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    Du bist hier:Home»Reviews»Monograf – Nadir

    Monograf – Nadir

    0
    By Juergen Meurer on 17. Mai 2019 Reviews

    (46:30, Digital, Vinyl, Tigernet/Throne of Bone Recordings, 2019)
    Mit “Nadir” ist kürzlich eine ausgesprochen interessante Neuerscheinung bei der Redaktion angekommen. Das Quintett stammt aus Norwegen und meldet sich mit einem sehr atmosphärischen Debütalbum zu Wort, das als Doppelalbum und in digitaler Form auf ihrer Bandcamp-Seite erhältlich ist. Und bevor falsche Eindrücke entstehen, die Platten sind mit 45 RPM abzuspielen.

    Mit der Ausarbeitung ihres Erstlingswerkes haben sie sich vier Jahre Zeit gelassen, daran beteiligt waren folgende MusikerInnen:

    Erik Normann Sannes Aanonsen - Electric and acoustic guitar / vocals / double bass / Ebow / melodica / nyckelharpa
    Sunniva Molvær Ihlhaug - fiddle / vocals
    Hanna Sannes Aanonsen - bass guitar / backing vocals
    Erlend Markussen Kilane - drums / backing vocals
    Thomas Anda - electric guitar.

    Als Gäste wirken mit:
    Ole Jørgen Reindal - electric guitar/ backing vocals
    Jon-Vetle Lunden - drums
    Tåran Reindal - vocals
    Ingvill Trydal - hammond organ
    Håkon Oftung - mellotron / chamberlin
    Tore Hynnekleiv - backing vocals.

    Wie auch schon bei dieser Liste zu erahnen ist, scheint Erik Normann Sannes Aanonsen der "Kopf" der Band zu sein. Er komponierte fast alle Songs, schrieb alle Texte und war zudem für die Produktion des Albums zuständig. Lediglich ‚The Golden Calf‘ war in Zusammenarbeit mit Gitarrist Thomas Anda entstanden.

    Als großer Mellotron-Fan war der Schreiberling gleich hoch erfreut, als entsprechender Name in der Liste eingesetzter Instrumente auftauchte. Doch das war nur ein Strohfeuer, denn das Mellotron wird lediglich im Opener ‚Grails‘ eingesetzt, und das auch nur recht dezent. Überhaupt spielen Tasteninstrumente nur eine sehr untergeordnete Rolle. Stattdessen dominieren die Gitarren, die oft die Grundlage für Post-Rock Elemente bilden. Dem gegenüber stehen folkloristische Parts, geprägt durch das Geigenspiel von Sunniva Molvær Ihlhaug. Diese Mischung aus skandinavischem Folk und Post-Rock Arrangements passt erfreulich gut zusammen. Instrumente wie Nyckelharpa oder Melodica sorgen für eine zusätzliche besondere Note.

    Doch auch der Gesang spielt eine wichtige Rolle. Alle Songs werden in Englisch vorgetragen, lediglich das abschließende ‚Ned I Vester‘ (5:19), das auf einem norwegischen Traditional beruht, wird in Muttersprache gesungen. Dieser Titel ist nur auf der Vinylausgabe erhältlich. Neben rockigen Songs überzeugen sie ebenso mit balladesken Titeln. So beeindruckt beispielsweise der Titelsong mit intensiver Atmosphäre.

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    Kernstück des Albums ist ‚Horde‘, mit einer Viertelstunde Spielzeit auch der längste Titel. Hier wird am besten deutlich, welchen musikalischen Ansatz die NorwegerInnen fahren und welches Potenzial in der Band steckt. Aus Sicht eines mit dem Post-Rock Genre eher fremdelnden Hörers lässt sich sagen, dass Monograf es geschafft haben, das Interesse am Album trotzdem stets hochzuhalten - Kompliment!

    „Nadir“ ist ein exzellentes Debüt, das neugierig auf den zukünftigen Werdegang der Band macht.
    Bewertung: 11/15 Punkten (JM 11, KR 11)

    Surftipps zu Monograf:
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    Juergen Meurer

    Auf den Hund gekommener Proggie, aufgewachsen mit Yes, Genesis, Gentle Giant, King Crimson, VdGG usw. Anschließend bemerkt, dass es - huch - ja noch sooo viele andere Bands in dieser Richtung gibt, quer über den Globus verteilt. Dann kam das Interesse für Italo-Prog, Skandinavier, Japaner, Franzosen usw. Über Tangerine Dream, Klaus Schulze, Vangelis, Kitaro usw. entwickelte sich dann auch stetig das Interesse an Elektronischer Musik und Ambient.

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