Szene in den letzten Jahren. Mit ihrem Debütalbum ”Big City Awakes” setzten sie die Messlatte bereits recht hoch. Nun liegt das Nachfolgealbum vor, und der Fan ihres Erstwerks sollte keineswegs enttäuscht sein, denn sie machen auf gleichem Level weiter. Die Freude am gemeinsamen Zusammenspiel ist nicht nur an dem konstant gebliebenen Line-up ables-, sondern auch am Endprodukt hörbar. Somit sind also On The Raw nach wie vor: Jordi Amela - keyboards / piano Pep Espasa - tenor sax / alto sax…

Weiterlesen
11.0
Reviews

(68:46, CD, Vinyl, Clostridium Records, 2019) Ein weiteres Highlight in der deutschen Prog-Szene, und wieder kommt ein vielversprechender Newcomer aus Berlin. Diesmal ist die Rede von Green Desert Tree. Das Quintett hat das Material für sein Debütalbum bereits 2016/2017 eingespielt, doch erst jetzt kommt es auf den Markt. Gut Ding will Weile haben – und dieses Album ist tatsächlich gut! Verantwortlich dafür sind die folgenden Herren: Timo Enders - vocals / guitars Tim Sund - keyboards / backing vocals Simon Rainer - electric & acoustic guitars Alex Will - electric bass Jonathan Gradmann - drums / percussion. Nach dem kurzen…

Weiterlesen
12.0
Reviews

(56:24, CD, digital, Eigenproduktion/Just For Kicks, 2018) Wenn man das Risiko vermeiden möchte, einen bereits vorhandenen Bandnamen gewählt zu haben oder möglichst leicht per Suchmaschine zu finden sein möchte, dann nennt man sich zum Beispiel Ovrfwrd. Das Gemeine daran: das ist definitiv ein Name, den sich Prog-Fans merken sollten. Schon sehr dreist, wenn nicht sogar überdreist. Ohne Eselsbrücke geht das wohl eher nicht, der Schreiberling nennt die Band einfach Overforward (=überdreist) und streicht nach dem O sämtliche Konsonanten. Passt zwar nicht zu 100%, reicht aber als Hilfsmittel aus. Wer sind nun Ovrfwrd? Ein Quartett aus Minneapolis (Minnesota), bestehend aus: Richard…

Weiterlesen
9.0
Reviews

(40:59, CD, A Tant Rȇver Du Roi/Five Roses Press, 2019) Luis Francesco Arena, ist ein französischer Musiker aus Tours, der im wahren Leben Pierre-Louis François heißt, veröffentlicht mit „High Five“ nach sechs Jahren Pause passend zum Albumtitel sein bereits fünftes Album. Das dunkle Cover steht im Gegensatz zur dargebotenen Musik, denn düster ist es überhaupt nicht, was der Franzose anbietet. Und nach französischem Chanson klingt dies auch nicht, sondern durch die englischen Texte und akzentfreien Gesang bedingt vielmehr nach auf internationalen Erfolg ausgerichtetes Indie/Singer-Songwriter-Material. Die zwölf Titel, meist im 3-4 Minuten Bereich, sind durchaus abwechslungsreich gestaltet. Das Tempo wird variiert,…

Weiterlesen
8.0
Reviews

(43:28, CD, LP, digital, Go Down Records/Vincebus Eruptum, 2019) Oft passiert es, dass Musiker aus verschiedenen Bands, die beim gleichen Label veröffentlicht werden, sich untereinander austauschen oder gar eigene Bands gründen. Ähnlich war es auch bei dieser italienischen Band. Gegründet wurde sie vom Gitarristen Scolaro und Drummer Ear, beide bei der aus Treviso stammenden Band OJM aktiv, die als Mitbegründer der italienischen Stoner Rock Szene zählen. Zusammen mit Sänger Conny Ochs spielte man das zweite Album mit dem fast schon logischen Titel “Cathodnatius” ein, das nun auf das Debütalbum „Anodnatius“ folgt und in folgender Besetzung eingespielt wurde: Davide Bressan -…

