Ü-50-Party im Jugendzentrum
Nun schon zum dritten Mal locken die Andernach Metal Days im Juz Live Club Metalfans in die schöne Stadt am Rhein. Wie jedes Jahr mit einem bunten Programm aus alten, neuen, lokalen und internationalen Bands. Der Schwerpunkt lag hier noch nie auf Progressive Rock, jedoch spielt immer die eine oder andere Band mit, die auch das progressive Herz erfreut – in diesem Jahr zum Beispiel Soen.
Anmerkung des Autors: Ich war allein auf dem Festival unterwegs, sodass ich nicht alle Auftritte in voller Länge verfolgen und mich auch nicht tiefschürfend über jede Band informieren konnte. Der Bericht fällt bei manchen Musikern daher kürzer aus, als es ihnen eigentlich gebührt. Schöne Fotos sind mir auch nicht bei allen gelungen – meine Schuld, Asche auf mein Haupt! – Axel
Der Juz Live Club liegt sehr geschickt, aber trotzdem gut erreichbar am Ortsrand, bietet eine recht große Konzerthalle mit unerwartet gutem Sound und guter Bühnentechnik und ein Außengelände, auf dem für das Festival ein gemütlicher Biergarten samt Foodtruck aufgebaut wurde. Essens- und Getränkepreise sind vernünftig. Einem entspannten Wochenende für grauhaarige Bombenleger steht also nichts entgegebn.
Die Stimmung im Biergarten ist locker. Jeder redet mit jedem – über Bands, Festivals, Konzerte, Kinder, Haustiere und Enkel. Ein Fan fällt dabei besonders ins Auge: stilecht im Hawaiihemd, mit Kunstblumengirlande um den Hals und einer aufblasbaren Mikrofon-Imitation in der Hand zieht er von Tisch zu Tisch und animiert alle zum Mitsingen bekannter Karnevalslieder. True Metal comes from the heart!
Der Zeitplan ist mit sieben Bands pro Tag straff, vielleicht ein bisschen zu straff. Trotz der Verzögerungen, die sich dadurch ergeben, muss aber keine Band ihr Set nennenswert kürzen, weil man es glücklicherweise mit der Sperrstunde nicht so genau nehmen muss.
- Freitag:
Fabulous Disaster – WarWolf – Gun Barrel – The Other – Crematory – Onslaught – H.E.A.T. - Samstag:
Stone Mountain Manors – Godsnake – Blackfire – Sanctuary – Ronnie Romero – April Art - Soen
Freitag
Fabulous Disaster
Die junge Thrash-Metal Band aus dem nahen Bonn bezeichnet ihren Stil selbst als: „Fast, not slow, not modern, not old school, not retro, not progressive, not technical, not simple ...you got it: It’s Thrash Metal!“. Der frische unverbrauchte Thrash bietet die perfekte Stimmung um das Festival zu eröffnen, auch wenn sich leider erst wenige Leute im Publikum eingefunden haben.
WarWolf
Mit WarWolf aus Köln wird die Stimmung heller, der Gesang klarer und die Texte phantastischer. Irgendwo zwischen Power Metal und NWOBHM verbreiten WarWolf einfach gute Laune, der Saal beginnt sich langsam aber sicher zu füllen.
Gun Barrel
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Die nächste Kölner Band ist schon länger im Geschäft: Gun Barrel spielen schon seit den späten 90ern auf kleinen Festivals und in Clubs im Raum Köln/Bonn. Von der ursprünglichen Besetzung ist inzwischen nur noch Gitarrist Rolf Tanzius übrig geblieben, trotzdem ist die Band ihrem traditionellen Stil, den sie selbst als „Power drive rock’n’metal“ bezeichnen, immer treu geblieben.
Mit dem neuen Sänger Vinnie haben sich Gun Barrel deutlich verjüngt. Er harmoniert hervorragend mit seinen Bandmates, und seine unverbraucht fröhliche Ausstrahlung färbt schnell auf das Publikum ab.
