The Spanish Donkey – Raoul

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(70:12, CD, RareNoiseRecords, 2015)
The Spanish Donkey ist das Trio Joe Morris (Electric Guitar), Jamie Saft (Hammond & Korg Organs, MiniMoog Synthesizer, Echoplex Piano) und Mike Pride (Drums). Gemeinsam haben sie jene drei Songs geschrieben, die ihr Album “Raoul” ausmachen. Dabei fällt zunächst vor allem die Länge auf: Der Opener und Titeltrack hat über eine halbe Stunde Laufzeit, ‘Behavioral Sink’ über 20 Minuten, und ‘Dragon Fly Jones’ etwas über 15 Minuten. Insgesamt wird uns hier also etwa 70 Minuten lang avantgardistischer Freejazz mit rockigen Anleihen präsentiert.

Das kann über diese Dauer etwas anstrengend sein. So beginnt ‘Raoul’ mit einem Improvisationsfeuerwerk aus verzerrten Sounds und losem Schlagzeugspiel. Und das bleibt auch erstmal so. Dass die Jungs ihr Handwerk verstehen, steht außer Frage und wird spätestens dann deutlich, wenn sie sich aus dem Chaos lösen und “songähnliche” Passagen spielen. Das passiert aber während der ersten halben Stunde gar nicht und auch in den darauf folgenden 20 Minuten kaum. Dafür gibt es tolle Orgelklänge zu hören und einen einigermaßen erkennbaren Beat. ‘Dragon Fly Jones’ kommt noch am melodischsten daher. Insgesamt bleibt das ganze Album instrumental und chaotisch – es ist sicher nichts für Hörer, die klare Songstrukturen oder Melodien erwarten.

Insgesamt bleiben alle drei Instrumente gleichberechtigt. Man fragt sich zwischenzeitlich, ob das Ganze komplett improvisiert ist, oder ob im Vorfeld eine grobe Struktur der einzelnen Stücke bestand, an der sich die Musiker entlang hangeln und austoben. So oder so: ein Fest für Freejazz-Fans.
Bewertung: 10/15 Punkten (KR 9, PR 10)

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Über den Autor

Philipp Roettgers

“Journalism is a low trade and a habit worse than heroin, a strange seedy world of misfits and drunkards and failures.” - Hunter S. Thompson. “Art is long and life is short, and success is very far off.” - J. Conrad

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The Spanish Donkey – Raoul

von Philipp Roettgers Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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