
Garage • Fuzz Rock
(44:51; CD, Vinyl, Digital; Noisolution/Edel; 25.09.2026)
Hier nochmals konsequent vereinheitlicht:
Die neue Coolness trägt Stetson. Vorzugsweise in Weiß. Und pfeift auf sämtliche Konventionen. Auf "Bits And Pieces, Poorly Explained" spielen sich Tommy And The Teleboys in einen, aus Garage Rock, Fuzz, Post Punk und Psychedelia gedrehten Rausch und nehmen uns auf diesem Trip ganz einfach mit. Mit ihrem zweiten Album senden die Teleboys klare Signale an die Fraktion Rock, die ob der dem Album und den Songs an sich innewohnenden Wucht headbangend kollabiert.
Hätten die Beatles Punk gemacht, er hätte so geklungen wie 'Bob Ross', der atemlose Opener, der mit klaren Pinselstrichen für Ordnung sorgt. 'Carl McPautney' bringt die Obsessionen dann wohl augenzwinkernd auf den Punkt. New Order ('Everyday') werden ebenso zitiert wie U2 ('Deceiver'), wobei das alles im ganz großen Tommy-And-The-Teleboys-Universum passiert. Das 'OK Hole' kollabiert in einem mitreißenden Tohuwabohu aus Synths und Gitarren, kommt von der Hookline aber verdammt hittig, in 'Pretty Nice To Meet You' verschmelzen erstmalig in der Musikgeschichte die heroischen Momente von 'Sympathy For The Devil' und 'Tomorrow Never Knows'. Wobei das 'heroisch' in diesem Augenblick auch auf "Bits And Pieces, Poorly Explained" als Ganzes überschwappt.
Bewertung: 11/15 Punkten
Tracklist:
- 'Bob Ross'
- 'Everyday'
- 'Thumbnail'
- 'Date'
- 'Deceiver'
- 'Carl McPautney'
- 'Atmen'
- 'OK Hole'
- 'Trypophobia'
- 'Standby'
- 'Pretty Nice To Meet You'
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Abbildungen: Tommy And The Teleboys/Noisolution

