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    Du bist hier:Home»Reviews»IOTUNN - Access All Worlds

    IOTUNN - Access All Worlds

    0
    By Michael Büttgen on 29. März 2021 Reviews

    IOTUNN - Access All Worlds (MetalBlade, 26.2.21)(61:00, Vinyl, CD, Digital, Metal Blade, 2021)
    Der Name dieser aus Kopenhagen stammenden Band bedeutet aus dem Altnordischen frei übersetzt sowas wie "Gigant". Das passt sehr gut, denn gigantisch geht es auf dem Debütalbum der jungen Band um das brüderliche Gitarrenduo Jesper Gräs, Jens Nicolai Gräs und Schlagzeuger Bjørn Wind Andersen auch eindeutig zu. Nach einer EP aus dem Jahr 2016, holte man sich mit Hamferd-Sänger Jón Aldará eine wunderbare, vielseitige Gesangsstimme an Board und verstärkte sich dazu noch mit Eskil Rask am Bass.

    "Access All Worlds" erzählt die Geschichte einer Gruppe von Raumfahrern, deren Heimatplanet der Apokalypse entgegen sieht. Man macht sich auf die Suche nach einer Möglichkeit, eine neue Heimat zu finden. Planeten mit unterschiedlichen Zivilisationsformen und Gesellschaften werden bereist und erforscht, aber keine überzeugt wirklich und resignierend findet man keine richtigen Antworten auf die Frage: Wie wollen wir als Gesellschaft leben?

    Die Musik von IOTUNN berührt einen mit großen Wucht, aber nicht auf eine ausladende Weise mit viel Lametta und Tam Tam, sondern stets zaghaft und beinahe intim. Anspruchsvoll ausladend sind die Longtracks, wie das großartige, mit einem genialen Gitarrensolo versehene 'Waves Below', ohne aber die eingängige Struktur zu verlieren. Der epische, voluminöse Klargesang von Jón Aldará, der ein wenig an Kristoffer Rygg oder ICS Vortex (beide Ex-Arcturus) erinnert, steht über allem und beherrscht die Stimmung.

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    Die Mischung verschiedener Stilarten und die spannende Dynamik setzt noch einen drauf. Da geht es schon mal ordentlich mit Blast Beats aus dem Black Metal nach vorn ('Laihem's Golden Pits'), dann herrschen kräftige Growls und harscher Gesang über massives Riffing, wie man es oft schon bei schwedischen Melodic Death Metal-Bands gehört hat.

    Wer epischen, rifflastigen Power Prog Metal mit einem kleinen Stück Wehmut mag, wer sich zu Hause fühlt bei Bands wie Enslaved oder Nervermore, wer Gesangsmelodien der Marke Arcturus was abgewinnen kann und wer vor allem ein Hang zu kraftvollen Melodien hat, sollte sich hier auf jeden Fall schnell wohl fühlen.
    Bewertung: 11/15 Punkten (MBü 11, KR 11)

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    Michael Büttgen

    Geschmacklich bin ich eigentlich schlecht in irgendeine Schublade einzuordnen. Ich mag sehr viele verschieden Arten von Musik, solange sie für mich einen gewissen Anspruch hat, mich interessiert, fesselt und vor allem berührt.

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