Rivendel – Sisyfos

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(51:25, CD, Eigenproduktion, 2018)
Vor mehr als zwei Jahren war das überraschende Comeback der spanischen Formation Rivendel zu vermelden, die auf ihrem Album DHD eine deutlich andere musikalische Ausrichtung präsentierten, als man es von ihnen aus ihren Anfangstagen gewohnt war. Nun liegt das zweite Album von „Rivendel 2.0“ vor, und sie gehen den zuletzt eingeschlagenen Weg konsequent weiter.

Dabei hat es eine personelle Änderung gegeben. Zum ursprünglichen Trio
José Mari Aguirrezabala – Bass / EWI
Oscar Belio – Mellotron / Organ / Pianos / Synthesizers
Toño Cruz – Guitar
ist jetzt ein viertes, festes Bandmitglied hinzugestoßen, nämlich
Xabi Martinez – Drums / Percussion.

Thematisch dreht sich das Album um das Thema Sisyphus, wie auch dem Cover leicht zu entnehmen ist. Allerdings werden hier keine Texte vorgetragen, denn auch auf „Sisyfos“ sind die Spanier rein instrumental unterwegs.

Auf acht Kompositionen mit Spielzeiten zwischen zwei und zwölf Minuten bieten sie eine gelungene Variante von Symphonic Prog mit leicht avantgardistischen Ansätzen. Zu Beginn (‚Charon Crossing The Styx‘) erinnern sie leicht an alte Tangerine Dream, doch schnell wird klar, dass eine bestimmte Prog-Größe hier ganz eindeutig eine starke Inspirationsquelle der Musiker darstellt, nämlich King Crimson. Viele Arrangements zeigen deutlich crimsoneske Züge. So ist das Album sicherlich den Mellotron-Fans zu empfehlen, denn das gute alte M-Tron wird vielfältig und in verschiedenen Klangfarben eingesetzt, seien es Streicher, Flöte oder Chöre.

Einiges ist durchaus starker Tobak für melodieverwöhnte Ohren, doch auch Wohlklang-Symphonik-Passagen sind enthalten. Die Vier machen ihre Sache gut und zeigen noch mal einen Qualitätsanstieg im Vergleich zum Vorgänger.

Ein interessantes Album, das King Crimson Fans gefallen könnte.
Bewertung: 10/15 Punkten (JM 10, KR 10)

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Rivendel – Sisyfos

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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