Space Rock • Krautrock • Psychedelic Jam Rock
(45:48; MC, Digital; Eigenveröffentlichung; 16.07.2026)
Dieses Trio aus Manchester spielt leidenschaftlichen, sehr stimmungsvollen/agilen Space Rock, gespeist aus treibenden Rhythmen, fuzzy Wah-Wah-Gitarren und eingängigen Melodien.
Partielle Heavyness, bluesig-schwere Parts, gniedelige Gitarren-Soli und immer wieder dieser typisch britische Rave-/Neo-Psych-Einschlag, der dem Setting immer wieder diesen Hauch shoegazigen Pop-Einschlag verpasst. Alte The Verve, moderne Psych-Bands aus dem Fuzz-Records-Umfeld, mit 'nem Schuss Krautrock versehen, ein stetes Wechselspiel aus leichtfüßig abgehobenem und massivem Psych Rock.
Viele fließend-kosmische Passagen, intensive Grooves halten das Energielevel des Albums fast durchgehend auf Anschlag, der blubbernd-spacige Gesamtsound sollte jedem Freund moderner Psych-Rock-Klänge ohne Weiteres gut reinlaufen. 'Jupiter Bodyguard' in zwei Teilen federt mit intensivem Gitarrenspiel immer schön ausufernd, kehrt in melancholisch-verträumte Ruhe-Parts ein und bricht mit geballtem Fuzz, leidenschaftlichen Drums und verlockendem Bassspiel kreativ durch die Decke.
Ich mag die progressive Textur, die Leidenschaft im Spiel, den permanent rockigen Trio-Sound. Organisch, butterweich lebt die Platte von mannigfaltigem Spiel aus Hall, feinen Gitarren-Motiven, wilden, orgiastischen Blaupausen, den in Watte gepackten Vocals, die immer etwas nah am Indie/Shoegaze/Neo-Psych balancieren und das Album somit im federleicht eingängigen Groove strahlen lassen.
'Tinnitus' ist so ein gelungenes Beispiel, wenn die Band trippy in leichtfüßigem Downbeat durch die Wolken lugt – hier mal wieder das Debüt von The Verve mit nicht zu unterschätzendem Nachhall-Einfluss hinterließ. Etwas funky, einen Hauch vertrackt kommt 'The Drang' mit kosmischen Effekten und mehrstimmigem Gesang daher. Es blubbert und knarzt all the time.
Das Rad erfinden die Briten natürlich nicht neu, aber die abschließend transzendenten Blubberblasen 'From Zenith To Azimuth' und vor allem 'Household Gods' schicken den Hörer schon gehörig in die kosmische Umlaufbahn. Die unbekümmerte Art, Space Rock mit modernem Indie/Neo Psych zu kombinieren, hier und da gezielte High-Momente zu generieren, das verbreitet gute Vibes und macht aus "Cosmodrome" einen butterweichen Trip für zwischendurch.
Bewertung: 11/15 Punkten
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Besetzung:
• Lucian Thomas - Guitar/Vocals
• Will Robinson - Bass/Synth
• Luke Shenton - Drums/Percussion
Surftipps:
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Abbildungen: Farfisa/Bandcamp


