Wave Rock • Synth Rock • Post Punk
(38:43; Vinyl, CD, Digital, Irascible Records; 27.02.2026)
Diese Schweizer hab ich bis auf einen letzten akustischen Rest beim letzten WGT in Leipzig verpasst – leider, denn die Audience schien schwer begeistert, und dass kurz danach die wundervollen Franzosen von Soror Dolorosa aufspielten, sei als nett gemeinter Querverweis zu verstehen.
Mit Sänger Raphaël Bressler hat man einen akustischen wie auch optischen Leckerbissen und, egal wie ausgetreten die Pfade und Stilmittel auf dem Papier hier auch sind, jeder Freund hymnischer Wave-Synth-Pop- und Post-Punk-Klänge wird hier mit großer Geste, fettem Sound und tollen Melodien in den 80's Himmel katapultiert.
Gestrig klingt es trotzdem nicht. Man agiert mit modernem alternativem Rüstzeug und entscheidend ist: Die Songs funktionieren ausnahmslos auf den Punkt.
Diese Platte ist mit einer wohlfeilen Retro-Attitüde konstruiert, feiert, mit hymnenhafter Überheblichkeit, permanent den Pathos-Moment. Dicke Synth-Spuren, perlende Gitarren und diese pompösen Melodien zelebrieren fast dekadent den glorreichen New-Wave-Moment in Rock. Alles ist hier in schickem Hochglanz, Patina und einer aufdringlichen Hit-Frequenz, die ich bei aller Skepsis im Vorhinein als einziges Feuerwerk für die Ohren wahrnehme. Die Emotionen fühle ich, es wirkt nichts künstlich, gestelzt und aufgesetzt. Tolle Melodien, schöne Refrains und dynamisch kurzweilige Hits.
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Wer Bands wie die Editors, Joy Division oder Eden aus Australien mag, wird allein schon durch die Vocals mit einer Leidenschaft und Theatralik maximal glücklich gemacht. Wave Rock, viel Pop, ordentlich Power, alles nah am gepflegten Stadionrock, aber es killt am Ende fast mit jedem Song.
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Erstaunlich wie die Schweizer Youngster nach nur einer EP bereits so einen definierten, maximal stimmigen Qualitätssound auffahren, und ja, auch hier finde ich, diese Musik gehört auf größere Bühnen. Alles schwelgt, perlt und wogt wavig mit einem kitschig-massiven Gesamtsound, dass es trotz aller Referenzen einfach Euphorie und Endorphine im Überschuss verteilt.
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Gehe ich sonst immer gerne in die einzelne Song-Analyse, mag ich mir das hier ersparen. Die Platte ist mit knapp 39 Minuten Vollgas auf den Punkt und sollte ein liebevoller Selbstläufer für Freunde des poppigen Goth/Wave Rock sein. Demnächst in Berlin – leider ohne mich. Ich hätte große Lust auf's abtanzen gehabt und all dies mit einem Lächeln im Gesicht.
Bewertung: 13/15 Punkten
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Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Irascible Records zur Verfügung gestellt.