The Other
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Was sich draußen vom Biergarten aus wie eine fröhliche Mischung aus Motörhead und Volbeat anhört, entpuppt sich aus der Nähe als Horror-Punk. The Other aus dem Rheinischen Leichlingen sind vor ca. 20 Jahren aus der Misfits-Coverband Ghouls – nicht mit den Nameless Ghouls von Ghost zu verwechseln – entstanden, und haben ebendiesen Stil auch nach einigen Umbesetzungen an Bass und den beiden Gitarren beibehalten.
Was sich draußen vom Biergarten aus wie eine fröhliche Mischung aus Motörhead und Volbeat anhört, entpuppt sich aus der Nähe als Horror-Punk. The Other aus dem rheinischen Leichlingen sind vor ca. 20 Jahren aus der Misfits-Coverband Ghouls – nicht zu verwechseln mit den Nameless Ghouls von Ghost – entstanden und haben ebendiesen Stil auch nach einigen Umbesetzungen an Bass und den beiden Gitarren beibehalten.
Die stilechten Kostüme und die passende Schminke decken sich allerdings nur bedingt mit der unglaublich guten Laune, die diese fünf Musiker hier verbreiten.
Crematory
Kommen wir nun zur ersten Band, die hier wirklich jeder kennt: Crematory waren in den späten 90ern eine große Nummer. Auch wenn es zwischenzeitlich still um sie geworden war, sind sie ihrem Stil nach wie vor treu geblieben. Vor allem der tief gutturale Gesang von Gerhard Stass und das markante Keyboardspiel von Katrin Jüllich sind noch immer unverkennbare Markenzeichen von Crematory.
Die sechs Damen und Herren aus der Pfalz spielen routiniert ein kurzweiliges Set mit vielen alten Bekannten; vor allem Drummer Markus Jüllich sieht man an, dass gute Musik auch harte Arbeit ist.
Zum Schluss intonieren Crematory natürlich ihren bekanntesten Klassiker 'Tears Of Time', der bei vielen im Publikum wehmütige Erinnerungen an die Samstage im Remagener Rockpalast weckt.
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Onslaught
Wer denkt, Thrash-Metal sei eigentlich nur ein US-amerikanisches und deutsches Phänomen, hat diese Briten offensichtlich missachtet. Auch wenn die Band ihre Wurzeln im Punk hat, bieten Onslaught Thrash-Metal auf hohem technischen Niveau irgendwo zwischen Testament, Sodom und Slayer und treffen damit den Nerv des Publikums. Schnell bildet sich ein kleiner Moshpit, der sich rasch vergrößert, zumal Sänger Dave Garnett das Publikum immer wieder anstachelt. Wenn er neben seinem Bassisten Jeff Williams steht, könnte man meinen, Gandalf und Saruman auf der Bühne zu sehen.
Wer denkt, Thrash-Metal sei eigentlich nur ein US-amerikanisches und deutsches Phänomen, hat diese Briten offensichtlich missachtet. Auch wenn die Band ihre Wurzeln im Punk hat, bieten Onslaught Thrash Metal auf hohem technischem Niveau, irgendwo zwischen Testament, Sodom und Slayer, und treffen damit den Nerv des Publikums. Schnell bildet sich ein kleiner Moshpit, der sich rasch vergrößert, zumal Sänger Dave Garnett das Publikum immer wieder anstachelt. Wenn er neben seinem Bassisten Jeff Williams steht, könnte man meinen, Gandalf und Saruman auf der Bühne zu sehen.
Geile Stimmung am späten Abend, was will man mehr?
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H.E.A.T.
An dieser Stelle ein großes Sorry an die Fans von H.E.A.T.: Der Tag war lang, das Bier war gut, die Party war anstrengend - ich bin nach Onslaught ins Hotel gegangen.
Samstag
Stone Mountain Manors
Eine angenehm lebendig servierte Mischung aus Metal und Punk mit deutschsprachigen Texten eröffnet den zweiten Festivaltag.
Godsnake
Godsnake aus Hamburg bezeichnen ihren Stil sehr treffend als Melodic Thrash und präsentieren sich rifflastig und irgendwie groovig. Perfekt zur Einstimmung auf den Festivaltag.
