Robert Schroeder – Fata Morgana

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(65:43, CD, Spheric Music, 2019)
Es ist nun schon satte 40 Jahre her, dass der Aachener Soundtüftler Robert Schroeder sein Debütalbum „Harmonic Ascendant“ auf dem renommierten IC-Label von Klaus Schulze veröffentlichte. Dieser hatte offensichtlich schon früh das Potenzial des Künstlers erkannt. Seit vielen Jahren erscheinen Schroeders Alben mittlerweile auf dem Spheric Music Label, das ebenfalls von einem Musiker betrieben wird, nämlich Lambert Ringlage. Das vorliegende „Fata Morgana“ ist bereits Schroeders vierzigste (!) Veröffentlichung, was seinen durchschnittlichen Jahres-Output ausgesprochen leicht berechnen lässt.

Dass bei derartiger Schlagzahl die Gefahr eines gewissen Abnutzungseffekts sehr groß ist und das Risiko, sich selbst zu wiederholen, nicht zu leugnen ist, dürfte klar sein. Andererseits hat sich der Künstler in der Szene einen gewissen Status verschafft und seinen eigenen Sound entwickelt, den er auch auf dem aktuellen Werk pflegt. Wie bei Spheric Music üblich, wird auf der Cover Rückseite ein Etikett vergeben, das hier lautet: „Berliner Schule – Ambient – Chill Out – finest Electronic Music“. Das passt!

Auf den sieben Titeln mit Spielzeiten zwischen sieben und dreizehn Minuten sind sowohl flotte, Berliner Schule beeinflusste Nummern zu hören als auch ruhige Ambient Parts. Wie meist tauchen wieder die typischen Mellotronchöre auf, und Schroeder greift auch mal zur Gitarre. Das ist meist recht melodisch gehalten, allerdings sind diesmal durchaus ebenso etwas experimenteller geratene Parts zu hören wie beispielsweise im 10-Minüter ‚Dangerous Clicks‘, das dann aber zur Songmitte hin plötzlich Tempo aufnimmt. Das Album kann wieder durch tolle Sounds überzeugen und der Fan darf wieder bedenkenlos zugreifen!
Bewertung: 11/15 Punkten

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Robert Schroeder – Fata Morgana

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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