Galaad – Paradis Posthumes

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Galaad - Paradis Posthumes (unsigned, 16.3.21)(64:40, CD, Digital, Eigenveröffentlichung, 2021)
Bereits mit ihrem 2019er, nach relativ langer kreativer Schaffenspause herausgebrachten Comebackalbum „Frat3r„, setzten Galaad ein deutliches Statement. Knapp zwei Jahre später legen die Schweizer mit „Paradis Posthumes“ ein weiteres Album nach, das als prächtige Fortsetzung des Vorgängers einen überzeugenden, unterhaltsamen Eindruck hinterlässt und bei der die Band aus dem französisch-sprachigen Teil unseres Nachbarlandes nach dem persönlichen Empfinden des Autors sehr viel richtig macht.

Hier wird einmal mehr wuchtiger, bombastischer Neo Prog geboten, so wie er sein soll. Keinerlei harmonisch überladende Peinlichkeiten, der Verzicht auf die gerne in diesem Genre verwendeten Plattitüden mit zu offensichtlichen Keyboard-/Gitarrenläufen und übertriebener gefälliger Sättigung. Dafür jedoch packende Melodien, eingehüllt in eingängige Sinfonik sowie mit einem gesunden Härtegrad versehen.

Auch bei der Besetzung hat sich nicht viel verändert, sprich hier ist die gleiche Mannschaft wie bei „Frat3r“ am Start:
Sébastien Froidevaux – Gitarre, Backgroundgesang
Gianni Giardiello – Tasteninstrumente
Laurent Petermann – Schlagzeug
Gérard Zuber – Bass
Pierre-Yves Theurillat – Gesang.

Mit Frontmann Pierre-Yves Theurillat verfügt man über einen stimmlich sofort erkennbaren, leidenschaftlichen Frontmann, der mit reichlich Pathos und entsprechender Intonation einen signifikanten Eindruck hinterlässt. Die elf Tracks des aktuellen Longplayers bleiben trotz variierender Songlängen von zwei bis neun Minuten immer fokussiert und kommen ohne inhaltliche oder stilistische Übertreibungen aus.

Ein großer Pluspunkt bei Galaad ist ihre recht direkte Herangehensweise, die trotz mächtiger Power und ausladenden Momenten keineswegs die eigentliche Songaussage aus den Augen verliert. Der Zugang zum modern arrangierten Songmaterial fällt nicht schwer, trotzdem findet man in der griffigen, kurzweiligen Umsetzung keineswegs ermüdende Plattitüden.

Ein Manko könnte für manche Hörer möglicherweise die französische Sprache bilden. Doch sollte dies nicht davon ablenken, dass „Paradis Posthumes“ wiederum als gelungenes Neo-Prog-Album mit jeder Menge Sympathiefaktoren überzeugt.
Bewertung: 11/15 Punkten (JM 11, KS 11)

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Abbildungen: Galaad

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Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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Galaad – Paradis Posthumes

von Kristian Selm Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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