Toto – Toto XIV

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Toto XIV(56:43, CD, Frontiers Music/Soulfood, 2015)
Seit 1977 sind Toto nun am Start. Heuer kommt Ihr 14. Studioalbum auf den Markt. Schlicht und einfach mit der durchlaufenden römischen Ziffer betitelt: XIV. Acht Jahre sind seit „Falling In Between“ vergangen, dem letzten Studioalbum. Die lange Schaffenspause war der Kreativität nicht abträglich. Der Einstieg in diesen neuesten Output startet mit einem echten Hammer. Nach vorne gerichtete Beats in ‚Running Out Of Time‘ rocken richtig ab. Das ist ein wahrer Headbanger. Das macht Lust auf mehr. Allerdings war es das dann auch schon fast mit Stadionrock. Denn ab jetzt herrscht wieder gut gemachte Langeweile. Allerdings auf eine Art und Weise, die unnachahmlich ist. Toto haben sich die Kunst erarbeitet, Rocksongs in eine seichte Popdecke zu packen. Ab und an hauen Gitarrenriffs von Steve Lukather dazwischen und Keith Carlock stampft die Trommeln. Das ist wohl das Geheimnis.

Musikalisch wird das Album ziemlich aufgebauscht, Horn-Arrangements inklusive, um mit sanften Stimmen den Hörer einzulullen. Joseph Williams ist der Hauptsänger, der von drei Bandmitgliedern und fünf Backroundsänger/innen unterstützt wird. Gleich vier Bassspieler sind aufgeführt. David Hungate steht an erster Stelle. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern von Toto, verliess 1982 die Band und ist nun wieder dabei. Lee Sklar, das ist der Mann mit dem urigen Bartwuchs bis tief zum Bauchnabel, Tim Lefebvre und Tal Wilkenfeld, unter anderem Bassistin bei Jeff Beck, helfen dabei, einen fundierten Klangteppich zu entwickeln. XIV eignet sich hervorragend als Hintergrundmusik in phantastischer Aufnahmequalität, wie nicht anders zu erwarten. Wer noch keine Toto-Scheibe sein eigen nennt, sei zum Kauf dieser Veröffentlichung aufgefordert. Der Toto-Kenner benötigt sie nicht unbedingt, wird sich allerdings über die vergleichsweise Frische der Aufnahme freuen. Für den Fan kommt XIV übrigens auch als Vinyl heraus und in einem Box-Set mit der Langspielplatte, einem T-Shirt (L), einem Poster und einer Lithografie, der CD sowie einer DVD, auf der das „Making of“ dokumentiert ist. Anspieltipps sind das schon erwähnte ‚Running Out Of Time‘, ‚Unknown Soldiers‘ und ‚Fortune‘.
Bewertung: 10/15 Punkten (KB 10, KS 10)

PS: Toto touren im Mai und Juni durch Europa.

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Album Trailer (YouTube)
‚Running Out Of Time‘ (YouTube)
‚Holy War‘ (YouTube)
‚Orphan‘ (YouTube)

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Über den Autor

Klaus Bornemann

mit 12 Jahren wurde ich so langsam an die Art-Rock Beatmusik geführt (so hieß das damals, ehrlich). Im Radio gab es noch die legendäre "LP-Hitparade" auf "SWF3". Deep Purple, Emerson, Lake and Palmer und die Earth Band waren meine ersten Lieblingsgruppen. Später folgten Pink Floyd und Queen. Anfang des neuen Jahrtausends war klar, die Ära der intelligenten Rockmusik mit längeren Stücken ist vorbei. Aber weit gefehlt. Bei einem YES-Konzert bekam ich einen Empire/InsideOut-Sampler in die Hand. Dort waren unter anderem Spocks`s Beard und Flower-Kings Stücke drauf. Seitdem bin ich neu infiziert und freue mich über die Kreativität der "neuen" Bands.

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Toto – Toto XIV

von Klaus Bornemann Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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