Emmett Elvin – The End Of Music

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(59:47, CD, Digital, Bad Elephant Music/Just For Kicks, 2019)
Erneut etwas aus der Rubrik “wohl irgendwie durchgerutscht”. Der bereits 2019 erschienene Nachfolger von “Assault On The Tyranny Of Reason” präsentiert ein spannendes Panoptikum an Ideen, die der Multi-Instrumentalist Emmett Elvin mit einigen Gästen umsetzt, wobei die Kernmannschaft als Trio musiziert.

Ständige Wechsel sind Programm, die inhaltliche Palette ist sehr weit gefasst. Das reicht von kantigem, experimentellem Progressive und Art Rock, über akustische Gitarrennummern, moderne Klassik und offene Klangstrukturen bis hin zu treibender Elektronik. Zwölf Stücke deren Länge von unter einer bis zu acht Minuten variiert, sind mal nur momenthafte Skizzen oder eben wuchtig durcharrangiert.

Am Album beteiligt waren:
Emmett Elvin – Akustische und elektrische Gitarre, Bass, Piano, Fender Rhodes, Nord Synth, Kasserolle, Gebäckdose, Percussion, Blockflöte, Gesang

begleitet von:
Alex Thomas – Schlagzeug und weitere Dinge auf die man einschlagen kann
Sarah Anderson – Violine, Viola

mit den Gästen:
Eden Duke – Harmoniegesang
Olga Lisikova- Gesang.

Zwar herrscht bei diesem Album eine düsterere, mitunter avantgardistische Erzählweise vor. Diese ist jedoch niemals zu abstoßend oder zu abstrakt, als dass man sie als aufmerksamer Hörer nicht durchdringen könnte. Die ungewöhnliche Interpretation, die eine eindeutige Kategorisierung nur schwer möglich macht, ist Stärke und Schwäche zugleich. Das mag man als überraschend oder zu uneinheitlich empfinden. Letztendlich überwiegt bei der persönlichen Einschätzung eindeutig der Vorteil des Überraschungsmoments. Besonders bei so ergreifenden, mächtigen Miniepen wie ‘Magnus Opium’, ‘Staggered’ oder ‘Butterfly In The Labyrinth’ macht Emmett Elvin eben vieles richtig.

Dem programmatische Albumtitel “The End Of Music” wird hier musikalisch genau der Gegenbeweis geliefert. Dies ist definitiv noch nicht das Ende.
Bewertung: 11/15 Punkten

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Über den Autor

Kristian Selm

Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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Emmett Elvin – The End Of Music

von Kristian Selm Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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