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Progressive Rock • Art Rock • Neo Prog
(64:25; 2CD, DVD, Blu-ray; Lynx Music/Just For Kicks; 13.02.2026)
Die polnischen Neo-Progger Millenium muss man an dieser Stelle nicht mehr großartig vorstellen. Mit gefühlt unzähligen Live- und Studioveröffentlichungen gehören sie mittlerweile zum Establishment der polnischen, um nicht zu sagen der erweiterten europäischen Progressive-Rock-Szene. Mit stets fleißigem Komponieren und Produzieren hat sich das Gesicht der Band, Ryszard Kramarski, bisher mit regelmäßigen Neuerscheinungen hervorgetan. Nicht zu vergessen seine weiteren Nebenprojekte, die zumeist musikalisch in eine ähnliche Richtung zielen.
Mit "Universum", einem Doppel-Live-Album, feiert Millenium sich selbst. Denn mit mehr als 25 Jahren können die Polen bereits auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurückblicken. Die achtzehn Live-Tracks entstanden am 20.09.2025 in ihrer Heimatstadt Kraków. Ort des Geschehens war das Nowohuckie Centrum Kultury. Dieser Auftritt und damit das Album können somit als eine Art Hommage an die eigene Bandgeschichte verstanden werden. Musikalisch erhält der Fan genau das, was er im Vorfeld von Millenium und gegebenenfalls auch von den Nebenprojekten erwartet – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Band präsentiert ihren ausdrucksstarken, neoprogressiven Artrock in all seinen Facetten, die das Genre zu bieten hat. Immerhin sind das über zwei Stunden Unterhaltung, die sowohl melodisch als auch emotional den Hörer mitzunehmen wissen.
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Wie bereits angedeutet, binden die Musiker gleichermaßen kompositorische Elemente von TRKproject, Framauro und FatherSon mit ein. Bei diesem Live-Auftritt nutzt vor allem Mastermind Ryszard Kramarski die sich bietende Gelegenheit, sein ganzes schöpferisches Potenzial und die stilistische Bandbreite von Millenium zu zeigen. Nicht unerwähnt bleiben sollten allerdings auch die Gesangsdarbietungen, denn diese geben – egal von wem vorgetragen – dem Live-Album zusätzlichen emotionalen Tiefgang.
"Universum" ist eine gelungene Live-Veröffentlichung, die Millenium zu ihrem Jubiläum gut zu Gesicht steht und den Freunden des polnischen Neo Progs zusätzliche Freude bereiten sollte. Wer dennoch ein Haar in der Suppe sucht, wird vielleicht beklagen, dass die Infos zum Album nicht gerade opulent ausfallen, denn ein Booklet sucht man vergebens.
Bewertung: 10/15 Punkten
Tracklist:
CD 1:
- 'Reincarnations part 2'
- 'A World Full Of Spies'
- 'The Killing Song Of Sirens'
- 'When I Fall'
- 'Records from My Shelf'
- 'Name On The Sand'
- 'Generation War'
- 'Envy'
- 'Penelope'
- 'Light Your Cigar'
CD 2:
- 'Like Father Like Son'
- 'Twelve Spaceships'
- 'Hope Dies Last'
- 'The Goldfish'
- 'Odysseus'
- 'The Sounds Of War'
- 'The Game'
- 'Through The Looking Glass (Past The Veil Of Clouds)'
- 'That Was 30 Years Ago'
Line:
• Dawid Lewandowski / Vocals
• Grzegorz Bauer / Drums
• Krzysztof Wyrwa / Bass
• Łukasz Płatek / Saxophone, Flute
• Piotr Płonka / Guitar
• Ryszard Kramarski / Keyboards, Vocals
Gastmusiker:
• Marcin Kruczek (Mindfields, Nemezis) / Guitar
• Ania Batko (Hipgnosis, Albion) / Vocals (3,9,12,15,18)
• Marek Smelkowski (Padre, Millenium) / Vocals (4,17)
• Stuart Nicholson (Galahad) / Vocals (5)
• Michał Kramarski / Vocals (5,11,14)
• Łukasz Gałęziowski (Moonrise) / Vocals (10,19)
Surftipps zu Millenium:
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• Wikipedia
• Rezensionen, Liveberichte & Interviews
Abbildungen mit Genehmigung: Millenium/Lynx Music

