Caligula’s Horse – In Contact

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(61:55, CD, InsideOut Music/Sony Music, 2017)
Mit ihrem vierten Album setzten die australischen Progressive/Art/Alternative Rocker wiederum auf rohe Rockpower, monumentale Melodien und eine Balance aus instrumentaler Vollbedienung und verspielter Bodenständigkeit.

Die zehn Songs auf „In Contact“ sind in vier Kapitel aufgeteilt, bei denen es darum geht, was alle Menschen trotz ihrer Unterschiedlichkeit miteinander verbindet. Bereits der Opener ‚Dream The Dead‘ weist den Weg des gesamten Albums. Hier werden ausschweifende, hymnische Melodiebögen geboten, aber auch vertrackte Schlenker, sägende Riffs und wohl dosierte Dynamikwechsel. Das wirkt zeitgemäß, hat Wucht und Härte, aber ebenso fesselnde Eindringlichkeit, die nicht nur auf musikalischen Overkill setzt. Bei Caligula’s Horse werden Liebhaber technischer Raffinesse, aber auch solche von Atmosphäre, weichen Zwischenspielen und Wohlklang bedient.

Über mehr als eine Stunde präsentiert das Songschreiberduo Sam Vallen (Gitarre) und Jim Grey (Gesang) mit seinen Kollegen Adrian Goleby (Gitarre), Dave Couper (Bass) und Josh Griffin (Schlagzeug) eine Reise durch spannende Soundlandschaften. Gegen Ende des Albums, vor allem beim 15-Minüter ‚Graves‘, steckt die Band besonders viel Emotionen und Leidenschaft in ihre musikalische Arbeit und bietet ein breites Kaleidoskop verschiedenster Stimmungen. Da setzt sie ganz auf elegische Melodien und umarmt im übertragenen Sinne die ganze Welt. Mehrstimmige vokale Spielereien bilden einen willkommenen Gegenpol zu moderater Heavyness.

Erhältlich ist dieses epische Werk als CD-Edition im Digipak sowie als Doppel-Vinyl im Klappcover einschließlich CD und Downloadcode.
Bewertung: 11/15 Punkten (GH 12, KR 11, KS 11)

Caligula’s Horse (Foto: Band)

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Über den Autor

Kristian Selm

Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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Caligula’s Horse – In Contact

von Kristian Selm Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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