Blackfire
Hinter diesem Namen verbirgt sich ein alter Bekannter: Frank Blackfire, bürgerlich Frank Gosdzik, der auf den ersten Alben von Sodom und später bei Kreator an der Gitarre zu hören war, ist seit einigen Jahren mit seiner eigenen Band unterwegs – ein echtes German-Fab-Four-Urgestein, wie er leibt und lebt.
Mit dem Instrumental 'Peter Gunn“, das den meisten aus dem Soundtrack von Blues Brothers bekannt ist, betreten die drei alten Herren stilecht die Bühne, um dann mit zwei Songs aus Franks Solo-Karriere die volle Thrash-Keule auszupacken.
Erwartungsgemäß lässt Frank Blackfire die Fans seiner beiden früheren Bands nicht leer ausgehen und schwenkt zunächst mit 'Renewal' und 'People Of The Lie' zu Kreator. Trotz der recht frühen Stunde kommt in der Halle Partystimmung auf.
Wen wundert es da, dass auch einige Songs aus Franks Zeit bei Sodom zum Besten gegeben werden, deren Texte hier natürlich alle auswendig kennen und fleißig mitsingen. Zum Einstieg des Anti-Kriegs-Klassikers „Remember the Fallen“ lässt Frank es sich nicht nehmen, auch zum aktuellen Weltgeschehen ein paar Worte zu finden, in diesem Sinne: „Wir wollen keinen Krieg, wir wollen Bier trinken und Metal hören!“
Wen wundert es da, dass auch einige Songs aus Franks Zeit bei Sodom zum Besten gegeben werden, deren Texte hier natürlich alle auswendig kennen und fleißig mitsingen. Zum Einstieg des Anti-Kriegs-Klassikers 'Remember The Fallen' lässt Frank es sich nicht nehmen, auch zum aktuellen Weltgeschehen ein paar Worte zu finden – in diesem Sinne:
Wir wollen keinen Krieg, wir wollen Bier trinken und Metal hören!
Zum Abschluss des leider recht kurzen Sets dürfen dann bei 'Bombenhagel' auch wieder alle mitsingen.
Sanctuary
Nach so viel Thrash darf es natürlich wieder melodischer werden. Sanctuary spielen sauberen Power Metal mit sehr schönem klarem Gesang.
Ronnie Romero
Der stets gut gelaunte chilenische Sänger hat bereits mit vielen namhaften Musikern und in zahlreichen bekannten Bands gespielt – u. a. Rainbow, Vandenberg, Michael Schenker Group, Gus G und Mike Terrana – und dabei eine ganze Menge Ideen und Einflüsse gesammelt. Momentan tourt er mit dem Programm zu seinem zweiten Soloalbum, auf dem er erneut klassisch rockigen Metal in frischem Gewand bietet.
Das Konzert beginnt er mit einer kleinen Auswahl seiner Solo-Songs, bevor er einsetzt, aus seinen vielen musikalischen Einflüssen zu schöpfen.
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Natürlich warten einige im Publikum auf den Moment, an dem Ronnie Romero daran erinnert, dass er vor zehn Jahren schon einmal am Rhein gespielt hat, auf der Loreley – damals als Sänger von Rainbow. Und natürlich lässt er es sich nicht nehmen, Lieblingsstücke wie 'Kill The King' und 'Stargazer' zum Besten zu geben. Letzteres leider ohne Keyboard, weil Ronnies Keyboarder momentan aus gesundheitlichen Gründen ausfällt, aber der Song funktioniert tatsächlich auch ohne.
Die meisten kennen die Geschichte ja: Blackmores Frau Candice Night hat Ronnie seinerzeit für Rainbow ausgesucht, nachdem sie seine damalige Band Lords Of Black bei YouTube gesehen hatte und meinte, er wäre der perfekte Mann für die Songs aus der Dio-Ära. Ist er ja auch, und was bei Rainbow passt, passt auch bei Dio ohne Rainbow, wovon wir uns bei 'Stand Up And Shout' auch überzeugen dürfen. Die Einspielung des Keyboards aus der Konserve aus oben genannten Gründen trifft natürlich nicht jeden Geschmack.
