Low – Hey What

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Low – Hey Wat (Sub Pop Records, 10.09.21)(46:08, Vinyl, CD, Digital, Sup Pop Records, 2021)
Elektronische Dissonanz zwischen Minimal und Glitch auf der einen und die harmonischen Gesangmelodien von Alan Sparhawk und Mimi Parker auf der anderen Seite. Das sind die beiden Gegensätze, aus welchen “Hey What”, das mittlerweile 13. Sudioalbum der aus Duluth, Minnesota stammenden Formation Low, seine Energie und Spannung bezieht. Ähnlich wie schon beim Vorgänger “Double Negative” setzt das Duo aus dem mittleren Westen der USA auf einen reduzierten Ansatz, der von verstörenden Geräuschen geprägt ist und daher von einer Vielzahl von Menschen als Krach oder Lärm wahrgenommen werden könnte.

Doch was anfangs stark verstörend wirkt verwandelt sich mit zunehmender Spielzeit in wahre Schönheit. Hat man sich nämlich erst einmal an den ungewöhnlichen Ansatz von “Hey What” gewöhnt, verschiebt sich der Fokus des Hörers von den Störgeräuschen auf die dahinter versteckten Melodien und die wunderbaren Stimmen von Sparhawk und Parker. Doch wer jetzt denkt, man könne Lows neuestes Album mit einer dornigen Rose vergleichen, der hat die falsche Vorstellung von “Hey What”. Das Bild eines einzelnen blühenden Löwenzahns inmitten einer öden Industriebrache beschreibt die Musik da schon besser.
Bewertung: 10/15 Punkten (MBü 12, FF 10, KR 10)

Low – Hey Wat (Sub Pop Records, 10.09.21)

Credit: Nathan Keay

Besetzung:
Alan Sparhawk (guitar, vocals)
Mimi Parker (vocals, percussion)

Diskografie (Studioalben):
“I Could Live in Hope” (1994)
“Long Division” (1995)
“The Curtain Hits Rhe Cast” (1996)
“Secret Name” (1999)
“Things We LostIin The Fire” (Kranky, 2001)
“The Great Destroyer” (2005)
“Drums and Guns” (2007)
“C’mon” (2011)
“The Invisible Way” (2013)
“Ones and Sixes” (2015)
“Double Negative” (2018)
“Hey What” (2021)

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Über den Autor

1978 in Traben-Trarbach geboren und seit 2014 in Köln ansässig bin ich noch immer ein echter Globetrotter. Ziehe ich gerade einmal nicht trampend und couchsurfend mit meiner Frau Inga durch die Welt, so arbeite ich als Sozialpädagoge in der Inklusionsbegleitung sowie in der Einzelfall- und Familienhilfe. Nebenberuflich bin ich als Stadtführer für Free Walk Cologne tätig. Außerdem nähen Inga und ich hin und wieder noch immer unsere Travelling Monkeys, handgefertigte Stoffaffen. Musikalisch in den 90ern sozialisiert, wuchs ich mit Grunge (Pearl Jam, Nirvana), Prog (Marillion, Dream Theater), Punk (Bad Religion, NoFX), Gothic Metal (Paradise Lost, My Dying Bride) und Crossover (Rage Against the Machine, Faith No More) auf. Für mich sind die letzten zehn Jahre musikalisch so ziemlich die spannensten, die ich bisher erlebt habe, da in dieser Zeit viele jener verschiedenen Stile musikalisch zusammengführt worden sind.

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Low – Hey What

von flohfish Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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