
Industrial Metal • Sludge • Post Metal • Noise • Drone
(41:51; Vinyl, CD, DVD, Blu-ray, MC, Digital; Relapse Records, 25.09.2026)
Zwischen Industrial Metal, Sludge, Drone und Noise haben Godflesh längst ihre eigene kleine Hölle eingerichtet. "Decay" macht es sich dort ziemlich bequem: zähe Riffs, stoisch rumpelnde Maschinenbeats, Feedback und dröhnende Noise-Flächen schnallen einen auf die Geduldsfolterbank. Das kann hypnotisch und verdammt wirkungsvoll sein – verlangt allerdings eine gewisse Leidensfähigkeit.
Vor allem "Master And Slave" und "Consume Me" bilden die beiden schwer verdaulichen Eckpfeiler, dazwischen arbeiten sich Godflesh durch vier kompaktere Hass-Grooves. Viel passiert dabei nicht. Genau darin liegt einerseits die Stärke der Platte, andererseits aber auch ihr Problem: Die konsequente Wiederholung entwickelt durchaus Sog, irgendwann allerdings auch den Charme einer defekten Endlosschleife.
Handwerklich gibt es wenig zu meckern. Diese Mischung aus industrieller Kälte, bleierner Schwere und kontrollierter Monotonie beherrschen Godflesh wie kaum eine andere Band. Nur fehlt mir über die komplette Spielzeit die Variation, die aus einem guten Godflesh-Album ein wirklich starkes machen würde. "Decay" funktioniert am besten häppchenweise – 42 Minuten am Stück sind dann doch ziemlich viel Geduldsfolter.
Bewertung: 8/15 Punkten
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Besetzung:
• Justin Broadrick - Gitarre, Gesang, Programming
• Ben Green - Bass
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Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Petting Zoo Propaganda zur Verfügung gestellt.

