Tarmak – Plow (EP)

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Tarmak - Plow (EP, unsigned, 21.5.20)

Abbildung: Tarmak

(26:19, Digital, Eigenveröffentlichung, 2020)
Tarmak wurden im Jahr 2015 in Gent von Sander (Gitarre) und Simon (Schlagzeug) gegründet. Beide waren damals bei der Band State of Time und trafen sich abseits der Bandproben zum gemeinsamen Jammen. Aus dem musikalischen Seitensprung erwuchs die Idee, mit Tarmak eine neue Band zu formieren. Gleichzeitig wurde auch klar, dass State of Time sich auflösen würden.

Ab hier hätte es direkt losgehen können, denn Tarmak wurden schnell durch einen Bassisten komplettiert. Dieser wiederum erkannte kurze Zeit vor dem ersten Konzert, dass er sich wohl doch nicht ganz mit der Musik von Tarmak identifizieren konnte. Glück im Unglück für die belgische Band: Geert sprang kurzerhand ein und wurde wenig später zum festen Bandmitglied erkoren. In dieser Dreierbesetzung existieren Tarmak nun seit 2018. Das einzige, was sich noch geändert hat, ist, dass Gitarrist Sander inzwischen auch von Zeit zu Zeit singt.

Die EP “Plow” ist die erste Veröffentlichung der drei Genter. In Eigenregie präsentieren Tarmak etwas weniger als eine halbe Stunde Musik auf vier Stücken. Musikalisch lässt sich das Ganze grob zwischen Post Rock und Alternative Rock einordnen. Dann und wann lassen sich auch Ideen und Einflüsse aus dem (Progressive) Metal raushören. Tarmak verbinden die Atmosphäre von Russian Circles mit der Melodik von Opeth und gelegentlichen Ausflügen in Richtung TOOL.

Die Klangwelt auf “Plow” erinnert an ein aufgewühltes Meer. Wie rauer Wellengang und schneidender Wind rauscht die Band über die EP. Auffällig ist der sehr präsent aufgestellte Bass, der sich mit viel Zerre in die Mitte der Songs positioniert. Die Gitarrenspuren legen sich in mehreren Loops darüber und erschaffen polyphone Harmonien, die mal metallen, mal funky und andermal kratzig das Bild bestimmen.

Tarmak haben ein starkes Debüt vorgelegt. Mit einfallsreichem und abwechslungsreichen Post Rock präsentiert sich das Trio stark und selbstbewusst. Mit viel Potenzial wird hier gezeigt, dass es sich lohnt, sich diese Band zu merken.
Bewertung: 11/15 Punkten (RG 11, KR 11)

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Über den Autor

Raphael Lukas Genovese

Kontemporär in Würzburg ansässig. Irgendwo zwischen Punk, Psychedelic, Kraut, Wahnsinn und Jazz zuhause.

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Tarmak – Plow (EP)

von Raphael Lukas Genovese Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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