Eternal Engine – Into the Void

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(48:26, CD, Digital, Eigenveröffentlichung, 2020)
Corbinian Schwarz (Schlagzeug), Bouke van Haasteren (Bass) und Uwe Halmich (Gitarre und Gesang) aus dem badischen Örtchen Bretten sind seit sechs Jahren als Trio unter dem Namen Eternal Engine unterwegs. Vor drei Jahren gab es bereits eine selbstbetitelte EP als erstes Lebenszeichen in Form einer Aufnahme zu hören. Seitdem haben die drei Menschen aus dem Landkreis Karlsruhe fleißig weiter geschrieben und musiziert, so dass wir seit März ihr erstes Album “Into the Void” in den Händen halten dürfen.

Aufgebaut ist das erste Album von Eternal Engine in Form einer Geschichte, die uns auf den Hügeln “der grünen Insel” aussetzt und dann innerhalb von sieben Kapiteln durch Zeit und Raum in die tiefsten Leerräume entführt. Ob das Ende der Traumreise in den entlegensten Winkeln des Weltalls oder im Schlund der Hölle liegt, bleibt der Rezeption der Hörenden überlassen. In jedem Fall erfüllt der Name “Into the Void”, was er verspricht.

Musikalisch bewegen sich Eternal Engine auf ihrem ersten Album zwischen Stoner Rock, Psychedelic Rock und Hard Rock. Die Eigenbeschreibung “Electric Wizard playing Pink Floyd” wiederum passt nur bedingt, ist jedoch auch nicht komplett aus der Luft gegriffen. Eine passendere Beschreibung wäre vielleicht “Naihmass Nemtheanga singt bei Dozer und sie covern Mars Red Sky” (Ein Track heißt jedenfalls so). Tatsächlich erinnert Uwes sehr eigensinniger und fesselnder Gesang oft an den Sänger der irischen Folk Metaller. Die restliche musikalische Landschaft orientiert sich grob an flottem Stoner und Desert Rock schwedischer Machart und der kratzigeren und härteren Seite von Psychedelic und Space Rock.

Insgesamt macht es Freude, Eternal Engines erstes Album durchzuhören. Es mangelt weder an Kreativität noch an Innovation. Allerdings fehlt noch etwas das Element, das beim Zuhören packt und mitreißt. In diesem Punkt verlieren sich die drei Musiker vielleicht hier und da noch ein bisschen. Es sind die Lockerheit aus der Hüfte und die gemeinsame Routine, die noch ausbaufähig sind, damit die Musik von Eternal Engine richtig souverän klingen kann. Somit ist “Into the Void” ein gutes Album, das erwarten lässt, dass sehr gute Werke folgen werden.
Bewertung: 9/15 Punkten (RG 9, KR 11)

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Abbildungen: Eternal Engine

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Über den Autor

Raphael Lukas Genovese

Kontemporär in Würzburg ansässig. Irgendwo zwischen Punk, Psychedelic, Kraut, Wahnsinn und Jazz zuhause.

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Eternal Engine – Into the Void

von Raphael Lukas Genovese Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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