Fink – Bloom Innocent – Acoustic

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(37:00, CD, Ninja Tune / R’Coup’d, 2020)
Da ist es nun, das in der Besprechung zu “Bloom Innocent” bereits angekündigte und “Bloom Innocent – Acoustic” benannte Geschwister-Album zu Finks 2019er Werk.

Die Neuaufnahme in Unplugged-Tradition destilliert nun die Melodien aus den Klanglandschaften der Originalaufnahmen heraus. Gesang und akustische Gitarren dominieren das Geschehen und bringen jedes einzelne Stück auf den Punkt. Nur gelegentlich unterstützen Tastentupfer und Percussion die Arrangements. Gerade die im Original episch angelegten Stücke, also der Titelsong und ‘We watch The Stars’, verwandeln sich so in ganz neue Songs, deren Kern man bislang in dieser Form so noch nicht wahr genommen hat.

Mit insgesamt 37 Minuten Laufzeit findet man auch die richtige Gesamtlänge und stellt sicher, dass das reduzierte Konzept die Aufmerksamkeit des Hörers nicht aus dem Fokus verliert. Der ein oder andere Song ist in dieser Version gar zugänglicher als im Original. Das trifft ganz besonders auf das Stück ‘Rocking Chair’ zu, das im Original jetzt sogar etwas zäh wirkt. Ein Song wie ‘Once You Get A Taste’, der schon im der ursprünglichen Fassung am ehesten in gängige Formate passte, funktioniert auch unplugged gleichermaßen.

Letztlich gehören aber beide Alben zusammen. Hört man sich beide Versionen im Wechsel an, kann man eine Menge entdecken. Wie “Bloom Innocent” ist auch das Akustik Album klanglich ein echter Leckerbissen, das jeden Ton glasklar erklingen lässt. Auflegen!
Bewertung 12/15 Punkten (DH 12, KR 12)

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Abbildungen: Fink / Ninja Tune

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Über den Autor

Dieter Hoffmann

Dass der Prog-Virus hoch infektiös ist, musste ich bereits in meiner frühen Kindheit erfahren. Während meine Schulfreunde noch sorglos Ilja Richters Disco mit The Sweet und den Bay City Rollers schauen konnten, hatte mich mein älterer Bruder bereits in den frühen Siebzigern mit ELP und Yes verkorkst. Mein erster Radiorekorder und die LP-Hitparade von SWF3 gaben mir mit Genesis und Eloy dann den Rest.

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Fink – Bloom Innocent – Acoustic

von Dieter Hoffmann Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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