Daal – Decalogue of Darkness

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(70:57, CD, Eigenproduktion, 2018)
Bei “Decalogue of Darkness” handelt es sich zwar nicht um ein brandaktuelles Album, doch sollte dringend der Missstand behoben werden, dass dieses italienische Duo noch nicht auf diesen Seiten Erwähnung fand. Stellen wir sie also mal vor. Was zunächst wie ein seltsamer Bandname erscheint, zeigt sich leicht erklärbar, denn es wird lediglich mit den Namen der beiden Musiker hantiert, die von Anfang an für dieses Projekt verantwortlich zeichneten:
DAvide Guidone und ALfio Costa.

Auf diesem Album werden sie noch von zwei Gastmusikern unterstützt, das Line-up sieht also wie folgt aus:

Davide Guidone – drums / acoustic percussions / noises / samplers
Alfio Costa – mellotron / Moog sub 37 / piano / synthesizers / samplers

Ettore Salati – guitars
Bobo Aiolfi – basses.

Zunächst spricht die feine Aufmachung des Digipaks an. Das Ganze macht schon einen recht düsteren Eindruck, und das wird auch schon durch die ersten Klänge bestätigt. Das Album besteht aus zehn Titeln, die schlichtweg durchnummeriert sind und ‘Chapter I’ bis ‘Chapter X’ heißen. Darauf bieten die Italiener monumentalen Symphonic Prog, der an der einen oder anderen Stelle auch mal durchaus etwas sperrig herüberkommt. Alle Mellotron-Fans sollten hellauf begeistert sein, denn dieses Instrument steht in oben aufgeführter Auflistung nicht zufällig an erster Stelle. Wer die Musik von Daal kennt und auch die weiteren Projekte von Alfio Costa, der weiß, dass dies ein elementarer Bestandteil seiner Musik ist. Dazu kommt bei Daal dann noch das mächtige und abwechslungsreiche Drumming von Davide Guidoni.

Aber auch die beiden Gastmusiker spielen durchaus keine untergeordnete Rolle, sondern liefern wichtige Beiträge. So setzt der ehemalige The Watch-Gitarrist Ettore Salati einige Akzente, was gut zu den Kompositionen von Costa passt. Es gibt Passagen, die Erinnerungen an alte King Crimson wecken, aber auch die schwedischen Änglagård dürften bisweilen in den Sinn kommen.

Tolles, in sich stimmiges Album, das schon die Neugierde auf das nächste Album weckt.
Bewertung: 12/15 Punkten (WE 12, JM 12)

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Daal – Decalogue of Darkness

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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