
Alternative Rock • Funk • Jazz • Progressive Rock
(34:57; CD, Vinyl, Digital; Tonzonen Records/Cargo; 19.06.2026)
Der goldfressende Vogel aus der chilenischen Mythologie erfährt via Taihr eine neue Inkarnation und Daseinsberechtigung. Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Bei Taihr schon. Sei es durch den beeindruckenden Mix diverser musikalischer Genres, die hier zu einem Großen, Ganzen verschmolzen werden, oder durch die sprichwörtlich goldene Stimme von Sängerin Génesis Trinidad Gálvez Jaramillo. Jene kommt als Chile. Genau wie Keyboarder Mauricio Ricardo Inostroza Andrade. Der verbleibende Rest des Septetts (!) kommt aus Köln. Und eben hier liegt auch die Base von Taihr, obwohl nichts an Taihr irgendwie typisch für Köln ist.
Génesis balanciert stimmlich zwischen Anke Hachfeld (Mila Mar) und Lou Rhodes (Lamb), was ein reichlich weit bemessenes Spektrum ist, die Band kontert hochmotiviert mit einem beeindruckenden Crossover aus Prog, Alternative, Funk und Jazz.
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Schon 'Kiss', der fulminante Opener, kommt mit einem Mix aus Funk sowie Ethiopian 'n' Spiritual Jazz, nachfolgendes 'Pisco Fury' öffnet die Pforten zum Dancefloor, inklusive glitzerndem Disco Ball, 'Paper Birds‘' greift die Leichtfüßigkeit von Projekten wie Lamb auf und im abschließenden 'Tortugas' wird es tatsächlich dezent heavy. Und funky. Und groovy… Und und und…
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Bewertung: 11/15 Punkten
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Abbildungen: Tahir

