Joey Bruers von Maiden uniteD über Banddynamik, Songwriting und Touring-Pläne

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Nachdem es im Januar beim Auftritt im “Koninklijk Theater Carré” in Amsterdam großartige Zuschauer-Reaktionen bei der Performance des Maiden-Tracks ‘Empire of the Clouds’ gab, entschloss sich die Band um Joey Bruers, den Track aufzunehmen. Und diese Idee war goldrichtig, die im Juni erschienene EP begeisterte nicht nur die zuständige Betreuerin so sehr, dass sich im Team sogar T-Shirts bestellt wurden (Aber sowas von! Die Schlussred.). Just nach dem Release hat sich Joey für ein Interview mit BetreutesProggen.de bereiterklärt und über Banddynamik, Songwriting und Touringpläne in den Staaten geplaudert.

Original Interview
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Zuallererst: Großartige Idee, tolles Projekt, klasse Band! Ich finde toll, was ihr da macht! Habt ihr solch eine Entwicklung in irgendeiner Weise erwartet?

Danke für diese lieben Worte! Das freut uns sehr. Um wirklich ehrlich zu sein, diese Entwicklung haben wir niemals erwartet, aber wir genießen jede einzelne Minute… Ich denke, niemand auf diesem Planeten konnte das erwarten.

Mittlerweile habt ihr eine wirklich beachtliche Anzahl von auch sehr bekannten Musikern in der Band… Wie kamt ihr alle zusammen?

In der einen oder anderen Weise haben diese Musiker einfach unsern Weg gekreuzt. Viel wichtiger ist, dass der ‚uniteD‘-Teil in unserem Namen von Jahr zu Jahr größer und treffender wurde. Eine unserer Prioritäten war, mit verschiedenen Musikern zusammen zu arbeiten. Mittlerweile haben wir eine lange Liste an ‚uniteD-Musikern‘ gesammelt und sind da sehr stolz drauf. Und diese Liste ist schon großartig, wir sind gespannt und freuen uns auf die, die da in Zukunft noch zustoßen.

Wie entscheidet ihr denn, wer konkret bei den jeweiligen Tributen mitwirkt?

Also, wir gucken einfach, welche Songs am besten zu den einzelnen Musikern passen. Dann gehen wir ins Studio, um zu schauen, ob die Ideen wirklich so funktionieren wie auf dem Blatt Papier. Meistens ist das sogar tatsächlich so, manchmal müssen wir aber auch etwas verändern, zum Beispiel das Arrangement oder sogar den Song. Am Ende finden wir aber immer ein perfektes Match.

Also können wir neue Mitglieder von Maiden uniteD erwarten?

Die Antwort ist ganz klar: Ja! Weil wir immer Maiden uniteD sein werden; der Maiden-Teil ist klar, denn wir werden immer Songs von Iron Maiden spielen. Der uniteD-Teil ist auch klar, wir werden stets alle möglichen Musiker vereinen, im Studio sowie live auf der Bühne. Wie schon gesagt, das ist eine unserer Prioritäten.

Zu Eurer aktuellen EP “Empire of the Clouds” – war die das Ergebnis der Reaktionen des Publikums beim Konzert im Carré Theater in Amsterdam oder gab es da vorher schon Pläne?

Wir hätten es nicht gewagt, Pläne für die Aufnahme dieses Tracks zu machen. An ‘Empire of the Clouds’ zu arbeiten, war ein Privileg der ganz besonderen Art. Der Song beinhaltet alles, was ein epischer Track braucht. Es war schon sehr riskant, ihn auf der Bühne zu spielen. Wir waren nie zuvor so nervös vor einer Show wie beim Royal Theater. Das Ding ist, wir haben gar nicht gemerkt, dass der Titel so beeindruckend für das Publikum war, wir waren viel zu sehr auf uns selbst konzentriert. Nach der Show  aber haben Leute geweint, da waren überall Tränen im Theater. Direkt den Tag danach haben wir entschieden, dass wir so schnell wie möglich ins Studio müssen, das Ding rocken wir.

Die Story der R101, die der Track erzählt, in vier Teile zu unterteilen, war für mich sehr sinnvoll. Wie kamt ihr auf diese Struktur?

Wenn wir anfangen, Songs neu zu arrangieren, teilen wir sie immer in kleinere Stücke, um sie dann neu aufzubauen. Als wir das bei ‘EOTC’ gemacht haben, hatten wir gleichzeitig vier verschiedene Parts in der Story. Es ist der Handlungsstrang, der den Song so gewaltig macht. Wir haben erstmal weiter an den vier einzelnen Teilen gearbeitet, um diese am Ende wieder zu einem Song zu machen.

Vielleicht ein bisschen früh zu fragen, aber gibt es bereits Pläne für weitere Tribute? Und wenn, wer wird da dabei sein?

Das ist wirklich etwas zu früh – erstmal promoten wir ‘EOTC’ jetzt live auf Bühnen in Europa. Da sind auch Pläne für eine US-Tour. Wenn wir das alles hinter uns haben, werden wir über weitere Kapitel nachdenken.

Wie sind die Reaktionen zu eurer Musik? Ich kann mir nämlich auch vorstellen, dass es so „Hardcore-Maiden-Fans“ gibt, die nicht mögen, was ihr da tut?

Die meisten mögen eigentlich, was wir machen. Das sind wirklich nur wenige, die Maiden uniteD nicht mögen. Viel witziger ist, dass es Leute gibt, die Iron Maiden für sich entdecken, nachdem sie Maiden uniteD gehört haben. Eigentlich ist das ja andersrum, aber auch sowas gibt’s… eine verdrehte Welt… haha.
Aber hey, alles was wir machen ist mit vollem Respekt gegenüber Iron Maiden, ihren Songs und auch Songwritern. Jemand der Musik liebt, wird das auch direkt hören. Mal ehrlich, Iron Maiden hat den größten Einfluss auf alle Hard Rock oder Heavy Metal Bands. Also auf die ein oder andere Art tun alle dasselbe wie Maiden. Das realisieren die vielleicht jetzt gar nicht, aber wenn die mal tief in sich gehen, dann werden die bei Maiden landen… haha, ja, alle Bands sind Maiden-Tribute… hahaha… Und wir machen das halt akustisch.

Ihr habt bald einige Konzerte in Europa. Was (und wen) kann das Publikum da erwarten?

Wir machen erstmal einige “EOTC”-Shows in Europa. Dann arbeiten wir ja an der US-Tour und da stehen einige Theater-Shows auf der Agenda. Die Line-Ups werden unterschiedlich sein, da unsere Musiker verschiedene Touring-Zeitpläne haben. Aber wir spielen dann die ganze “EOTC”-EP und Songs der vorherigen drei Alben.

Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten. Das letzte Wort gehört natürlich dir:

Danke, dass ihr Maiden uniteD und “Empire of the Clouds” unterstützt.
Und ich hoffe natürlich, euch alle mal auf unserer Tour zu treffen.

Maiden uniteD (Foto: Band)

Surftipps zu Maiden uniteD:
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Rezension “Mind the acoustic pieces” (2011)
Rezension “Empire of the Clouds” (2018)
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Alle Abbildungen: Maiden uniteD, Pressefreigaben

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Joey Bruers von Maiden uniteD über Banddynamik, Songwriting…

von Joan Artikel-Lesezeit: ca. 4 min
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