Southern Empire – Civilisation

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(68:02, CD, Giant Electric Pea, 2018)
Pünktlich zu Ihrer anstehenden Tournee 2018, die sie auch nach Europa führen wird, veröffentlichen die Australier Southern Empire ihr zweites Album mit dem Titel „Civilisation“. Wer dem 2016 veröffentlichten, unbetitelten Debüt etwas abgewinnen konnte, wird sicherlich schon sehnsüchtig auf den Nachfolger gewartet haben. Um das gleich vorweg zu sagen, Freunde dieser Musikrichtung werden ganz bestimmt nicht enttäuscht werden. Die Mannen um den Ex-Unitopia und Damanek-Keyboarder Sean Timms machen genau das, was man von ihnen erwarten konnte. In der Besetzung: Danny Lopresto (Lead Vocals, Guitar), Cam Blokland (Guitar,Vocals), Brody Green (Drums, Vocals), Jez Martin (Bass,Vocals) sowie dem bereits erwähnten Sean Timms (Keyboards, Saxophone, Vocals) befeuern die Jungs ein ums andere mal die Gehörgänge. Dabei sind die musikalischen Wurzeln nicht überhörbar. Die perfekte Mischung aus eingängigen, komplexen sowie härteren Elementen bedeutet nicht, dass es sich nur um ein Plagiat der Altaustralier Unitopia handelt. Im Gegenteil, das ganze fußt auf einer ebenso hohen Kreativität wie Spielfreude, die jedem Progger die Freude ins Blut schießen lassen sollte.

Retro Prog mit Einflüssen aus Metal, Hardrock, Symphonic Rock, gepaart mit intelligent gewählten Tempiwechseln, akustischen Einlagen, variantenreichem Harmoniegesang, wunderschönen Instrumentalparts und vieles mehr, was eine abwechslungsreiche Progscheibe ausmacht. All dieses führt zu einem empfehlenswerten Hörgenuss.

Insgesamt bietet Southern Empire mit vier echten Longtracks den Prototypen eines eingängigen Progalbums. Nicht nur der längste von ihnen, ‘Crossroads’ mit knapp 30 Minuten Laufzeit, beinhaltet alle oben aufgeführten Attribute. So ist auch der Opener ‘Goliath´s Moon’, ein starker Einstieg in das Album. ‘Crossroads’ dürfte dem aufmerksamen Kenner der Szene nicht ganz unbekannt vorkommen, da es sich um eine überarbeitete Version eines Songs handelt, den Sean Timms gemeinsam mit Mark Trueack (Ex-Unitopia, United Progressive Fraternity) bereits für das Unitopia Album „Crossroads“ komponiert hatte. Bei ‘Innocence & Fortune’ handelt es sich um einen Titel, der gemeinsam mit Steve Unruh (Samurai of Prog) entstanden ist. Dem ein oder anderen mögen derartige Longtracks zu ausufernd erscheinen, doch bietet sich hier für die Musiker die Möglichkeit, uneingeschränkt ihr Können und ihre Ideenvielfalt darzubieten.

Nach der leider zu frühen Auflösung der australischen Band Unitopia formte deren Gründungsmitglied Sean Timms mit Southern Empire einen würdigen Nachfolger, der mit einer zwar etwas härteren, zuweilen kantigeren Gangart, aber dennoch mit sehr eingängigen Melodien zu überzeugen vermag. Wer braucht schon IQ und Co, wenn man doch Southern Empire hat? Nicht nur Retro Prog Freunde einfach mal rein hören und Spaß haben.
(Anmerkung: Leider standen bei Redaktionsschluss noch keine Musikbeispiele/ Videos zur Verfügung, sobald sich daran etwas ändert, werden diese selbstverständlich nachgereicht)
Bewertung: 12/15 Punkten (KR 11, HR 12)

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Über den Autor

Horst-Werner Riedel

Musik spielt seit jeher eine große Rolle für mich. Ursprünglich stand der Sammeltrieb und die Suche nach Neuem im Vordergrund. Erst 2005 eröffnete mir der engere Kontakt zu Gleichgesinnten die Möglichkeit einen intensiveren Blick in die Szene zu erhalten. So blieb es nicht aus, dann auch einmal meine Gedanken und Beobachtungen in Worte zu fassen. Aus dem Blickwinkel des kritischen Betrachters erhalten Konzerte und CD´s oftmals eine tiefergehende Bedeutung und Musik wird neu erlebt.

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Southern Empire – Civilisation

von Horst-Werner Riedel Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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