Ornah-Mental – Remix & Outtake

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Ornah-Mental_remix(79:07, 70:51, 2CD, AmygdaLandMusic, 2016)
Der Titel sagt schon einiges aus. Es handelt sich bei diesem in schöner Digipak-Aufmachung veröffentlichten Werk von Ornah-Mental um ein Doppelalbum, das zum einen aus Remixen (CD 1) besteht und auf der zweiten CD eine Ansammlung von Outtakes enthält. Da die Band bereits auf einige Veröffentlichungen zurückblickt, verwundert es nicht, dass hier einiges Material zusammengekommen ist.

Ornah-Mental ist das Projekt des ehemaligen Ton Steine Scherben-Musikers Dirk Schlömer. Er betätigt sich als Multi-Instrumentalist (Gitarren, Bass, Tasteninstrumente, Loops, Gesang) und lebt hier sein Faible für Trance und World Music aus. Unterstützt wird er von Carsten Agthe (Perkussion), der etwa 1998 durch das Zusenden von Tapes mit damals aktuellen Downbeat- und Dub-Tracks sein Interesse für diese Art von Musik weckte. Georg Lohfink (Schlagzeug) und Leander Reininghaus (Gitarren) vervollständigen das Quartett.

Da auf den 14 Songs der Remix-CD die unterschiedlichsten Künstler ihre Interpretationen präsentieren, ist es nicht verwunderlich, dass man entsprechend verschiedenartige Herangehensweisen und Spielarten geboten bekommt. Die Mischung von Krautrock, Trance, World Music, Chill Out etc. ist sehr bunt und ansprechend. Vertreten sind auch der Prog-Szene zuzurechnende Künstler, wie beispielsweise Pat Mastelotto, Markus Reuter und der aus der Elektronik-Szene bekannte Harald Großkopf. Der „Vakuum Mix“ von ‚Sternentor‘ von Schl@g zitiert mal kurz Kraftwerk. Der Rezensent wird natürlich sofort neugierig beim Lesen der Titel, als von einem „Mellotron Mix“ die Rede ist, der im Übrigen auch sehr ordentlich gelungen ist. Überhaupt ist trotz der Stilvielfalt festzustellen, dass am Ende ein recht ausgewogenes, farbenfrohes Remix-Album herausgekommen ist, das einem die Musik von Ornah-Mental in neuem Gewand näher zu bringen versteht. Ob jetzt ausgesprochen Rhythmus-betont, eher im relaxten Bereich oder auch mal leicht orientalisch angehaucht – das passt alles gut zusammen und besitzt gelegentlich gar leicht hypnotische Wirkung. Weitere Remix-Künstler sind unter anderem Sankt Otten, Dubdiver, Don Shiva und Schaltkreis, um nur einige zu nennen.

Auch die zweite CD enthält 14 Stücke. Doch hier sind es keine Remixe, sondern von Ornah-Mental eingespielte Songs, die Schlömer in seinem anscheinend recht umfangreichen Archiv auskramte und in überarbeiteter Form nun anbietet. Sie stammen aus unterschiedlichen Phasen von Ornah-Mental, es sind sowohl Titel aus der Zeit des Erstlingswerkes „A to Z“ dabei, wie auch solche von allen anderen Alben. Und auch zwei neue Titel sind enthalten. Hier steht die Gitarrenarbeit mehr im Fokus als bei den Remixes, die insgesamt eine Spur besser abschneiden als die Outtakes.
Bewertung: 10/15 Punkten (JM 10, KR 11)

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Rezension zu „Testimony“ (2004)
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Ornah-Mental – Remix & Outtake

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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