Motorpsycho – The All Is One

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Abbildung: Motorpsycho; Artwork: Håkon Gullvåg

(84:47, 2LP, 2CD, Digital, Stickman Records / Noisolution / Soulfood, 2020)
Motorpsycho aus Trondheim in Norwegen beenden mit dem vorliegenden Album “The All is One” ihre Gullvåg-Trilogie. Die vorhergehenden Alben “The Tower” (2017) und “The Crucible” (2019) räumten bereits den Preis #TeapotOfTheWeek ab. Da sind die Erwartungshaltungen an Teil drei der Saga natürlich hoch.

Und tatsächlich haben sich die drei Norweger für den letzten Teil der Reise noch einmal etwas ganz Besonderes ausgedacht. Wie gewohnt war der extravagante und überaus begabte Künstler Håkon Gullvåg für die Gestaltung des Covers zuständig. Was sich in der Hülle befindet, ist weitaus mehr als nur ein Album. Auf Doppel-CD oder Doppel-LP befindet sich der dritte Teil der Gullvåg-Trilogie “The All is One” (LP Seite 1 und 4). Dieser umschließt die farbenfrohe Reise in ferne Galaxien “N.O.X. ∞”, welche mit etwa 24 Minuten Spielzeit die Seiten 2 und 3 füllt.

Inhaltlich wie auch klanglich hebt sich “N.O.X. ∞” buchstäblich vom Hauptwerk “The All is One” ab. Das titelgebende Werk ist bestimmt durch progressive, psychedelische und anspruchsvolle Rockmusik mit viel Blues und etwas Jazz im Gepäck. Die eingeschobene Reise zur Mitte des Doppelalbums wird zum multiinstrumentalen Ausflug in Gefilde von Space Rock, Acid, Jazz und atmosphärischer Tonkunst. Ganz im Zeichen der Unendlichkeit wird sich hier in Kreisen und Spiralen bewegt. Dementsprechend fällt auch die Wahl der Titel auf Kreise, die sich um die Sonne bewegen, die sich selbst in den Schwanz beißende Schlange ‘Ouroboros’ oder Loops.

Abbildung: Motorpsycho

Erstaunlicherweise sind weder Kompass noch GPS nötig, um sich auf der sehr eigensinnigen Konstellation an Stilen und Konzepten zurechtzufinden. “The All is One” und “N.O.X. ∞” lassen sich sowohl einzeln als auch gemeinsam als Gesamtwerk reibungslos durchhören. Bent Sæther (Gesang, Bass, Gitarre, Keyboards, Schlagzeug), Hans Magnus “Snah” Ryan (Gitarre, Gesang, Keyboards, Mandoline, Violine, Bass) und Tomas Järmyr (Schlagzeug, Gesang) schaffen es, komplexe Vorgänge und Strukturen so zu präsentieren, dass sie zart und butterweich das Gehör verwöhnen.

Unterstützung bekommt das Trio auf dem fast eineinhalbstündigen Werk von Ola Kvernberg (Steamdome), Lars Horntveth (Jaga Jazzist, Amgala Temple) und Reine Fiske.

Abbildung: Motorpsycho

Was Motorpsycho hier abgeliefert haben, ist zweifelsohne Kunst. Nicht nur hat die Gullvåg-Trilogie mit “The All is One” einen absolut würdigen Abschluss bekommen. Gleichzeitig wird mit dem eingeschlossenen Album “N.O.X. ∞” direkt die nächste Reise angetreten, die vor der Unendlichkeit keinen Halt macht.

Motorpsycho regen jede Synapse einzeln und den gesamten Körper als Komplettes an. Jeder Ton, jede Harmonie, jeder Schlag sitzt genau da, wo er hingehört, um ganzheitlich und vollkommen die Sinne zu verwöhnen. “The All is One” schafft es, selbst mit leisesten Tönen, Körper und Geist maximal zu animieren.

Bewertung: 15/15 Punkten (WE 10, RG 15, KR 15)

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Über den Autor

Raphael Lukas Genovese

Kontemporär in Würzburg ansässig. Irgendwo zwischen Punk, Psychedelic, Kraut, Wahnsinn und Jazz zuhause.

2 Kommentare

  1. Avatar

    tut mir leid, der sound ist grottenschlecht.
    Höre gerade Aunt Mary von 1970, der Sound ist um Längen besser, für mich ein no go.

    Gruß
    Reinhard

  2. Avatar

    wow……….wer ist Reinhard? ? ? ? (X)
    ich kann mit Motorpsycho ebenfalls absolut nix anfangen;
    aber ich bin’s nicht…(X)
    Old R.

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Motorpsycho – The All Is One

von Raphael Lukas Genovese Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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