Weiterlesen
11.0
Reviews

(46:30, CD, Eigenproduktion, 2019) Schon das Cover zeigt auf charmante Weise, was und wer hier die Hauptrolle spielt. Das „Wer“ ist schnell geklärt, das ist Michel Héroux, ein kanadischer Musiker, der schon viele Jahre Musikerkarriere auf dem Buckel hat. Das „Was“ sieht man auf dem Cover ebenfalls, nämlich die Gitarre. Der Kanadier war bereits in verschiedensten Genres unterwegs, sei es klassische Musik, Blues, Rock, Prog, Metal, Jazz oder Folk. Viels(a)eitig ist er also schon mal. Ganz alleine wollte er dieses Album allerdings nicht angehen, und so wurde „Now“ in Trio-Besetzung aufgenommen: Michel Héroux - guitars / effects Vincent Yelle -…

Weiterlesen
11.0
Reviews

(74:33, CD, Eigenproduktion/Just For Kicks, 2019) Nach zwei exzellenten Studioalben war klar, dass die Fans die Band gerne einmal live erleben möchten. Lange warten musste man darauf nicht, und nun liegt auch schon die erste Live-Veröffentlichung auf CD vor. Im Laufe des Jahres ist zudem noch eine DVD-Veröffentlichung geplant, die dann noch einige Songs mehr bieten wird. Das hier aufgezeichnete Konzert fand am 5. Mai 2018 im Oakwood Centre in Woodley (nahe Reading) statt. Es traten auf: Ben Hartley - drums / backing vocals John Murphy - keyboards / backing vocals / drums David Addis - acoustic & electric guitars…

Weiterlesen
7.0
Reviews

(51:19, CD, World’s End Records/Just For Kicks, 2019) “Nocturne” ist das dritte Album der britischen Band, die 2014 mit ”Searching For The Lost Key” debütierten und dabei nicht unbedingt uneingeschränktes Lob erhielten. Besetzungstechnisch hat sich kaum etwas geändert: Tree Stewart - vocals / keyboards Ally Carter - vocals / electric guitar / guitar synthesizer / tenor sax / screechy keyboard David Greenaway - 4-string fretless bass / 6-string fretted bass Tom Jackson - drums. Auf den halbminütigen ‘Prologue’ folgen drei mittellange Songs im Zehn-Minuten-Bereich sowie abschließend ein knapp 21-minütiger Longtrack namens ‘The Child Within’. Das klingt soweit ja schon einmal…

Weiterlesen
8.5
Reviews

(29:28, LP, CD, digital, Five Roses Press, 2019) Bill Lowman alias W.W. Lowman hat schon einige Veröffentlichungen auf dem Buckel. Er studierte klassischen und Jazz Bass, spielt mittlerweile aber auch Gitarren, Chango, Jews Harp und Klavier. Er arbeitete mit Bands wie The Aluminium Group, Bosco&Jorge oder auch Alasdair Roberts oder Lindsay Anderson zusammen. „This Form“ ist sein viertes Werk unter dem Namen W.W. Lowman. Das Motto dieses Albums ist, Feldaufnahmen aus dem Alltag digital zu arrangieren und zu manipulieren. Herausgekommen sind dabei sechs Titel mit einer Gesamtlaufzeit von gerade mal einer knappen halben Stunde. https://open.spotify.com/track/5bCZgrSAAXHuwqYsZuzbEH?si=JXsBm6UwQc-SiqxjeMNGEA Das Ganze ist recht experimentell,…

