Different Light – Binary Suns (Part 1 – Operant Condition)

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(56:53, CD, Progressive Gears/Just For Kicks, 2020)
Die Geschichte der Band geht weit zurück bis in die 90er, als Trevor Tabone, auf Malta ansässig, die Band in Quartettformat gründete. Zwei Jahre nach der Gründung folgte 1996 mit „All About Yourself“ das Debütalbum. Man erreichte dahingehend Beachtung, dass es ihnen immerhin ermöglicht wurde, als Support von Fish auf Tour zu gehen. Doch den Jahrtausendwechsel überlebte die Band nicht – sie löste sich kurz vorher auf. Tabone zog es nach Tschechien, wo die Band 2008 wiederbelebt wurde. Erwartungsgemäß ist nur noch Mastermind Tabone von der ursprünglichen Besetzung mit von der Partie. Die Besetzung blieb bisher nie konstant, auf dem mittlerweile dritten „tschechischen“ Album hat es im Vergleich zum Vorgänger lediglich eine Umbesetzung am Schlagzeug gegeben.

Das aktuelle Album, das auf zwei Ausgaben angesetzt ist, wurde in folgender Besetzung eingespielt:

Trevor Tabone – keyboards / vocals
David Filák – drums
Petr Lux – guitars / backing vocals
Jirka Matoušek – bass guitar

Lucy Lux – additional backing vocals.

Das Album besteht aus sechs Songs, einige von ihnen in (bis zu sieben) Untertitel aufgeteilt. Damit lassen sich natürlich auch leicht Songlängen von bis zu 21 ½ Minuten erklären. Doch ausufernde Instrumentalparts in komplexen Songstrukturen sollten die Hörer dennoch nicht erwarten. Und erst recht keine schrägen Attacken oder Metal-Exkursionen. Nein, das ist nicht die Sache von Different Light bzw. Trevor Tabone. Vielmehr stehen hier Melodien im Vordergrund, und diesbezüglich sind einige gelungene Songs zu vermerken.

Es geht zugegebenermaßen auf dem Album bisweilen recht soft zu, da wird eher an Barclay James Harvest oder Alan Parsons Project erinnert als an King Crimson oder Ähnliches. Dazu passt der Gesang des Hauptprotagonisten recht gut, auch sein Spiel am Klavier ist ein wesentlicher Bestandteil des Albums. Gitarrist Lux hat ebenfalls genügend Gelegenheiten, Akzente zu setzen – und nutzt dies auch, gerade im Sinne der Neo-Prog Fans. So ist beispielsweise das abschließende ‚On the Borderline‘ ein sinnvoller Anspieltipp, um sich ein repräsentatives Bild von der Musik dieser (mittlerweile) tschechischen Formation zu machen.

Für harmoniesüchtige Prog-Fans ist dieses Album durchaus eine Empfehlung wert, wer lieber mehr Ecken und Kanten in den Kompositionen mag, wird hier nicht wirklich fündig.
Bewertung: 10/15 Punkten (JM 10, KR 10)

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Abbildungen: Different Light / Progressive Gears Records

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von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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