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    Betreutes Proggen
    Du bist hier:Home»Reviews»Aeneas – Paradox

    Aeneas – Paradox

    0
    By Juergen Meurer on 31. Dezember 2018 Reviews

    (41:56, CD, Eigenproduktion, 2018)
    Wie die Zeit vergeht… Es ist doch tatsächlich schon satte drei Jahre her, dass die Augsburger Formation Aeneas mit ihrem Debütalbum “New Renaissance“ für Furore sorgte. Wie seinerzeit erwähnt, legten sie die Messlatte damit ziemlich hoch für das Nachfolgealbum.

    Nun liegt es vor, eingespielt in folgender Besetzung:

    Ben Eifert - guitars / piano / synthesizers / arrangements
    Bernhard Huber - lead vocals
    Maxx Hertweck - drums
    Giuseppe Puzzo - bass.

    Dazu als Gast noch Karin Arens (backing vocals, arrangements).

    Dem aufmerksamen Fan wird dabei nicht entgangen sein, dass sich im Line-up etwas getan hat, was möglicherweise auch die lange Spanne zwischen den Alben erklärt. Zum einen ist man auf Kosten eines Keyboarders auf ein Quartett geschrumpft, andererseits hat es eine nicht unwesentliche Veränderung gegeben, denn mit Bernhard Huber ist ein neuer Sänger an Bord. Da stellt sich natürlich sofort die Frage, ob die Position, die sich beim Debütalbum als ein klarer Pluspunkt herausstellte, adäquat ersetzt wurde.

    Die Band bezeichnet ihren Stil als Epic Rock, was allerdings zu Beginn des Albums kaum nachvollziehbar ist. Der Opener ‚Awake‘ ist ein mainstreamiger Rocksong, der ganz gut ins Ohr geht, aber nichts Episches hat. Der neue Mann am Mikro legt sich gleich ordentlich ins Zeug, wobei speziell die hohen Töne nicht unbedingt Jedermanns Ding sein dürften. Das nachfolgende ‚Scream‘ ist – wie auch die Covergestaltung – eher schlicht gehalten.

    https://www.youtube.com/watch?v=WWM6Ks3bJwA

    Die folgenden vier Songs sind ebenfalls recht kurz gehalten, doch im weiteren Verlauf entwickelt sich das Ganze fließend von lupenreinen Heavy Rock- zu flotten Heavy Prog-Nummern. Den Löwenanteil an den Kompositionen trägt Ben Eifert, der auf diesem Album wieder die meisten Songs komponierte und nun sowohl für die satten Gitarrenriffs wie auch die symphonischen Tastenarrangements zuständig ist. Dieses Zusammenspiel aus heavy und symphonisch hat er also lediglich mit sich selbst ausmachen müssen. Das Ergebnis lässt sich auf jeden Fall gut sehen bzw. hören.

    Nach dem ersten Eindruck, der sehr nach Mainstream Rock aussah, ändert sich im Verlauf also das Bild: ein gutes Beispiel für eine typische Aeneas-Nummer auf diesem Album ist das fünfminütige ‚Unleashed‘, in dem dieser Spagat zwischen Heavy Rock und Symphonc Prog hervorragend gelungen ist. Daran schließt sich eine schöne Piano-basierte Ballade an.

    Im letzten Song des Albums wird dann etwas weiter ausgeholt und der Begriff Epic Rock trifft es dann hier doch ziemlich gut. ‚The Aeneid‘ (18:21) startet erst einmal mit einem 2-minütigen symphonischen Tastenarrangement, um anschließend sämtliche Register zu ziehen, wobei sie hier am ehesten im Neo-Prog- Genre wildern und gelegentlich ein wenig an Arena erinnern.

    Als Fazit bleibt festzuhalten, dass Aeneas mit ihrem zweiten Album ihre Fans sicherlich nicht enttäuschen. Der neue Sänger gibt insgesamt eine gute Figur ab und Eifert sorgt weiterhin dafür, dass Aeneas sich als eine feste Größe in der deutschen Prog-Szene etablieren wird. Stellt sich nur die Frage, wie die Vier dies live umsetzen wollen.
    Bewertung: 11/15 Punkten (JM 11, KR 11)

    Surftipps zu Aeneas:
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    AOR Aeneas Ben Eifert Bernhard Huber CD Deutschland Eigenveröffentlichung Giuseppe Puzzo Heavy Prog Heavy Rock Karin Arens Longtrack Maxx Hertweck Neo Prog Symphonic Rock
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    Juergen Meurer

    Auf den Hund gekommener Proggie, aufgewachsen mit Yes, Genesis, Gentle Giant, King Crimson, VdGG usw. Anschließend bemerkt, dass es - huch - ja noch sooo viele andere Bands in dieser Richtung gibt, quer über den Globus verteilt. Dann kam das Interesse für Italo-Prog, Skandinavier, Japaner, Franzosen usw. Über Tangerine Dream, Klaus Schulze, Vangelis, Kitaro usw. entwickelte sich dann auch stetig das Interesse an Elektronischer Musik und Ambient.

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