Atmospheric Black Metal • Black Metal • Progressive Metal
(73:55; Vinyl, CD, Digital; Vendetta Records/Ultha; 02.04.2026)
Mit einer Reihe überaus kraftvoller Alben, deren Höhepunkt das bemerkenswerte "All That Has Never Been True" aus dem Jahr 2022 bildete, hat die Kölner Band Ultha die Konkurrenz im letzten Jahrzehnt beinahe unauffällig ziemlich alt aussehen lassen.
Nun haben die Jungs überraschend und praktisch ohne jede Promotion ein wahres Monsteralbum mit 74 Minuten Laufzeit veröffentlicht. Ein ausgedehntes Opus mit eindrucksvollen Gastbeiträgen von Pardis Latifi von der Band Daevar und einem Chor im abschließenden 'To Part The Abelia Springs'.
Es ist eine epische, höchst kreative und mitreißende Erkundungsreise durch eine Klangwelt aus atmosphärischem Black Metal, Ambient, Darkwave, Post-Rock und Krautrock. Intensiv, hypnotisch, wild.
Trotz der wütenden Gitarrenriffs wirkt "A Light So Dim" im Vergleich zu früheren Alben weniger aggressiv, doch die rasante Spannung bleibt — angeheizt von Growls und Geschrei, die urplötzlich in atmosphärische Passagen kippen.
An anderen Stellen verlassen Ultha den Pfad des Schwermetalls komplett, etwa in dem wunderbaren, shoegazigen, sanften 'The Quiet Current', wo bis kurz vor Schluss ausschließlich klarer Gesang und Gitarren dominieren, bevor erneut die schwarze Hölle losbricht.
Das Highlight des Albums ist der Song 'What's Yours Is Yours To Carry', der mit einem Nine Inch Nails artigen Tempo startet und mit großartigem Gesang der weiter oben schon erwähnten Pardis Latifi einen dahinschmelzen lässt, würden die wütenden Growls und die mächtigen, düsteren Riffs der Marke Black Sabbath nicht die zarte Stimmung kippen.
Den Kölnern scheinen die Ideen nicht auszugehen. Wow! Ulthas typische, packende Melancholie driftet nie in Kitsch ab, sondern bleibt wie gewohnt durchdrungen von Dunkelheit und fesselnder emotionaler Energie.
"A Light So Dim" ist wahrscheinlich Ulthas vielseitigstes und hochwertigstes Album, das auf jeden Fall mit mehreren Hördurchgängen erkundet werden möchte.
Bewertung: 13/15 Punkten
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Alle Abbildungen stammen von Ultha und Vendetta Records .

