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    Du bist hier:Home»Reviews»RPWL - Tales From Outer Space

    RPWL - Tales From Outer Space

    0
    By Kristian Selm on 22. März 2019 Reviews

    (50:59, CD, Gentle Art Of Music / Soulfood, 2019)
    Selbst wenn die Außeridischen auf irgendeine Art fast immer präsent sind, steckt keineswegs ein zusammenhängendes Konzept hinter dem aktuellen RPWL-Album "Tales From Outer Space". Dennoch dienen hier Geschichten aus dem Sciene Fiction-Umfeld als loses Bindeglied. Deswegen schweben über diesem Werk solche Aussagen wie diese von Sänger / Keyboarder / Produzent Yogi Lang: „Dieses Mal ist es kein Konzeptalbum im eigentlichen Sinn geworden. Es sind jedoch sieben Kurzgeschichten zum Thema Science-Fiction. Für uns war das aber nicht nur thematisch sehr interessant, sondern auch musikalisch eine unglaubliche Spielwiese, die förmlich einlud, mit Sounds und allen vorstellbaren musikalischen Stilmitteln zu experimentieren.“

    Zwar sind RPWL damit keineswegs im zu offensichtlichen Space Rock-Genre gelandet, trotzdem klingt ihre über die Jahre gewachsene und sehr eigenständige Art Rock-Interpretation nunmehr etwas schwebender, offener, weit mehr nach "Out-Of-This-World", verfügt jedoch ebenso über den gehörigen Rock Punch mit prägnanten Gitarrenriffs bzw. -soli und wuchtigen markanten, analogen Keyboards (u.a. Synthesizer, Mellotron, Orgel. Lasst Euch beispielsweise mal Yogis Moog-Solo im letzten Drittel des Titelstücks auf dem Genusszentrum Eures Gehirns zergehen, die Schlussred.).

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    Gleichfalls erkennt man das in eine comic-hafte Verpackung ummantelte Material auf "Tales From Outer Space" durch Songdienlichkeit und stimmige Melodik sofort als irgendwie typisch für RPWL. Schwebte seit jeher ein gewisser Pink Floyd-Vergleich immer durch die Historie des bayerischen Vierers - nicht zuletzt wegen des Beginns als Pink Floyd Coverband, die vor allem eine unabhängige Interpretation deren Frühwerke setzte, wie sogleich den in den letzten Jahren in Eigenregie veröffentlichten Alben wie "Plays Pink Floyd" oder "Plays Pink Floyd's 'The Man And The Journey'" - baut man aktuell sogar recht konsequent einen Gastauftritt von Guy Pratt (Pink Floyd, David Gilmour) bei 'Not A Place To Be' ein. Eingespielt von einem mittlerweile langjährig eingespielten Team, namentlich Yogi Lang (Gesang, Keyboards), Kalle Wallner (Gitarre, Bass), Markus Jehle (Keyboards) und Marc Turiaux (Schlagzeug), gewinnt das aktuelle Material ebenfalls durch seine teilweise verträumte, sehr floydige Atmosphäre (besonders 'What I Really Need' könnte als später Nummer der Briten durchgehen) und offensichtliches, überzeugendes Retro-Flair.

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    Zwar kein Album mit wirklichen Überraschungen oder komplett unerwarteten Wendungen, dennoch sehr souverän, geschmackvoll und überaus fähig umgesetzt. Und gerade in den mal eleganten, mal bombastischen Instrumentalpassagen beweisen RPWL ihr Gespür für zeitlose Harmonien und ergreifende Feinheiten.

    Neben dem regulären Album ist "Tales From Outer Space" auch als Limited Collector's Box, sowie in verschiedenfarbigen Vinylausgaben erhältlich. Weiterhin geht man im April auf ausgedehnte Europa-Tour, bei der vor allem die Präsentation des aktuellen Album im Fokus steht und man von Sebastian Harnack (Sylvan) am Bass unterstützt wird.
    Bewertung: 12/15 Punkten (DH 12, HK 12, JM 12, KR 12, KS 12, WE 11)

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    Abbildungen: RPWL / Gentle Art Of Music

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    Kristian Selm

    Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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