Apogee – Endurance Of The Obsolete

0

Apogee – Endurance Of The Obsolete (PPR, 15.6.20)(65:39, CD, Progressive Promotion Records, 2020)
Arne Schäfer ist weiterhin fleißig dabei, den Katalog seines Solo-Projektes Apogee zu erweitern. Mittlerweile ist er beim zehnten Album angelangt, das dritte in Folge beim Label Progressive Promotion Records. Fans seiner 90er-Formation Versus X müssen sich also noch in Geduld üben, wobei das Thema Versus X anscheinend noch nicht endgültig ad acta gelegt wurde, zumindest wird im Inlet unter anderem auch auf die Versus X Homepage hingewiesen.

Schäfer erweist sich wieder als kompetenter Multiinstrumentalist, er bedient alle elektrischen und akustischen Gitarren, Bass Gitarren (fretted und fretless), ist für orchestrale Arrangements zuständig, aber auch für sämtliche Gesangspassagen, was nicht gerade für ausnahmslose Begeisterung sorgt. Unterstützt wird er auf dem neuen Album, wie schon bei den beiden Vorgängern, lediglich von Schlagzeuger Eberhard Graef.

Was der Hörer von Apogee Alben zu erwarten hat, ist an dieser Stelle ja schon an den Beispielen „The Art Of Mind“ und „Conspiracy Of Fools“ berichtet worden. Auch „Endurance Of The Obsolete“ macht da keine Ausnahme, es ist ein weiteres typisches Apogee Album geworden. Was ja eigentlich ein Solo-Album ist, könnte auch glatt als das Werk einer gut eingespielten Band durchgehen, Schäfer liefert hier gute Arbeit ab. In den meisten Songs sind ausgedehnte Instrumentalparts enthalten, die meist von der Gitarrenarbeit bestimmt werden und durch die Tasteninstrumente weitere Feinheiten erfahren.

Der knapp zehnminütige Opener ‚Interpretations‘ deutet an, was auch im weiteren Verlauf bestätigt wird – die Kompositionen dürften ganz nach dem Geschmack des Symphonic Prog Fans sein. Die instrumentale Ausarbeitung ist sehr gut gelungen, es bleibt halt der Punkt Gesang, an dem sich die Geister scheiden dürften. Ein wichtiger Punkt, da der Gesangs-Anteil wieder recht hoch ausgefallen ist. Dabei sind ihm durchaus interessante Arrangements zu attestieren, so zum Beispiel der an Gentle Giant erinnernde Abschnitt, unter anderem mit schönem Satzgesang ausgestattet. Das nachfolgende vergleichsweise kurze ‚Waiting For The Dawn‘ fällt nicht nur Spielzeittechnisch gesehen etwas aus dem Rahmen, hier schlägt Schäfer einen anderen Weg ein, die Nummer ist bestimmt von seinem Spiel auf der akustischen Gitarre, eine wirklich schöne Abwechslung und eine Facette, die auch zukünftig gerne gezeigt werden darf.

Es folgen weitere mittellange Stücke im typischen Apogee-Kosmos, abgeschlossen wird das Album durch den längsten Titel, dem 16 ½ minütigen ‚Overruled‘.

„Endurance Of The Obsolete“ gehört für den Schreiberling zu den bisher besten Apogee-Alben, nicht zuletzt weil ihm einige schöne Melodien und Arrangements gelungen sind und die Instrumentalparts wieder gut ausgearbeitet und stimmig rüberkommen, gutes Beispiel hierfür ist der Song ‚Spirits Disengage‘. Die Frage ist für den Hörer halt, inwieweit für den eigenen Geschmack der Gesang und die fraglos interessanten und gut arrangierten Symphonic Prog Songs zusammenpassen.
Bewertung: 10/15 Punkten

Surftipps zu Apogee:
Homepage
Facebook
ProgStreaming
Spotify
Wikipedia

Abbildungen: Apogee, Progressive Promotion Records

image_pdfArtikel als PDF herunterladenimage_printArtikel drucken
Teilen.

Über den Autor

Avatar

Antworten

Hinweis: Mit dem Absenden deines Kommentars werden Benutzername, E-Mail-Adresse sowie zur Vermeidung von Missbrauch für 7 Tage die dazugehörige IP-Adresse, die deinem Internetanschluss aktuell zugewiesen ist, in unserer Datenbank gespeichert. E-Mail-Adresse und die IP-Adresse werden selbstverständlich nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Du hast die Option, Kommentare für diesen Beitrag per E-Mail zu abonnieren - in diesem Fall erhältst du eine E-Mail, in der du das Abonnement bestätigen kannst. Mehr Informationen finden sich in unserer Datenschutzerklärung.

Apogee – Endurance Of The Obsolete

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
0