
Neokassik
(1:02:45; CDr, Digital; Sound In Silence; 18.05.2026)
"Moonshadows" carries stories that I feel are not just my own, but stories that belong to many, perhaps all of us in some respects.
Das fünfte Soloalbum des schwedischen Musikers, der sonst unter Eternell, Purl und Illuvia elektronische Musik zu kreieren pflegt, setzt wieder komplett auf Klavier. Womit hier eher Stimmungen und Atmosphären gepflegt werden, welche mit melancholisch, wohltemperiert und selbstvergessen umschrieben werden könnten. Ganze 14 (!) Stillleben enthält "Moonshadows", wobei „still“ eben auch ein Charakteristikum dieser Kompositionen wäre. Von den knapp zweiminütigen 'Dream Fragments' bis hin zu den epischen 'Längtan Efter Att Leva (Från Floden Till Havet)' und 'Twilight Language' baut sich Ludvig Cimbrelius einen Kokon, in den er den Hörer mit einwebt und diesen quasi zum Teilhaber seines Storytellings macht, welches ausschließlich auf die Sprache der Musik setzt. 'Hearing Your Voice In the Wind' gerät hier nebenbei zur sanften, kaum wahrnehmbaren Brise, 'The Lone Traveller' zum neoklassischen Exkurs. Wenngleich "Moonshadows" am Ende auch ein wenig zu gleichgerichtet herüberkommt.
Bewertung: 9/15 Punkten
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Abbildungen: Ludvig Cimbrelius/Bandcamp

