Jeff Lynne’s ELO – From Out Of Nowhere

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(32:47, CD, Columbia Records/Sony Music, 2019)
Es steht zwar “ELO” drauf, aber der kleine Vorsatz “Jeff Lynne’s” macht deutlich, dass es sich doch nicht um ein lupenreines Electric Light Orchestra-Album handelt. Zwar hielt auch in der Vergangenheit Jeff Lynne sehr fest die Fäden bei ELO in der Hand, doch war schon der 2015er Vorgänger “Alone In The Universe” mehr ein Soloalbum unter dem ELO Banner, was sich auf dem Nachfolger fortsetzt. Lynne komponierte und produzierte alles im Alleingang, spielte dazu auch nahezu alle Instrumente selbst ein – Ausnahme bleibt ein kurzes Pianosolo vom langjährigen ELO Mitstreiter Richard Tandy und etwas Percussion von Steve Jay.

Gerade mal zehn Tracks, allesamt im dreiminütigen Bereich, die meist etwas lieblos ausgeblendet werden, sorgen leider für eine recht kurze Laufzeit. Doch der sympathische Brite kreiert immer noch markante, etwas sinfonisch aufgehübschte Popsongs im typischen Jeff Lynne-Stil. Wenig bis gar nichts erinnert hier zwar an die opulenten Machwerke der 70er, doch mit “From Out Of Nowhere” ist nochmals ein ordentliches Spätwerk voll schmachtender Harmonien und Ohrwurmmelodien gelungen. Stilistisch werden einmal mehr flotte Rock’n’Roll Anleihen (‘One More Time’) und Mid-Tempo Balladen (‘Down Came The Rain’) eingestreut.

Das eigene Gefallen hängt hier natürlich maßgeblich davon ab, ob man kompakte Arrangements und griffigen Melodien mag. So bleibt “From Out Of Nowhere” ein Nostalgietrip ohne einen echten Blick in die ELO Vergangenheit.
Bewertung: 7/15 Punkten

Jeff Lynne (Foto: Columbia)

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Über den Autor

Kristian Selm

Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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Jeff Lynne’s ELO – From Out Of Nowhere

von Kristian Selm Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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