Ambient • Elektronische Musik
(42:23; digital; Aural Films; 10.04.2026)
Und weiter geht es mit der nach Jahreszeiten ausgerichteten "Komorebi" Reihe des Elektronikmusikers Lars Tellmann, der außerdem noch unter dem Pseudonym Zeituhr unterwegs ist. Nachdem Sommer und Herbst bereits vorgestellt wurden, ist nun der Winter an der Reihe.
In Heilbronn geboren, spielte Tellmann von 1994 bis 2003 in einer Heavy Rock Band namens The Art Of Illusion, und zwar als Gitarrist. Nach zwei Alben hatte sich die Band schließlich aufgelöst und der Protagonist suchte nach neuen Betätigungsfeldern. Tangerine Dream, Steve Roach und Kitaro brachten ihn zur Elektronischen Musik. Als er dann die Möglichkeit bekam, für einen Animationsfilm die Musik zu schreiben, hat er sich endgültig der Elektronischen Musik verschrieben.
Der dritte Teil seiner Reihe enthält fünf mittellange Tracks. Den Anfang macht eine sehr schöne ruhige Nummer mit dem Titel 'Iceicles Morning Light' (kein Schreibfehler), da perlen die Tasten und schöne Synthiflächen mit begleitenden dezenten Chören erzeugen eine sehr entspannte Atmosphäre. Das nachfolgende 'Shadows In The Snow' startet mit E-Piano Sounds, wird im weiteren Verlauf zunehmend experimentell, allerdings mit einer grundsätzlich friedvollen und ruhigen Gesamtatmosphäre versehen.
So geht es zunächst weiter, doch ungefähr ab der Hälfte des längsten Titels, 'Frozen Creek', ändert sich die Grundausrichtung deutlich. Plötzlich tauchen Sequenzen auf, es wird richtig Fahrt aufgenommen und für den Rest des Albums wird aus der Ambient-Scheibe plötzlich ein EM-Album mit Berliner Schule Einflüssen.
Des Künstlers Tipp ist nach wie vor: Kopfhörer aufsetzen.
Bewertung: 10/15 Punkten
Tracklist:
- Iceicles Morning Light (07:00)
- Shadows In The Snow (10:21)
- Lonely Winter Road (06:26)
- Frozen Creek (11:52)
- Midwinter Train (06:44)
Besetzung:
Lars Tellmann - all instruments
Surftipps zu Lars Tellmann:
bandcamp
Abbildungen: Lars Tellmann

