Lee Abraham – Harmony / Synchronicity

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Lee Abraham - Harmony / Synchronicity (F2/JFK, 4.9.20)(48:00, CD, Digital, F2 Music LTD. / Just For Kicks, 2020)
Wer sonst, als der aus Southampton, England stammende Galahad-Bassist Lee Abraham ist ein so intensiver Workaholic und schafft eine unglaubliche Quote von vier Veröffentlichungen innerhalb eines Zeitraums von vier Jahren?. „Harmony / Synchronity“ ist nach „Pictures In The Hall“ (2004), „View From The Bridge“ (2005), „Black & White“ (2009), „Distant Days“ (2014), „The Seasons Turn” (2016), „Colours” (2017) und „Comatose“ (2019) bereits das achte Studioalbum des Multiinstrumentalisten. Dabei darf nicht vergessen werden, dass er mal nebenbei 2020 mit seinem Sideprojekt Echo Rain eine EP mit dem Titel „Western Skies“ auf den Markt gebracht hat. Man könnte fast meinen, dass er da kaum noch Zeit aufbringen kann seinen Verpflichtungen bei Galahad nachzukommen, doch weit gefehlt: auch da gab es in den letzten Jahren (und vor allem in diesen Tagen, die Schlussred.) die ein oder andere bemerkenswerte (Wieder-)Veröffentlichung. Das erstaunliche ist, das bei dieser großen Anzahl, die Qualität definitiv nicht gelitten hat. Selbstverständlich kann man diese Feststellung auch für das neue Studioalbum treffen. Lee Abraham beherrscht zum wiederholten Male mit Barvour sein Geschäft, natürlich ohne Frage verstärkt durch illustre Gastmusiker. Mit dabei Marc Atkinson, Stu Nicholson, Simon Godfrey, Mark Spencer, Gerald Mulligan und Peter Jones, bei dieser Besetzung verbietet sich von vornherein jedwede Skepsis.

Ob nun das dynamisch-hardrockige Metier, die herzzerreißend melancholische Ballade oder den “normalen” neoproggigen Song, Abraham weiß immer etwas daraus zu machen. So ist auch „Harmony / Synchronicity“ ein lebendiges, äußerst angenehmes Album, die logische Fortführung der Vorgänger „The Seasons Turn” und „Comatose“. Hier paaren sich die Qualität der Interpreten und die der Kompositionen und bilden eine Einheit.

Wie üblich spielt Lee Abraham auf diesem Album Bass, Keyboards, Gitarre und bringt sich zudem mit einigen Background Vocals ein. Mit sieben Songs und einer Gesamtlänge von 48 Minuten wirkt das Album sehr kompakt. ‘Hearing The Call’ stellt dabei mit rund rund Minuten den epischen Longtrack dar. Abraham´s Vorliebe, für gefühlvoll eingängige, melodische Songs im Midtempo, prägt auch die neueste Veröffentlichung. Seine atmosphärischen Gitarrensoli sollten dabei natürlich nicht unterschlagen werden, geben diese doch dem Album eine besondere Note. Mit Mellotron und akustischer Gitarre sind es die leisen Töne, die bei ‘Rise Again’ besonders zu betören wissen. Ob dynamisch oder melodisch schön, das Album, bleibt von Beginn an spannend.

Lee Abraham gelingt erneut ein wunderbar unterhaltsames Progressive Rock Album – mit „Harmony / Synchronicity“ setzt er Maßstäbe. Eine Empfehlung für all diejenigen (und nicht nur diese), die schon immer ein Faible für schöne Melodien hatten.
Bewertung: 11/15 Punkten

Line-up / Musicians
Lee Abraham / Guitars, Keyboards, Bass, Piano
mit
Gerald Mulligan (Credo): Drums
Marc Atkinson (Riversea, Nine Stones Close, Mandalaband): Vocals
Stu Nicholson (Galahad): Vocals
Mark Spencer (Galahad, LaHost, Twelfth Night): Vocals
Simon Godfrey (Valdez, Tinyfish): Vocals
Peter Jones (Tiger Moth Tales, Camel): Vocals

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Abbildungen: Lee Abraham

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Über den Autor

Horst-Werner Riedel

Musik spielt seit jeher eine große Rolle für mich. Ursprünglich stand der Sammeltrieb und die Suche nach Neuem im Vordergrund. Erst 2005 eröffnete mir der engere Kontakt zu Gleichgesinnten die Möglichkeit einen intensiveren Blick in die Szene zu erhalten. So blieb es nicht aus, dann auch einmal meine Gedanken und Beobachtungen in Worte zu fassen. Aus dem Blickwinkel des kritischen Betrachters erhalten Konzerte und CD´s oftmals eine tiefergehende Bedeutung und Musik wird neu erlebt.

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Lee Abraham – Harmony / Synchronicity

von Horst-Werner Riedel Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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