Post Hardcore
(41:35; Vinyl, CD, Digital; MNRK Heavy; 15.05.2026)
Die Presseinfo zu Held. liest sich stellenweise so, als würde hier nicht bloß ein Debütalbum erscheinen, sondern gleich die emotionale Neuerfindung der Menschheit stattfinden. Viel Donner, viel Sturm, viel „unausweichliche Kraft“. Zum Glück ist "Grey" deutlich bodenständiger – und genau deshalb ziemlich stark.
Schon 'Defending The Earth' galoppiert los wie eine wildgewordene Horde, bevor 'New You Anthem' mit Unterstützung von Frank Iero (My Chemical Romance, L.S. Dunes) direkt die große Post-Hardcore-Hymne liefert.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
'Constant Tension' überzeugt mit starker Gesangslinie und Ohrwurmpotenzial,
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
während Graham Sayle 'Knifepoint' immerhin etwas jener rotzigen Attitüde verleiht, die man von seiner Stammband High Vis kennt.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mit 'Waves Of Fire' beginnen die Gitarren stärker zu flirren und die Band tastet sich vorsichtig in experimentellere Gefilde vor.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Das anschließende Titelstück 'Grey' fungiert als ruhender Pol der Platte: eine melancholische Post-Hardcore-Ballade mit deutlicher Post-Rock-Schlagseite. 'I And I Against You All' versprüht danach ordentlich Punkrock-Charme, ehe 'Through The Cracks' das Tempo wieder anzieht.
Mit dem nächsten Stück folgt dann auch direkt der experimentellste Teil des Albums. 'Broken Spacesuit (Decay And Sand)' verbindet Dark-Wave-Charme, Industrial-Atmosphäre und Post-Metal-Anleihen mit dem Post-Hardcore-Kern der Band. Das abschließende 'Emptiness: A Side Effect' wird mit fetten Riffs, großem Chorus und komplett eskalierenden Vocals dann endgültig zum Highlight der Platte.
Dass mit Josh Eppard ein Mitglied von Coheed And Cambria beteiligt sowie mit Douglas Robinson und Sal Mignano zwei Musiker von The Sleeping beteiligt sind, hört man übrigens nur bedingt heraus. Statt verkopftem Prog oder nostalgischem 2000er-Post-Hardcore-Retro setzt "Grey" lieber auf Direktheit, Emotion und Eingängigkeit. Und genau das funktioniert erstaunlich gut.
"Grey" zeigt Post Hardcore tatsächlich in erstaunlich vielen Farben — auch wenn der Albumtitel ursprünglich etwas anderes vermuten ließ.
Bewertung: 12/15 Punkten
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Bandcamp. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Besetzung:
• Douglas Robinson - Vocals & Guitar
• Sal Mignano - Bass
• Josh Eppard - Drums
Gastmusiker:
• Frank Iero (track 2)
• High Vis (track 4)
Surftipps:
• Homepage
• Bandcamp
• YouTube
• Rezensionen, Liveberichte & Interviews
Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Oktober Promotion zur Verfügung gestellt.