Gitarrist José Rubio begleitet Ronnie schon länger auf seinen Solo-Touren und erweist sich als echter Virtuose, selbst mit einer gerissenen Saite. Am Bass steht vertretungsweise Barend Courbois von MSG, den einige noch als Live-Bassisten bei Blind Guardian in Erinnerung haben. Auch wenn er noch nicht lange zur Band gehört, interagiert und harmoniert er prima mit dem Rest der Truppe.
Zum krönenden Abschluss spielen Ronnie und seine Freunde noch den Judas-Priest-Klassiker 'Turbo Lover', der bereits auf Ronnies Coveralbum "Raised On Heavy Radio" vertreten war. Wer Dio kann, kann auch Halford – und zwar richtig gut. Hier feiern alle mit, auch jene, für die Ronnie bis dato noch ein unbeschriebenes Blatt war.
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April Art
Nun gibt es endlich auch etwas für das jüngere Publikum. April Art aus Gießen scheinen mit ihrem modernen Crossover mit Alternative-Einflüssen zunächst auf diesem Festival ein bisschen deplatziert zu sein; es sind dann aber doch mehr Millennials im Publikum als man vermutet hätte. Außerdem feiern auch die Alten gerne mal mit, wenn gute Musik gespielt wird. Frontfrau Lisa-Marie Watz gibt auf der Bühne alles und hat das Publikum mit ihrem charismatischen Auftreten fest im Griff.
Soen
Nun mische ich mich unter die Ausgestoßenen und Einsamen und heiße mit den Bettlern und Süchtigen den Schmerz willkommen; es kommt der Höhepunkt des Festivals – Soen.
Nach zwei ausgiebigen Co-Headliner-Touren mit Dark Tranquillity sind Soen zum ersten Mal seit Veröffentlichung ihres aktuellen Albums "Reliance" als Headliner auf der Bühne; das neue Tour-Set feiert also heute quasi seine Vernissage. Es gibt viele interessante Neuerungen, auch wenn der eine oder andere Fan vielleicht seinen Lieblingssong schmerzlich vermisst.
Statt der kurzen Dichterlesung, die bei den vergangenen Touren als Intro inhaltlich auf die Texte vorbereiten durfte, beginnen Soen heute nach einer kurzen Einspielung von ein paar Takten aus dem Soundtrack von Star Wars sofort mit 'Mercenary', einem Song, der eine wunderbare Spannung zwischen Aggression und Melancholie aufbaut – ein Song, in dem Sänger Joel Ekelöf verschiedenste Modulationen seiner Stimme anwenden kann und damit alle, die Soen bisher noch nicht kennen, in das Thema des heutigen Abends einführt.
So wie die Bilder in einer Ausstellung haben alle Songs in einer durchdachten Setlist einen passenden Platz. Soens bekanntester Song 'Antagonist', der in früheren Touren schon als Opener, Zugabe oder Höhepunkt fungieren durfte, hat nun seinen Platz direkt hinter dem Eingang gefunden. Die eingefleischten Fans kommen in Stimmung, und auch die Neulinge beginnen mitzufeiern. In diesem Sinne: „Fire Up Your Guns!“.
Wenn wir bei der Parabel der Ausstellung bleiben, darf an dieser Stelle ein unerwartetes, anspruchsvolles Werk seinen Platz finden, nachdem der Zuschauer erst einmal gedanklich angekommen ist: Das experimentell-proggige 'Fraccions' vom Album "Cognitive" war schon länger nicht mehr Bestandteil von Soens Liveset. Sänger Joel sagt den Song mit dem augenzwinkernden Kommentar an, dass die Musikpresse hier seinerzeit Einflüsse von Tool gesehen hat – einer Band, die Soen damals allerdings gar nicht kannten.
Direkt hinter dem anspruchsvollen Werk kommt dann gerne mal ein kontroverses und erklärungsbedürftiges. Bei Soen ist das heute der Anti-Kriegs-Song 'Memorial', bei dem Joel in einer originalgetreuen Sowjet-Uniform auf der Bühne erscheint. Dieses Outfit führt natürlich bei dem einen oder anderen Fan zu Irritationen, weshalb es gut ist, dass er direkt im Anschluss an den Song ein klares Statement zu Kriegen, vor allem dem in der Ukraine, abgibt. Überhaupt zeigt sich Joel heute Abend sehr gesprächig und erzählt an dieser Stelle von der US-Tour, bei der sein Auftreten in besagter Uniform teilweise gar nicht gut ankam.
