Krave – Self Exposure (EP)

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Krave – Self Exposure (Eigenveröffentlichung, 11.04.21)(24:34, CD, Vinyl, Digital, Eigenveröffentlichung, 2021)
Bei Krave handelt es sich um eine Alternative-Rock-Band aus der Queensländischen Hauptstadt Brisbane, die auf ihrer Debüt-EP „Self Exposure“ verschiedene Stile wie Grunge, Metal, Heavy Rock nahtlos mit leichten Progressive-Rock-Einflüssen verwebt. Charakteristisch für den Sound der Australier sind dabei vor allem die fetten Grooves, messerscharfen Gitarrenriffs sowie die Stimme der an Halestorms ‚Lizzy‘ Hale erinnernden Frontfrau Siana Davis (Bass, Gesang).

Vor allem aufgrund der eingängigen Gesangslinien bleiben Alternative Rocker wie das Auftakttrio – bestehend aus ‚Purgatory‘, ‚Outta Control‘ und ‚Running‘ – schnell in den Hörgängen des Musikliebhabers hängen, verlieren aber aufgrund einer gewissen Eintönigkeit auch schnell wieder an Spannung. Es sind größtenteils Stücke, die beim erstmaligen Hören gehörig Spaß bereiten, dabei aber keine lange Haltbarkeitsdauer haben.
Nicht dass es schlecht wäre, was Krave hier machen, doch an einigen Stellen ist ihre Musik dann doch etwas zu beliebig.

Dies ändert sich jedoch spätestens mit ‚White Walls‘, dem vierten Stück der Scheibe, da Siana Davis‚ Gesang hier deutlich variabler wirkt und auch die Musik deutlich progressivere deutlich progressivere Strukturen aufweist. Ein Umstand, der sich nicht nur in der gut sechsminütigen Spieldauer des Liedes wiederspiegelt, sondern vor allem auch im Arrangement des Stückes.

Zwar um gut anderthalb Minuten kürzer, aber nicht minder kurzweilig ist das anschließende ‚Walk Of Atonement‘, bei welchem Siana Davis zu stimmlicher Höchsform auffährt und das zudem durch die wunderbare Gitarrenarbeit von Ryan White besticht.

Auch das abschließende ‚Alchemy‘ bleibt musikalisch interessant und erinnert vor allem in der Rhytmusarbeit (Sam Bertolone am Schlagzeug und Siana Davis am Bass) streckenweise sogar an Soen, verfällt aber in Sachen Gesangsstil wieder in ähnliche Muster, wie der Auftakt der EP.

Bleibt unterm Strich ein durchwachsenes Album, das vor allem dann positiv heraussticht, wenn sich Krave von ausgetretenen Alt-Metal-Pfaden verabschieden und progressives Terrain betreten.
Bewertung: 8/15 Punkten


Tracklist:
1. ‚Purgatory‘ (3:22)
2. ‚Outta Control‘ (3:49)
3. ‚Running‘ (3:18)
4. ‚White Walls‘ (6:05)
5. ‚Walk Of Atonement‘ (4:30)
6. ‚Alchemy‘ (4:07)

Besetzung:
Siana Davis (Bass und Gesang)
Ryan White (Gitarre)
Sam Bertolone (Schlagzeug)

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Abbildungen: Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Overdrive PR zur Verfügung gestellt.

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Über den Autor

1978 in Traben-Trarbach geboren und seit 2014 in Köln ansässig bin ich noch immer ein echter Globetrotter. Ziehe ich gerade einmal nicht trampend und couchsurfend mit meiner Frau Inga durch die Welt, so arbeite ich als Sozialpädagoge in der Inklusionsbegleitung sowie in der Einzelfall- und Familienhilfe. Nebenberuflich bin ich als Stadtführer für Free Walk Cologne tätig. Außerdem nähen Inga und ich hin und wieder noch immer unsere Travelling Monkeys, handgefertigte Stoffaffen. Musikalisch in den 90ern sozialisiert, wuchs ich mit Grunge (Pearl Jam, Nirvana), Prog (Marillion, Dream Theater), Punk (Bad Religion, NoFX), Gothic Metal (Paradise Lost, My Dying Bride) und Crossover (Rage Against the Machine, Faith No More) auf. Für mich sind die letzten zehn Jahre musikalisch so ziemlich die spannensten, die ich bisher erlebt habe, da in dieser Zeit viele jener verschiedenen Stile musikalisch zusammengführt worden sind.

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Krave – Self Exposure (EP)

von flohfish Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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