Lawa – The Parallax View

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Lawa – The Parallax View (Cineploit, 4.12.20)(53:12, CD, Vinyl, digital, Cineploit, 2020)
Hinter der Formation Lawa verbirgt sich ein österreichisches Duo, bestehend aus Alain Leonard und Alex Wank. Letzterer ist ein großer Movies-Fan und als Musiker speziell an den Filmmusiken interessiert. Manche haben ihn derart beeindruckt, dass er auf die Idee kam, neue Versionen von Musiken zu zum Teil recht unbekannten Filmen umzuarrangieren und neu zu gestalten. Er trat mit seinem Ansatz an seinen musikalischen Partner heran, dem sämtliche zur Disposition stehenden Filme inklusive Filmmusiken nicht bekannt waren. Und so setzte sich das Duo zusammen und erarbeitete neue Versionen, die zum Teil erkennbar am Original angelehnt sind, in manchen Titeln aber auch vollkommen andersartig ausgefallen sind. Dabei geht es im Wesentlichen um italienische und französische Filme bzw. Komponisten. Und da wir hier von Filmmusiken sprechen, ist es keine große Überraschung, dass Lawa beim darauf spezialisierten Cineploit Label gelandet sind.

Auf dem Nachfolgealbum zu ihrem ebenfalls auf Cineploit erschienenen „Omaggio a Lucio Fulci e Fabio Frizzi“ sind neun Filmmusiken zu hören, dabei geht es in acht Fällen sozusagen um Coverversionen, während das Titelstück die einzige Eigenkomposition des Duos darstellt. Die meisten Titel sind zwischen vier und fünf Minuten lang, das abschließende ‚Revolver‘ bringt es immerhin auf eine Laufzeit von knapp acht Minuten.

Die als Vorlage dienenden Originalmusiken stammen von Künstlern wie Michel Colombier, Michel Legrandoder – natürlich – Maestro Ennio Morricone, um nur einige zu nennen. In vielen Titeln herrscht eine eher unterkühlte Stimmung, gepaart mit teils sehr im Vordergrund stehenden programmierten Rhythmen. Als Beispiel sei hier ‚La Bimba di Satana‘ genannt, das sehr rhythmusbetont daherkommt, dabei stellenweise recht simpel klingt, am Ende aber mit düsterer Atmosphäre beeindruckt. Darauf folgt mit dem Titelsong die besagte einzige Eigenkomposition, in der auch mal leichte Goblin Anklänge zu vernehmen sind, was für dieses Album allerdings eher die Ausnahme bildet. Auch hier steht der Rhythmuspart für des Rezensenten Geschmack ein wenig zu sehr im Vordergrund.

Besondere Erwähnung ist sicherlich das abschließende ‚Revolver‘ wert, eine ebenfalls eher düstere Nummer, teils bombastisch, teils – wie im Auslauf – unheilschwanger mit entsprechenden Keyboardsounds. Ihre Mischung von Elektronischer Musik und Dark Ambient dürfte für Soundtrack Fans ein Antesten wert sein. Achja, der Bandname lässt sich tatsächlich leicht erklären: Leonard Alain Wank Alex.
Bewertung: 9/15 Punkten (JM 9, KR 7)

Surftipps zu Lawa:
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Abbildungen: Lawa

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Lawa – The Parallax View

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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