Nach so viel Politik ist es sinnvoll, dem Publikum einen Ohrenschmeichler anzubieten: Bei der melancholischen Ballade 'Indifferent' vom aktuellen Album sucht Joel zum ersten Mal in diesem Konzert den direkten Kontakt zum Publikum und steigt hinunter in den Bühnengraben, auch wenn es in dem Song um die Entfremdung in einer langen Beziehung geht.
Natürlich kommen auch die Fans der älteren progressiven Stücke nicht zu kurz: Als Nächstes folgt mit 'Lascivious' eines jener Werke, bei dem der Betrachtende ein bisschen Konzentration braucht, um sich hineinzufinden. Entsprechend wechselt die Stimmung allmählich von der Party zum aufmerksamen Zuhören – hier möchte man einfach jeden Akkord mitfühlen.
Genau an dieser Stelle setzt auch 'Discordia' vom aktuellen Album mit seinem Wechselspiel zwischen Aggression und Melancholie ein. Easy Listening ist jetzt gerade mal ausverkauft, jetzt gibt es Musik für Herz und Seele.
In jeder guten Ausstellung gibt es Bilder, die einfach nebeneinander hängen sollten, so wie 'Martyrs' und 'Lotus'. Beide Songs sind schon einzeln sperrig wie eine Einbauküche, im Doppelpack füllen sie einen ganzen Saal mit Emotionen. Sänger Joel sucht erneut den direkten Kontakt zum Publikum, singt direkt auf der Absperrung stehend, schüttelt nebenher fleißig Hände und zeigt offen, wie sehr er das genießt. Da geht es beinahe unter, wie Schlagzeuger Martin Lopez, den viele sicher noch von Opeth kennen, im Hintergrund seine Drumsticks durch Mallets ersetzt, um den notwendigen weichen Sound zu erzeugen. Hier wird er also beschworen, der Geist auf dem Wasser, der den Himmel auf das Publikum stürzen lässt – allerdings wird hier kein Feuer erstickt.
Mit 'Primal' vom aktuellen Album wird es dann wieder deutlich rockiger: Sowohl die Drums als auch die Riffs der beiden Gitarristen Cody und Lars rücken stärker in den Vordergrund, es klingt fast schon ein bisschen nach Alternative. Sollten die Fans von April Art den Saal noch nicht verlassen haben, finden sie hier bestimmt Gefallen.
Auch das aggressiv rockige Stück 'Violence' hat einen neuen Platz gefunden: Vom letzten Song der Zugabe ist es ein Stück weiter nach vorne gerückt und darf nun das Mainset beenden – quasi das Bild, bei dem man sich das Gesehene und Gehörte noch einmal durch den Kopf gehen lässt, bevor man nach einem kurzen Besuch an der Sektbar den letzten Saal betritt.
Das Spielen einer Zugabe kommt zwar so langsam aus der Mode, Soen gönnen sich und dem Publikum jedoch ganz traditionell eine kleine Pause, bevor es zum Ausklang kommt. Viele Fans haben sicherlich beliebte Stücke vom Album "Imperial" vermisst, mit dem Soen ihren heutigen Stil gefunden hatten. Tatsächlich hängt heute auch nur ein weiteres Stück aus diesem Album im Saal; glücklicherweise ist es 'Illusion', das darf einfach nicht fehlen.
Was „Unbreakable“ angeht, hat es sich offensichtlich bewährt, es ganz am Ausgang zu präsentieren. Zum Ende des Konzertes wird es also noch einmal laut und heavy und das Publikum darf begeistert mitsingen: „Unbreakable, unbreakable! We are, we are, we’re unbreakable!“
Was 'Unbreakable' angeht, hat es sich offensichtlich bewährt, es ganz am Ausgang zu präsentieren. Zum Ende des Konzerts wird es also noch einmal laut und heavy, und das Publikum darf begeistert mitsingen: „Unbreakable, unbreakable! We are, we are, we’re unbreakable!“
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Fotos: Axel Schneider
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