Arteries – Outdoor Claustrophobic (EP)

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Arteries – Outdoor Claustrophobic (Eigenveröffentlichung, 09.04.21)(23:25, CD, Vinyl, Digital, Eigenveröffentlichung, 2021)
Äußerst brachial geht es bei Arteries zur Sache, denn die Australier, die in der Presseinformation mit dem Wörtchen Hardcore beworben werden, tragen diesen zwar in ihrer musikalischen DNA, sind dem Genre jedoch nur unter Vorbehalt zuzuorden. Stattdessen handelt es sich zumindest bei im April erschienenen Album „Outdoor Claustrophobic“ vielmehr um Extreme Metal jenseits des Metalcore. Der also eher in der Tradition von Vildjharta, Meshuggah oder The Dillinger Escape Plan steht, als in jener von Bands wie Biohazard, Minor Threat oder Agnostic Front.

Denn die neueste EP des Sydneysider Qunitetts, ist auf Tonträger gebannte Agression, wie sie im Hardcore nur selten vorkommt. „Outdoor Claustrophobic“ strotzt nur so von djentigen Riffs und brutalen Breakdowns. Zudem werden Arteries musikalische Kapriolen von Brendan Dafters Shouts gekrönt, die, verbleibt man in der Metapher, eher einem Dornenkranz entspricht, als einem edelsteinbesetzten Diadem.

Zwar zeigt der Frontmann in fast industrial angehauchten Spoken Words Passagen, dass er auch anders kann, doch ändert dies nichts an der klaustrophobischen Stimmung des Albums. Doch dies scheint ja so gewollt, schaut man sich den Titel der EP an

Trotz der kurzen, für eine EP ja typischen, Spielzeit von gut zwanzig Minuten, ist „Outdoor Claustrophobic“ allerdings eine Scheibe, die ihre Spannung leider nicht über die gesamte Länge halten kann, da die sechs Stücke doch größtenteils sehr ähnlich klingen und es an Abwechslungsreichtum mangeln lassen.

Trotzdem bleibt „Outdoor Claustrophobic“ eine hörenswerte EP, da die Australier technisch auf hohem Niveau spielen. Und wenn man gerade einen bes***ssenen Tag hatte, dann ist diese EP der perfekte Begleiter, um seinen Frust abzulassen.
Bewertung: 8/15 Punkte


Tracklist:
1. ‚Play Nice‘ (2:26)
2. ‚Under the Influence‘ (4:26)‘
3. ‚Fatty Boy‘ (4:32)
4. ‚Outdoor Claustrophobic‘ (4:38)
5. ‚Rabbit Hole‘ (3:34)
6. ‚Body Language‘ (2:30)

Besetzung:
Brendan Dafter (Gesang)
Daniel Graham (Gitarre)
Braithe Selby (Gitarre)
Kris Amato (Bass)
Zak Borg (Schlagzeug)

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Abbildungen: Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Overdrive PR zur Verfügung gestellt.

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Über den Autor

1978 in Traben-Trarbach geboren und seit 2014 in Köln ansässig bin ich noch immer ein echter Globetrotter. Ziehe ich gerade einmal nicht trampend und couchsurfend mit meiner Frau Inga durch die Welt, so arbeite ich als Sozialpädagoge in der Inklusionsbegleitung sowie in der Einzelfall- und Familienhilfe. Nebenberuflich bin ich als Stadtführer für Free Walk Cologne tätig. Außerdem nähen Inga und ich hin und wieder noch immer unsere Travelling Monkeys, handgefertigte Stoffaffen. Musikalisch in den 90ern sozialisiert, wuchs ich mit Grunge (Pearl Jam, Nirvana), Prog (Marillion, Dream Theater), Punk (Bad Religion, NoFX), Gothic Metal (Paradise Lost, My Dying Bride) und Crossover (Rage Against the Machine, Faith No More) auf. Für mich sind die letzten zehn Jahre musikalisch so ziemlich die spannensten, die ich bisher erlebt habe, da in dieser Zeit viele jener verschiedenen Stile musikalisch zusammengführt worden sind.

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Arteries – Outdoor Claustrophobic (EP)

von flohfish Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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