Weiterlesen

(53:42, CD, Eigenproduktion, 2019) Philipp Nespital? Aber klar, den Namen kennt man in Prog-Kreisen mittlerweile. Spätestens seit ihrem Auftritt beim Night of the Prog Festival im letzten Jahr gehört er mit seinem Projekt smalltape zur Creme der deutschen Prog-Szene. Gerade mit seinem zweiten Album ”The Ocean” erhielt er vollkommen zu Recht sehr viel Zuspruch. Gut, Insider bringen ihn dann auch noch mit der Band Treehouse Scenery in Verbindung, die 2013 eine EP mit dem Titel „Cocoon“ herausbrachte, die eher Pop Rock Stücke enthielt. Mit smalltape dagegen hat er einen sehr eigenen Sound entwickelt. Und nun? Gerade jetzt, wo er mit…

Weiterlesen
8.0
Reviews

(46:27, CD, Vinyl, Sireena Records, 2019) Ihr Debütalbum ist an dieser Stelle bereits vorgestellt worden. Im Vergleich hierzu sind auf dem aktuellen Werk die Stücke meist kürzer gehalten, so ist der vorletzte Song ‚Loudest Gorilla In The Cage‘ mit 5:34 Spielzeit der längste Song des Albums. Selbst nach genauerem Hinsehen wird kein Unterschied hinsichtlich des Albumtitels deutlich, auch dieses Album wird einfach nach dem Bandnamen benannt, was die Unterscheidung in Katalogen etc. etwas schwierig macht. Nennen wir es also einfach mal „The Universe By Ear 2019“, für welches das Basler Trio Pascal Grünenfelder - bass / FX / vocals Stefan…

Weiterlesen
12.0
Reviews

(50:30, Vinyl, digital, Eigenproduktion, 2019) Das Vorgängeralbum ”Penumbra” wurde an dieser Stelle bereits lobend erwähnt, nun liegt das neue Werk des norwegischen Sound-Designers Morten Birkeland Nielsen vor, zwischen 2017 und 2018 im Studio "Wahnsinn-Idyll" aufgenommen. Na, bei solchen Rahmenbedingungen muss doch 'was wahnsinnig Schönes rausgekommen sein? Auf der Bandcamp-Seite des Künstlers wird seine Musik kurz und knapp kategorisiert als „this record is a product of the Bergen School of Electronic Music“. Gewidmet ist das Album Klaus, Edgar, Peter, Christopher, Johannes, Michael, Conrad, Robert, Harald und Manuel. Gegen Ende dieser Aufzählung ist sich der Schreiberling zunächst nicht mehr ganz so sicher,…

Weiterlesen
11.0
Reviews

(52:57, CD, AMS Records, 2018) Kein Schreibfehler – diese italienische Band nennt sich in der Tat Baba Yoga (und nicht Baba Yaga). Wobei Band trifft es wohl auch nicht so ganz, denn es dürfte sich eher um ein Projekt des Duos Salvatore und Cherni handeln, die die einzigen Konstanten auf den zwölf Titeln sind. Zwei alte Hasen, wie man an ihrer Historie sieht. Der eine (Salvatore) arbeitete in den 80ern und 90ern unter anderem mit der Jazzgröße Steve Lacy zusammen, der andere war rund 30 Jahre Keyboarder in Antonello Vendittis Band und machte in der Prog-Szene durch sein Mitwirken bei…

Weiterlesen
NaN
Reviews

(6-CD-Box, Tempus Fugit, 2019) Wer sich halbwegs in der schwedischen Prog-Szene auskennt, dem ist der Name Hans Lundin sicherlich geläufig. Zwar hat er nicht den Bekanntheitsgrad seines damaligen Bandkollegen Roine Stolt, aber spätestens mit seiner Wiederbelebung und konstanten Weiterführung der schwedischen Legende Kaipa ist auch er eine relevante Größe in der Prog-Szene. Und im Zuge dieser Reunion hat sich das Tempus Fugit Label liebevoll um die Aufarbeitung der Bandgeschichte gekümmert. Nicht nur durch die Neuauflagen der drei Klassiker „Kaipa“, „Inget Nytt Under Solen“ und „Solo“ (allesamt noch mit Roine Stolt), sondern auch die nachfolgenden weniger gängigen Alben „Händer“ (1980) und…

Weiterlesen